Ein verfülltes Schlagloch auf der Straße Im Eickel in Waltrop und Markierungen auf der Straße
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Die Unfallstelle im „Eickel“ in Waltrop wurde tags darauf direkt verfüllt.

Oberlandesgericht Hamm

Schlagloch-Sturz: Waltroper zieht seine Klage zurück

  • Jörn Tüffers
    vonJörn Tüffers
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Der Waltroper Radfahrer war bis vors Oberlandesgericht gezogen im Kampf um Schadensersatz und Schmerzensgeld. Der Rechtsstreit nach einem Fahrradsturz im Juli 2019 endete aber jetzt.

Wilhelm Beermann will nicht weiter klagen. Der Waltroper war bis vor das Oberlandesgericht Hamm gezogen, um von der Stadt Schadensersatz und Schmerzensgeld von etwa 3500 Euro zu fordern. Die Richter machten ihm aber deutlich, dass sie in ihrem Urteil zu keinem anderen Ergebnis kommen würden als das Bochumer Landgericht. Daraufhin hat Beermann seine Klage zurückgezogen.

Waltroper stürzte im Juli 2019

Im Juli 2019 war er mit dem Fahrrad auf der Straße „Im Eickel“ im Norden von Waltrop in Richtung Rieselfeld unterwegs, als er stürzte: Sein Vorderreifen hatte sich in einem Schlagloch verkantet. Der Waltroper erlitt Prellungen und Schürfwunden. Außerdem seien sein Fahrrad und die getragene Kleidung beschädigt worden.

OLG Hamm bestätigt Bochumer Marschrichtung

Das Oberlandesgericht Hamm hat deutlich erklärt, dass ein Schlagloch in der von Beermann beschriebenen Größe für einen Radfahrer, der dort hineinfahre, zwar ein Gefahrenpotenzial darstelle. Allerdings dürfe ein Radfahrer, der – wie hier – einen Wirtschaftsweg benutze, nicht erwarten, dass der Weg insgesamt eine einwandfreie Fahrbahndecke habe und deshalb über seine gesamte Breite gefahrlos befahren werden könne, berichtet das Internetportal „rechtslupe.de“. Dies könne ein Radfahrer schon nach dem Rechtsfahrgebot der Straßenverkehrsordnung – das Schlagloch habe sich dagegen in der Mitte der Fahrbahn der Straße „Im Eickel“ befunden – nicht für sich beanspruchen.

Radler muss grundsätzlich mit Huckeln rechnen

Darüber hinaus hätten Benutzer eines Wirtschaftswegs grundsätzlich mit Fahrbahnunebenheiten zu rechnen, da solche Wege regelmäßig mit schwerem landwirtschaftlichen Gerät befahren werden würde, wodurch Straßenschäden entstehen könnten. Deshalb hätte der Kläger auch ohne weitere Warnhinweise nur so schnell fahren dürfen, um selbst auf plötzlich auftretende Hindernisse und Gefahrenstellen reagieren zu können.

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