50 Feuerwehrleute im Einsatz

Dramatische Rettungsaktion - Pferd stürzt in einen Graben und kann sich alleine nicht befreien

  • Christine Horn
    vonChristine Horn
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Großer Feuerwehreinsatz am Samstag in Waltrop: Rund 50 Rettungskräfte befreien ein Pferd nach einem Sturz aus einem Graben. Das ist genau passiert.

Wie lange der Fuchswallach Phantomas im Graben gelegen hatte, konnte niemand genau sagen. Als die beiden Löschzüge der Feuerwehr eintrafen, lag der 26-jährige Pferdesenior fast regungslos in einem Graben. Durch den Einsatz von Schläuchen, Luftkissen und das beherzte Eingreifen eines Fachmannes endete dieser Einsatz Im Knäppen mit einem Happy-End.

Wie es zu diesem Unglück kommen konnte, vermochte im Nachhinein niemand zu sagen. Besitzerin Julia Philipps vermutet, dass sich ihr Pferd an dieser etwas höher gelegenen Stelle des Paddocks gewälzt hatte. Vermutlich ist der Fuchs dann zunächst in den Strom-Zaun und dann in eine solch unglückliche Lage gerutscht, dass er nicht mehr alleine aufstehen konnte.

Pferd macht entkräfteten Eindruck

Als die Feuerwehr eintraf - von der Leitstelle war eine Alarmfahrt vorgegeben worden, sodass die Wehr mit Blaulicht in den Knäppen fuhr - lag Phantomas auf der Seite. Es war zu sehen, dass er noch lebte, doch gab es nur wenige Beteiligte, die damit rechneten, dass das knapp 600 Kilo schwere Großpferd gerettet werden könne. Er machte einen zu entkräfteten Eindruck.

Der Moment, in dem Phantomas wieder auf seinen eigenen vier Beinen steht.

Mit dem Fahrrad zum Einsasatzort

Die Feuerwehr versuchte zunächst Schläuche unter ihn zu legen, um dann die Luftkissen zu positionieren. Angst, dass der Fuchs vielleicht austreten könnte, hatten sie nicht. Es schien, als wolle er alles für seine Rettung über sich ergehen lassen. Nun gelang es, die Luftkissen zu füllen. Die Tierärtzin war längst alarmiert, jedoch stand sie im Stau. Malte Krecker, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und zudem selbst Veterinär, war auf dem Fahrrad unterwegs, als er von der Alarmierung hörte. So schnell er konnte, fuhr er zur Einsatzstelle und übernahm das Kommando.

Beherztes Eingreifen

Mit geschickten Griffen und klaren Ansagen seinerseits konnte die durch die Luftkissen günstigere Lage genutzt werden. Und prompt kehrte das Leben zurück in das ehemalige Turnierpferd des Dattelners Georg Hoffstedde. Das tiefe Durchatmen aller Beteiligten war zu hören. In diesem Moment traf auch Tierärztin Katja Dießel aus der Waltroper Tierarztpraxis Dr. Michel ein und verabreichte Phantomas Medikamente: ein schmerzstillendes, ein entzündungshemmendes und ein aufbauendes. Besitzerin Julia Philips konnte ihr Glück nicht fassen. „Ich hätte nicht gedacht, dass er das überlebt.“

Rubriklistenbild: © Christine Horn

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