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Es wird immer mehr zur Arbeit gependelt.

Viele arbeiten nicht in Waltrop

Neue Zahlen: Wie sich der Trend zum Pendeln zum Arbeitsplatz verstärkt hat  

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Dass Waltrop eine Auspendler-Stadt ist, ist nichts Neues. Doch neue Zahlen zeigen jetzt: Die Entwicklung verschärft sich immer mehr. 

Der Trend, dass immer mehr Waltroper nicht an ihrem Wohnort arbeiten, sondern auspendeln, setzt sich weiter fort. Auch die Zahl der Einpendler, also der Menschen, die aus anderen Städten zwecks Arbeit nach Waltrop kommen, hat sich weiter erhöht, ist aber nicht einmal halb so hoch wie die Zahl derer, die werktäglich die Stadt verlassen. Das geht aus Zahlen der Landes-Statistikbehörde IT.NRW für das Jahr 2018 hervor, die jetzt veröffentlicht wurden. 

Die weitaus meisten Waltroper pendeln nach Dortmund

Kaum überraschend: Weiterhin geht es für die weitaus meisten Pendler nach Dortmund: 2438 Menschen haben die Westfalenmetropole als Ziel – das ist fast ein Viertel aller Waltroper, die ihren Arbeitsplatz nicht am Ort haben. Weit abgeschlagen auf den Plätzen zwei und drei: Datteln (1006) und Recklinghausen (805). Umgekehrt ist Dortmund nicht diejenige Stadt, aus der die meisten Menschen nach Waltrop zur Arbeit kommen, sondern Datteln. Dortmund folgt erst auf dem zweiten Platz, Dritter ist Castrop-Rauxel. Viel augenfälliger ist aber die Auspendler-Entwicklung: Eindrucksvoller noch als der Vergleich zum Vorjahr ist hier der Langzeit-Vergleich: Die Zahl der Auspendler aus Waltrop stieg von 2013 bis 2017 von 9494 auf 10.069, um beachtliche 575 Personen, und von 2017 auf 2018 noch einmal um 137 auf 10.206. Das ist deutlich mehr als ein Drittel der Waltroper Gesamt-Bevölkerung. Unterm Strich heißt das: Waltrop, dessen Gesamt-Einwohnerzahl die Landes-Statistiker mit 29.324 angeben, hat eine „Tagesbevölkerung“ von 24.101 Personen, wenn man die Ein- und die Auspendlerzahl miteinander verrechnet. Über die Folgen dieser Entwicklung können die Innenstadt-Händler, aber zum Beispiel auch die Feuerwehr ein Lied singen: Die Händler, weil immer mehr Kaufkraft abwandert und die Krise der Innenstadt somit weiter verschärft wird. Was seit vielen Jahren konstatiert wird, dürfte sich weiter verfestigen: Die Leute kaufen an ihrem Arbeitsort oder auf dem Arbeitsweg ein – und fehlen als Kunden in den Waltroper Geschäften. Und auch die Feuerwehr leidet unter der Entwicklung, weil immer weniger Freiwillige tagsüber vor Ort sind, die man im Einsatzfall abrufen könnte. 

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