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Hier soll der Vorfall am Sonntagmorgen stattgefunden haben: Auf Höhe des Verbindungsweges zwischen der Sydowstraße und „Am Wäldchen“.

Zwei Vorfälle, eine Festnahme

Körperverletzung: Was geschah nach dem Pyjamaball?

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Waltrop - Während der Pyjamaball der Landjugend von nahezu allen Seiten stimmungstechnisch Bestnoten einheimste, berichtet die Polizei von zwei unschönen Vorfällen. Es geht jeweils um Körperverletzung. Ein 21-jähriger Waltroper wurde „zur Verhinderung weiterer Straftaten und zur Ausnüchterung“ in Gewahrsam genommen, wie Polizeisprecher Michael Franz schildert.

Letzterer Vorfall trug sich gegen 1.15 Uhr im Festzelt zu. Es sei zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Gästen gekommen, sagt Franz. Der Sicherheitsdienst im Zelt sei daraufhin dazwischen gegangen – mit schmerzhaften Folgen für einen der Mitarbeiter. Der Mann – 53 Jahre aus Recklinghausen – wurde laut Polizei im Gerangel leicht verletzt. Tatverdächtig ist ein junger Mann (21) aus Waltrop, der offenbar spürbar alkoholisiert war. Zum Ausnüchtern und zur Verhinderung weiterer Straftaten sei der Waltroper von den Kollegen in Gewahrsam genommen worden, so Franz.

Während dieser Vorfall der einzig erwähnenswerte im Festzelt war, musste die Polizei, die eigens mit einer mobilen Wache vor Ort war, gegen 3.45 Uhr erneut eingreifen. Diesmal allerdings in der Nähe, auf dem kleinen Weg zwischen Sydowstraße und „Am Wäldchen“.

Unklare Ereignisse

Die Geschehnisse dort stellen sich derzeit allerdings noch als etwas nebulös dar. Was Michael Franz zweifelsfrei zu berichten weiß: Es gab zwei Verletzte, die auch ins Krankenhaus kamen, und zwei flüchtige Personen. „Wer die Beschuldigten sind, ist uns derzeit nicht bekannt“, sagt Michael Franz. Bei den Verletzten handle es sich um einen 41-jährigen Waltroper und um einen Mann aus Holzwickede (31). Beide hätten von den Unbekannten Schläge kassiert, haben das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung aber wieder verlassen können, so Franz.

Nach ersten Erkenntnissen ging es bei dem Vorfall um respektloses Verhalten der späteren Opfer gegenüber zwei Frauen. „Die beiden Mädels sind uns auch bekannt“, sagt der Behördensprecher. Die Männer, die ihnen zur Hilfe kamen, seien den Frauen selbst allerdings auch nicht bekannt gewesen.

Vorwurf: Busfahrer soll geschlagen haben

Tatsächlich soll der Vorfall aber noch weitere Facetten haben. Ein Zeuge, der sich zunächst um die beiden Verletzten gekümmert hatte, berichtet von einem Faustschlag eines Busfahrers. Zuvor soll einer der Verletzten auf der Suche nach Hilfe den privaten Bus angehalten haben. So stehe es auch in dem Bericht der Kollegen, bestätigt Michael Franz.

Ob der Busfahrer den Verletzten tatsächlich noch einmal geschlagen hat, als er versuchte, in den Bus zu gelangen, müssten die Ermittlungen zeigen. Ebenso, was sonst noch im Zusammenhang mit diesem Vorfall geschah.

Insgesamt friedlich

Grundsätzlich hat die Polizei keine auffallende Häufung von Straftaten im Rahmen des Pyjamaballs festgestellt. Zwei Körperverletzungen seien bei so einer Großveranstaltung durchaus im Rahmen des normalen, sagt Michael Franz. 3400 Menschen hatten beim Pyjamaball auf dem Zechengelände gefeiert – die allermeisten friedlich.

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