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Symbolbild Schule.

Das Problem liegt woanders

Erkenntnisse aus Pisa-Studie: Drei Waltroper Schulleiterinnen positionieren sich  

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In dieser Woche sind die Ergebnisse der Pisa-Studie veröffentlicht worden. Die Schulleiterinnen von Waltrops weiterführenden Schulen haben eine ziemlich klare Meinung dazu.

  • Ein zentrales Pisa-Ergebnis für Deutschland war diesmal: Es hapert an der Lesekompetenz
  • In Waltrop tut man schon einiges dafür
  • Was ist mit der Qualität des Lehrens und Lernens?

„Lesen ist der Schlüssel zur Welt“ – so bringt es Ulrike Waterkamp, Schulleiterin der Gesamtschule, auf den Punkt. An ihrer Schule gibt es sogenannte Lesetandems. Die setzen sich zusammen aus einem leseschwächeren Schüler, dem „Sportler“, und einem lesestärkeren, dem „Trainer“. Sie lesen simultan den gleichen Text; der Trainer zieht den Sportler mit. Es gebe deutliche Erfolge mit diesem Modell, so Ulrike Waterkamp. Zudem müsse man sich kontinuierlich Gedanken um die Qualitätsverbesserung an Schulen machen – auf allen Ebenen. Das fange in der Kommune an – Stichwort Digitalisierung der Schulen oder Gebäude-Sanierung –, gehe weiter beim Land, denn Bildungsentwicklung sei ja Ländersache, und auch bundesweit müsse das Thema auf der Agenda stehen.

Frühkindliche Leseförderung ist ein Schlüssel

Elisabeth Dahlhues von der Realschule nennt einige Aktivitäten, die auf die Förderung von Lesekompetenz abzielen: Gerade läuft die Buchwoche mit diversen Vorlese-Aktionen, übernächste Woche gibt es einen pädagogischen Ganztag zum Thema „Sprachsensibel unterrichten in allen Fächern“, hinzu kommen Unterstützungsangebote im Bereich LRS (Lese- und Rechtschreibstörung) oder DAZ (Deutsch als Zweitsprache). Auf keinen Fall dürfen aus ihrer Sicht die Mittel für diese Angebote und die frühkindliche Leseförderung gekürzt werden, sagt Elisabeth Dahlhues. Allen Schülern müsse, unabhängig von familiärer oder monetärer Situation, eine erfolgreiche Bildungsbiografie ermöglicht werden.

New York Times trifft Bilderbuch

Sonja Leukefeld, Leiterin des Theodor-Heuss-Gymnasiums, nennt drei Punkte, an denen – auch ohne jede Pisa-Studie, sondern kontinuierlich – man ansetzen müsse. Das Erste seien die Menschen, also genügend Lehrpersonal, das Zweite sei „vernünftiges Material für den Unterricht“, und das Dritte seien Lernorte, die gutes Lernen möglich machten. „Und an all dem wird gespart“, sagt Sonja Leukefeld. Dass es Erfindungen und Entwicklungen gibt, dass Kinder sich veränderten und auch die Gesellschaft, das habe es doch schon immer gegeben, sagt die THG-Chefin; damit komme man klar. Aber überspitzt formuliert sei das ja so: „Wer als Kind die New York Times gelesen hat, der wird immer weiterkommen, als jemand, dessen Kindheit nur aus Bildern oder Fernsehen bestanden hat – dem wird es auch im Erwachsenenalter schwer fallen, vernünftig Texte zu lesen.“

Auf Klassenfahrt in die Ferne schweifen?

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