Ziel des jüngsten Quartiers-Rundgangs war die Gegend um den Rapensweg im äußersten Südwesten Waltrops.
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Ziel des jüngsten Quartiers-Rundgangs war die Gegend um den Rapensweg im äußersten Südwesten Waltrops.

Quartiers-Spaziergang

Wo einst Zwangsarbeiter lebten, ist jetzt ein schmuckes Wohnviertel

  • Tamina Forytta
    vonTamina Forytta
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Die Bürgermeisterin war beim jüngsten Quartiers-Spaziergang in einer Gegend von Waltrop unterwegs, in der einst Zwangsarbeiter in Baracken lebten. Und jetzt?

  • Rund um den Rapensweg, nahe der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel-Ickern, war Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes zu einem Quartiers-Rundgang unterwegs.
  • Zur Sprache kamen Themen wie der Natur- und Begegnungsbauernhof, kuriose Straßenführungen und Raser in der 30er-Zone.
  • Überdurchschnittlich viele Teilnehmer begleiteten die Bürgermeisterin und Fach- und Führungskräfte aus dem Rathaus.

Am ersten Quartiers-Spaziergang nach der Corona-Zwangspause nahmen diesmal überdurchschnittlich viele Anwohner teil: Waren es bei den Rundgängen, die Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes mit Fach- und Führungskräften aus der Stadtverwaltung in den Sommermonaten regelmäßig durchführt, sonst an manchen Terminen nur eine Handvoll Bürger teil, so waren es diesmal 25 Anwohner des Rapensweges. Die Siedlung liegt in direkter Nähe der Stadtgrenze zum Castrop-Rauxeler Stadtteil Ickern.

Schneller nach Dortmund als nach Waltrop

Die Abgelegenheit vom Waltroper Ortskern war auch direkt ein Thema: „Es wäre gut, wenn man mit dem Bus in die Stadt käme“, formulierten die Anwohner. Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln komme man von ihnen aus schneller nach Dortmund als nach Waltrop. Einst wohnten in der schmucken Siedlung in Waltrops äußerstem Südwesten übrigens Zwangsarbeiter - das war in der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die tristen Baracken prägten lange Zeit  das Bild der Gegend rund um den Rapensweg, bis nach und nach hier schmucke Einfamilienhäuser entstanden. Gepflegte Gärten und die Nähe zu Wald und Feldern - hier lässt es sich hübsch leben. 

Kuriose Besitzverhältnisse am Rapensweg

Einige kuriose Besitzverhältnisse rückten auch in den Gesprächs-Fokus: Da ist die asphaltierte Straße „Heidebusch“, die auf einem Privatgrundstück verläuft. Die eigentliche Straße ist dort vorgesehen, wo uralte Bäume wachsen und die Anwohner liebevoll ihre Vorgärten angelegt haben. Das stamme aus Zeiten, als die Klöckner-Werke noch Besitzer des Areals gewesen sind, erläuterte Stadtplaner Andreas Scheiba.

Die Runde endete schließlich am Natur- und Begegnungsbauernhof – und man merkte, dass sich hier die Geister scheiden: Lärm und Verkehr sind denen einen ein dicker Dorn im Auge, andere stellen sich deutlich hinter NaBeBa-Gründerin Doro Zijp.

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