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Gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus Wielun, Pawel Okrasa, unterschrieb Bürgermeisterin Nicole Moenikes (M.) einen sogenannten "Letter of Intent" bezüglich einer Städtepartnerschaft.

Wielun/Polen

Neue Städtepartnerschaft für Waltrop?

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Waltrop - Wirtschaftliche Interessen zogen Bürgermeisterin Moenikes kürzlich nach in Polen - zurück kommt sie mit einer besonderen Absichtserklärung. Waltrop soll eine weitere Städtepartnerschaft schließen.

Noch steckt sie in den Kinderschuhen, die Städtepartnerschaft, die Bürgermeisterin Nicole Moenikes gern mit der geschichtsträchtigen Stadt Wielun eingehen möchte. "Die letzte Entscheidung darüber trifft natürlich der Rat", sagte Moenikes am Donnerstagabend im Rahmen ihrer Haushaltsrede, die stets auch als Instrument des Ausblicks dient, wo die Reise im kommenden Jahr hinführt; insbesondere wirtschaftlich gesehen, aber auch kulturell, gar zwischenmenschlich.

Von Nazis angegriffen

Wenn es nach der Bürgermeisterin geht, führt die Reise in naher Zukunft erneut nach Polen, nach Wielun. In die Stadt, die am 1. September 1939 als mutmaßlich erste Stadt Polens von den Nazis angegriffen und nahezu vollständig zerstört wurde. "Es handelte sich dabei offenbar um das erste Kriegsverbrechen der Wehrmacht im 2. Weltkrieg", so Moenikes weiter. 1200 der damals 16.000 Einwohner starben durch den Angriff. "Eine Partnerschaft mit einer so historisch geprägten Stadt, kann für uns und unsere Kinder im Austausch nur eine wertvolle demokratische Erfahrung nach sich ziehen", befand die Bürgermeisterin.

"Letter of Intent"

Um zu bekunden, wie ernst es ihr mit dem Vorhaben ist, eine neue Städtepartnerschaft zu erwecken, hat sie bereits einen sogenannten "Letter of Intent", also eine Art unverbindliche Absichtserklärung, gemeinsam mit dem parteilosen Bürgermeister Wieluns,Pawel Okrasa, unterzeichnet.

Besuch beim Fahrzeugbauer

Der ursprüngliche Grund ihres Besuches in der 22.000-Einwohner-Gemeinde Wielun war derweil ein anderer. Moenikes schaute sich vor Ort das Werk des Fahrzeugbauers Wielton an. Bekanntlich hat Wielton vor gut einem Jahr das Waltroper Traditionsunternehmen Langendorf mehrheitlich gekauft und Pläne, sich deutlich zu vergrößern. Und das am liebsten in Waltrop, so die berechtigte Hoffnung der Bürgermeisterin. Im „Dicken Dören“ hatte man dem neuen Eigentümer bekanntlich eine Fläche in Aussicht gestellt.

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