Die Waltroper Straße in Gardelegen.
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Gardelegen hat eine Waltroper Straße - damit endet derzeit aber auch schon die Verbindung zur Partnerstadt.

Tag der deutschen Einheit

Städtepartnerschaft auf Eis: Gardelegen feiert lieber mit Gifhorn als mit Waltrop

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
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30 Jahre Städtepartnerschaft Waltrop/Gardelegen: (k)ein Grund zum Feiern. Denn zwischen den Partnern herrscht Funkstille. Gardelegen versteht sich mit Gifhorn umso besser.

„Frau Moenikes hat keinen Kontakt zu mir gesucht“, sagt Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher (SPD): „Ich muss aber gestehen, dass ich seit meinem Amtsantritt 2015 Waltrop auch nicht einmal besucht habe.“ Denn nur auf Verwaltungsebene eine Städtepartnerschaft künstlich am Leben zu halten, darin sieht die Chefin von Deutschlands flächenmäßig drittgrößter Stadt schlichtweg keinen Sinn.

Kontakte zu Waltrop sind eingeschlafen

„Eine Städtepartnerschaft lebt vom privaten Austausch und von den Menschen. Mit unserer Partnergemeinde Gifhorn gelingt das. Die Kontakte zu Waltrop sind eingeschlafen“, beschreibt sie die aktuelle Situation. Das hänge damit zusammen, dass die Akteure aus den Anfängen der Städtepartnerschaft alt geworden oder auch gestorben sind. Bislang folgte niemand.

Der neue Bürgermeister will Kontakte knüpfen

Waltrops künftiger SPD-Bürgermeister Marcel Mittelbach will das ändern. Vor seiner Wahl hat er Kontakt nach Gardelegen aufgenommen. Er hatte Schumacher einen Brief geschrieben, sie hat ihm geantwortet. Ein Resultat: Ein Auftritt der Gardelegener Band „The Localz“ am Wahlkampf-Stand der SPD auf dem Platz von Gardelegen, wie die Fläche am Kiepenkerlbrunnen heißt. Der Beginn einer neuen deutsch-deutschen Freundschaft? „Die Gardelegener haben sich Waltrop sehr wohl gefühlt, wir stehen seitdem in Kontakt“, sagt Mittelbach. „Und sie haben mir auch gleich zur Wahl gratuliert.“

Mandy Schumacher will Waltrop kennenlernen

Die Städtepartnerschaft zu Gardelegen will er als Bürgermeister aus dem Dornröschenschlaf erwecken. „Wir müssen das bei jungen Menschen ansiedeln, bei Vereinen, Schulen, in der Wirtschaft“, blickt er nach vorn. Als Stadtoberhaupt möchte er mit einem zeitnahen Antrittsbesuch den offiziellen Anschub geben. Und diese Bemühungen ihres jungen Parteigenossen honoriert auch Mandy Schumacher: „Ich würde gerne mal Waltrop kennenlernen.“

Ein Rückblick auf die Anfänge nach dem Mauerfall

Auf die Anfänge und die ersten Jahre der Städtepartnerschaft blicken wir gemeinsam mit den Wegbereitern Rolf-Dieter Möhle, Theo Surmann und Jürgen Siebert, am Samstag, 3. Oktober, ausführlich in der gedruckten und digitalen Ausgabe der Waltroper Zeitung zurück. Dort erfahren Sie auch, welche besondere Rolle Fleischermeister Walter Kranefoer sen. dabei spielte.

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