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Die Schützen sitzen auf gut vorbereiteten Pferden.

Richtlinien des Landes

Reiter bei Schützen-Umzügen müssen auf die schlanke Linie achten

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Wer beim Schützenfest auf dem Pferd mitreiten will, muss verstärkt auf die schlanke Linie achten. Was der BSV-Chef zu den neuen Regeln der Landesregierung sagt. 

  • Es gibt neue Richtlinien zum Pferdeschutz, die jetzt das Land NRW erlassen hat.
  • Die sollen zwar zunächst nur für den Karneval gelten. Doch das Landesumweltministeriums erklärt, man wolle prüfen, ob sie auch auf andere Brauchtumsveranstaltungen übertragbar sind.
  • Heißt: Auch die Waltroper Schützen werden sich mit dem Thema beschäftigen müssen. 

Das sind die neuen Bestimmungen

Worum geht es? Der Konsum von Alkohol und anderen Drogen vor und während der Veranstaltung ist für alle mit den Pferden befassten Personen ausnahmslos untersagt. Auch Rauchen und Handynutzung sind verboten. Die Tiere müssen laut Richtlinie gesund und auf einen Umzug vorbereitet sein. Ein Dopingverbot werde „stichprobenartig kontrolliert“. Die Reiter müssen Praxis nachweisen, den Deutschen Reitpass besitzen und ein „geeignetes Verhältnis“ zur Konstitution des Pferdes haben: „Das Gewicht Reitender darf nicht mehr als 15 Prozent des Pferdegewichtes betragen.“ Zudem muss es Ausweichmöglichkeiten für Pferde und Kutschen geben, um Engstellen zu vermeiden. Ein Tierarzt soll in zehn Minuten beim Pferd sein. Die Positionierung vor oder hinter einer Musikkapelle ist untersagt. 

Grothus hat sich gleich erkundigt

Waltrops BSV-Vorsitzender Ludger Grothus hat von den neuen Regeln gehört und gleich bei den beiden Reitern Martin Grutsch und Hubert Vedder nachgefragt, die den Festumzügen der Waltroper immer voranreiten: Muss der BSV aufgrund der neuen Bestimmungen etwas ändern? „Sie haben mir versichert, sie würden sich nie auf die Pferde setzen, wenn diese nicht entsprechend für solche Umzüge ausgebildet wären – und selbstverständlich sind sie auch nicht gedopt.“ Alkohol-Verbot ist „selbstverständlich“ Es handelt sich nicht um Pferde von Waltroper Höfen, sondern sie kommen aus dem Rheinland – und sind speziell auf Umzüge vorbereitet. Was die Gewichts-Regeln angeht, sieht Grothus keine Probleme: Beide Reiter seien weit davon entfernt, im Verhältnis zum Gewicht des Pferdes zu schwer zu sein. Und was das Thema Alkohol-Verbot angeht: Das sei ohnehin selbstverständlich – erstens weil alkoholisierte Schützen bei Umzügen kein gutes Bild abgeben, aber natürlich auch aus Sicherheitsgründen. Ebenso wie die Fahrer von Autos und Treckern, die im Zug mitfahren, müssen auch die Reiter und ihre Begleiter nüchtern bleiben.

Nicht nüchtern bleiben muss man beim Oktoberfest der Schützen.

Neben den Pferden, die dem Zug voran reiten, gibt es auch den Betrittenen Fanfarenzug Freckenhorst, der zuletzt mehrfach bei den BSV-Umzügen mit dabei war – ein echter Hingucker. Wie die auf die Umzüge vorbereitet werden, lesen Sie am Samstag in der Waltroper Zeitung und im E-Paper.

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