+
Jörg Buxel (re.) und Detlef Pourie (li.) haben sich mit Martin Ebbert (M.) vom WSA auseinandergesetzt.

Es wird wieder gearbeitet

Brücken-Leidensgeschichten ans WSA übergeben

  • schließen

Waltrop - Anfangs war die Atmosphäre ziemlich frostig. Aber dann entwickelte sich doch ein einigermaßen konstruktives Gespräch zwischen den Initiatoren des „Brückentags“, Martin Voskort von der Stadtverwaltung und Martin Ebbert vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA).

Jörg Buxel und Detlef „Didi“ Pourie waren am Mittwoch in Begleitung von Voskort ins Baubüro an der Hebewerksbrücke gekommen, um einen Ordner mit „Brücken-Leidensgeschichten“ von betroffenen Anwohnern zu übergeben, gesammelt bei der von ihnen geplanten Bürgerveranstaltung im Sommer an der „Schwarzen Kuhle“.

Öffentlichkeitsarbeit ist ein Desaster

Buxel erinnerte nicht nur einmal mehr anschaulich daran, was die Brückensperrung täglich für viele Menschen bedeute – Umsatzeinbußen für Geschäftsleute, Umwege für Autofahrer – sondern kritisierte auch die Informationspolitik des WSA. Eines wurde im weiteren Gesprächsverlauf klar: Die Behörde bräuchte dringend jemanden, der für das Projekt in Sachen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Doch diese Position gibt es beim WSA nicht mehr, und so müssen die Bau-Fachleute Martin Ebbert und sein Kollege Oliver Jaswetz die ständigen Verzögerungen auf der Baustelle gegenüber der Öffentlichkeit immer wieder selbst vertreten, „obwohl wir andere Sachen zu tun haben“, wie Ebbert leicht genervt betonte. Nur vereinzelt hätten Bürger von dem in einem Rats-Fachausschuss gemachten Angebot Gebrauch gemacht, sich telefonisch bei ihnen zu informieren.

Es wird gearbeitet

Immerhin gibt es aktuell einen Hoffnungsschimmer: Seit Montag wird auf der Baustelle wieder gearbeitet. Laut aktuellem Bauplan könnte im Januar die Brücke freigegeben werden, aber Ebbert machte keinen Hehl daraus, dass er nach den Vorerfahrungen mit dem beauftragten Unternehmen daran nicht recht glauben kann. Man könne doch eine gemeinsame Informationsveranstaltung mit dem WSA ausrichten, schlug Veranstaltungs-Profi Buxel zum Schluss vor. „Ganz entspannt, mit einem Bierchen.“ Um die Logistik müsse sich die Behörde auch nicht kümmern. Er werde das intern weitergeben, sagte Ebbert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

SV Herta kommt mit blauem Auge davon, blutiger Streit in Recklinghausen, Polizeieinsatz in Marl
SV Herta kommt mit blauem Auge davon, blutiger Streit in Recklinghausen, Polizeieinsatz in Marl
Nach Gewaltausbruch in Vinnum: SV Herta darf weiter spielen - aber unter Aufsicht
Nach Gewaltausbruch in Vinnum: SV Herta darf weiter spielen - aber unter Aufsicht
Marler Bürger wollen Zeichen gegen Raserei setzen - dann kommt die Polizei
Marler Bürger wollen Zeichen gegen Raserei setzen - dann kommt die Polizei
Bahnhof Sinsen nach Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben - Frau geriet unter Zug
Bahnhof Sinsen nach Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben - Frau geriet unter Zug
Supertalent: Mit diesem kuriosen Talent möchte eine Recklinghäuserin am Samstag überzeugen
Supertalent: Mit diesem kuriosen Talent möchte eine Recklinghäuserin am Samstag überzeugen

Kommentare