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Für frostige Zeiten gerüstet ist der V+E.

Für Winterdienst gerüstet

V+E: 270 Tonnen Salz auf Lager

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WALTROP - Wenn sich der Raureif auf die Straßen niederlegt, beginnt die Hochsaison für den Winterdienst der Stadt Waltrop. Seit nunmehr einer Woche überlegen sie täglich aufs Neue, ob die städtischen Straßen gestreut werden müssen. Ein neunköpfiges Team hält sich nun in Rufbereitschaft.

In der Regel entscheiden die Mitarbeiter des Ver- und Entsorgungsbetriebs (V+E) der Stadt Waltrop am Tag vorher, ob sie am nächsten Morgen ab 4.30 Uhr ausrücken, um die Straßen zu streuen. „Wir können auf detaillierte Karten des Deutschen Wetterdienstes zugreifen. Die sind mittlerweile sehr genau“, erzählt Hubert Benthaus, einer von fünf Meistern vom Dienst, die abwechselnd die Verantwortung für den Winterdienst tragen. Auf den Wetterkarten können die V+E-Mitarbeiter beispielsweise die Witterung für verschiedene Höhen und sogar für die Straßenbeläge nachvollziehen. In Diagrammen mit bunten Farben ist zu erkennen, ob Nässe, Reif, Schnee oder Eis zu erwarten ist. Die meisten Zahlen sind jedoch nicht speziell für Waltrop. „Wir orientieren uns an Dortmund oder Hamm, das ist ja nicht weit weg“, sagt Benthaus. Wird die Temperatur von 0 Grad Celsius unterschritten, wird ausgerückt.

Auch Erfahrung ist wichtig

Aber natürlich verlassen sich die Winterdienstler auch auf ihre Augen und ihre Erfahrung. „Wir kennen unsere Problemstellen“, sagt Hubert Benthaus. Diese seien zum Beispiel die Mühlenstraße und die Ecke Krusenhof/Tannenweg. Seien sich die Kollegen vom V+E nicht sicher, ob es nicht doch glatt ist, würden sie es dort prüfen. Und im Zweifel natürlich auch reagieren. Gleiches gilt, wenn es erst in den späteren Morgenstunden anzieht und doch noch glatt wird. Dann heißt es für neun Mitarbeiter: auf die Fahrzeuge, fertig, los. Sie sind mit zwei Streufahrzeugen auf der Straße unterwegs. Mit drei Kleintraktoren sorgen sie dafür, dass niemand auf den Gehwegen ausrutscht. Zwei der Mitarbeiter bilden das Handstreuteam in der Innenstadt. Sie kümmern sich zum Beispiel darum, die Verkehrsüberwege an Ampeln zu sichern und in der Innenstadt eine Rettungsgasse herzustellen. Für den Rest sind die Anwohner verantwortlich.

Eine Tour dauert bis zu drei Stunden

Für eine Tour brauchen die V+E-Leute zweieinhalb bis drei Stunden. Insgesamt fahren sie 185 Kilometer. Auf den Straßen werden 115 Kilometer zurückgelegt, um circa 77 Kilometer Straße zu streuen. Die Schlepper und Handstreugruppe fahren etwa 75 Kilometer, um 20 Kilometer Strecke zu streuen. „Die Gehwege streuen wir in der Regel mit abstumpfenden Mitteln“, berichtet Benthaus. Das ist zum Beispiel Quarzsand und Lavastreugut. Die Straßen werden mit Salz von Glätte befreit. 270 Tonnen Streumittel lagern in Waltrop. Im Winter 2009/2010 sei das Lager das letzte Mal leer gewesen. In einem normalen Winter, wie beispielsweise vergangenes Jahr, würden etwa 100 Tonnen Streumittel gebraucht, berichtet Hubert Benthaus.

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