Der Schwertransport fuhr zwei Nächte später los als geplant.
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Der Schwertransport fuhr zwei Nächte später los als geplant.

Trianel

Schwertransport mit Hindernissen: Warum es erst im dritten Anlauf klappte

Ein Schwertransport-Lkw sollte vom Trianel-Kraftwerk nach Mülheim geschickt werden. Doch es brauchte drei Anläufe, bis er starten konnte.

  • Im Rahmen der Revision des Trianel-Kraftwerks sollte ein Rotor per Schwertransport nach Mülheim gebracht werden
  • Doch das erwies sich als nicht so einfach
  • Es brauchte drei Anläufe

Der Rotor (80 Tonnen) sollten auf die Reise vom Trianel-Kraftwerk (Stadtgrenze Waltrop/Lünen) zum Siemens-Werk in Mülheim geschickt werden, um im Rahmen der Revision befundet, das heißt auf Schäden untersucht, und gegebenenfalls repariert zu werden. Doch nicht alles lief glatt.

Zunächst stelle sich heraus, dass der große Lkw, der das Bauteil aufnehmen soll, zu lang für die Kurven am Fuße des Kraftwerks ist. So musste der Rotor auf einen "Selbstläufer" verladen werden. „Dieses Gefährt“, erklärt Martin Fricke, amtierender Leiter für Technik und Optimierung bei Trianel, „ist kürzer, weil es keine Fahrerkabine hat, sondern ferngesteuert wird.“ Durch geschicktes Manövrieren und Aufbocken lässt sich der Generator dann auf den vorbestimmten Lkw verladen. 

Fahrt von Waltrop nach Mülheim: Ruhezeit überschritten

Aber das ist nicht alles, was am Mittwochabend nicht nach Plan verlief. Da der Fahrer keine ausreichenden Ruhezeiten gehalten hatte, musste der ganze Transport aufgrund von Lenkzeitüberschreitung verschoben werden. 

Donnerstagabend gegen 22 Uhr, zweiter Versuch. Erneut war standardmäßig die Polizei anwesend, wie es bei solch großen Schwerlasttransporten üblich ist. Doch kurz vor Aufbruch fiel eine kleine Unstimmigkeit im Genehmigungsantrag auf, und die Beamten unterbanden den Start. Dies sei der erste Bauteiltransport dieser Größe seit Erbauung des Kraftwerks, so Maik Hünefeld, Pressesprecher der Trianel GmbH. Schwerwiegende Folgen habe die Verzögerung aber nicht. „Das Kraftwerk war“, erklärt er, „um ausreichend Zeit für die Reparaturarbeiten am Generator zu erlauben, schon bis Oktober als „nicht-verfügbar“ angemeldet. Doch vermutlich läuft das Ganze schneller als geplant, sodass die Anlage vermutlich am 24. August wieder den Betrieb aufnehmen kann.“ 

Beim dritten Versuch passt alles

Der Genehmigungsantrag für den Schwerlasttransport wurde mittlerweile von der zuständigen Genehmigungsbehörde überarbeitet und somit sollte alles bereit sein für den dritten Versuch am Freitagabend. Um 22 Uhr sollte es wieder losgehen, und diesmal hat es geklappt. 

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