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Sondererlaubnisse für Altkleidercontainer – hier ein Exemplar am Hirschkamp – werden künftig nicht mehr erteilt.

Wer zahlt am Ende?

Das Dilemma mit den Kleidercontainern

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Waltrop - Ohne Gesprächsbedarf hat der Haupt- und Finanzausschuss des Rates jüngst, wie berichtet, eine leichte Änderung der Sondernutzungssatzung abgesegnet. Es geht um die Altkleidercontainer. Eigentlich eine Kleinigkeit, doch in dieser Sache steckt eine gewisse Brisanz.

Bernd Funke, Vorstand des Ver- und Entsorgungsbetriebs (V+E), sagt auf Nachfrage, nur noch bis Ende des Jahres dürften Altkleidercontainer an ihren bisherigen Standorten bleiben. Dann müssten alle Betreiber ihre Altkleidercontainer, die im öffentlichen Straßenraum stehen, abbauen. Dass das bedeutet, dass zukünftig weniger Container im Stadtgebiet stehen, ist aber keineswegs ausgemacht. Denn den Betreibern steht frei, sich um einen Aufstellplatz auf privaten Gewerbeflächen zu bemühen, etwa auf Supermarkt-Parkplätzen. Es ist damit zu rechnen, dass genau das nun geschehen wird. Anders als die Stadt kann sich der private Eigentümer der Fläche frei aussuchen, ob er das gestattet oder nicht – und wird natürlich fürs Aufstellen auch Geld kassieren.

Am Ende kümmert sich doch der V+E...

Der V+E selbst wird sich wohl auf Altkleidercontainer auf seinem Betriebshof beschränken. Ein einträgliches Geschäft sind Altkleider dem Vernehmen nach für den V+E ohnehin nicht.

Das absehbare Problem der neuen Regelung ist jedoch dies: Wenn rund um die Container Müll-Ecken entstehen, werden sich Bürger bei der Stadt beklagen. Die ist aber dann nicht mehr zuständig und wird im Sinne der Bürger versuchen, das Thema beim Verwalter der privaten Fläche anzubringen. Davon aber nehmen die sich erfahrungsgemäß meist wenig an. Und am Ende kümmert sich doch der V+E – und produziert damit Extra-Kosten. Und darauf wird Waltrops Entsorger, der jährlich seine Müllgebühren festlegt, nicht sitzen bleiben wollen.

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