Renate Becker vor ihrer Vitrine im Hausflur: Dort stehen die Nussknacker schon in Dreier- und Viererreihen, weil sonst kein Platz mehr für die Sammlerstücke ist.
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Renate Becker vor ihrer Vitrine im Hausflur: Dort stehen die Nussknacker schon in Dreier- und Viererreihen, weil sonst kein Platz mehr für die Sammlerstücke ist.

Zu Besuch im Weihnachtshaus

Mit ihren 400 Nussknackern, Räuchermännchen und Spieluhren lebt Renate Becker das ganze Jahr

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
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Vielleicht hat Renate Becker ihre Leidenschaft für Nussknacker geerbt. Das älteste Stück in ihrer Vitrine stammt aus der kleinen Sammlung ihrer Mutter. Daraus ist viel mehr geworden.

Wir sind an der Taeglichsbeckstraße, der leuchtenden Meile, die jeden Abend mehr Besucher aus dem ganzen Ruhrgebiet anlockt, als in Coronazeiten verträglich ist. Auch am Mehrgenerationen-Haus Nummer 4f ist draußen was zu sehen. Dafür sorgt Renate Beckers Schwiegersohn Jücel Özdemir, der mit Melanie verheiratet ist und den beiden Enkelkindern im Haus lebt. „Er hat türkische Wurzeln, ist aber genau so verrückt auf Weihnachten wie wir alle“, freut sich die stolze Schwiegermutter.

Im Keller in Waltrop liegt noch eine Kiste voll

Renate Beckers Nussknacker hingegen haben nicht nur jetzt Saison. Ihre Sammlung steht das ganze Jahr über in fünf Vitrinen. „Und im Keller habe ich noch eine Kiste voll“, verrät die Seniorin, „aber für die ist kein Platz mehr.“ Schließlich quetschen sich die Nussknacker im Flur schon in mehreren Reihen ins Regal, die kleinen vorne, die großen hinten. Damit die Jungs besser raus-, Besucher aber auch gut reingucken können in den Schrank voller unterschiedlicher Charaktere. Könige, Bergleute, Jäger, Polizisten, Musketiere… Auch Räuchermännchen kommen in vielerlei Gestalt daher, ebenso wunderschöne Spieluhren.

Das Sammelfieber entflammte vor 30 Jahren

Dabei hat Renate Becker die Leidenschaft für Nussknacker wohl von ihrer eigenen Mutter geerbt. „Sie hatte auch schon einige“, verrät sie. Und natürlich hält sie diese alten Schätze besonders in Ehren. Die richtige Sammelwut brach jedoch in den 1990er-Jahren aus, als sie mit ihrer leider verstorbenen Cousine einen schönen Brauch begründete.

Reisen zu Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland

„Jedes Jahr haben wir eine mehrtägige Busreise zu verschiedenen Weihnachtsmärkten gemacht“, blickt Renate Becker zurück. Nürnberg, Rothenburg, Wien, München und natürlich das Erzgebirge – die beiden Frauen stürzten sich vom beschaulichen Waltrop aus begeistert in den festlichen Trubel: „Immer haben wir unseren alkoholfreien Glühwein getrunken, einen Adventskalender und Nussknacker gekauft.“

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