Zúkunft des Trianel-Kraftwerks

Stadtwerke halten sich noch bedeckt

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WALTROP - Flexibel und unabhängig von den Großen wollten sie sein, die 31 Stadtwerke, die als Gesellschafter im Mai 2008 beschlossen, das Kohlekraftwerk Lünen an der Waltroper Stadtgrenze zu bauen und dafür sehr viel Geld in die Hand nahmen. Zehneinhalb Jahre später haben sich die Rahmenbedingungen anders entwickelt, als man sich das damals gedacht hat.

Das Kraftwerk war mal für 40 Jahre geplant, wenn die Empfehlungen der Kohlekommission umgesetzt werden, läuft es nur 25 Jahre – seit 2013 bis 2038. Wir haben bei den Stadtwerken angefragt, welche Konsequenzen sie daraus ziehen. Fast alle halten sich bedeckt und verweisen an Trianel. Das Unternehmen, unter dessen Dach sie sich für das Projekt zusammengeschlossen haben, übernimmt für sie auch die Pressearbeit. Die wenigen Sätze, die die Stadtwerke dann doch verlauten lassen, klingen vom Allgäu bis in den hohen Norden ähnlich: Für eine endgültige Bewertung dessen, was die Kohlekommission auf den Tisch gelegt hat, sei es noch zu früh. Es sei nun an der Politik, die Sache auszugestalten. Aber: Man hätte sich einen klareren Ausstiegspfad „Braunkohle vor Steinkohle“ gewünscht. Das sagt auch Trianel selbst.

Als eines der letzten vom Netz?

Die 31 Gesellschafter, die sich seinerzeit für das Kraftwerksprojekt zusammengeschlossen hatten, stammen aus allen Teilen Deutschlands, aus Österreich und der Schweiz.

Immerhin rechnen zum Beispiel auch die Stadtwerke Gronau damit, dass das Lüner Kraftwerk wegen seiner Effizienz zu den letzten Kohle-Anlagen gehören wird, die vom Netz genommen werden. Das geht aus der Antwort von Pressesprecher Stefan Busch hervor. Er schreibt: „Alle weiteren Fragen, wie es danach weitergehen kann bzw. welche Entschädigungen für eine vorzeitige Stilllegung angeboten werden, sind in dem aktuellen Bericht der Kohlekommission noch nicht beantwortet, weshalb wir zum jetzigen Zeitpunkt dazu noch nichts sagen können.“

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