Mit dem Jobcenter trainierten die Schüler, was sie in einem Assessment-Center erwartet.
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Mit dem Jobcenter trainierten die Schüler, was sie in einem Assessment-Center erwartet.

Gesamtschule Waltrop

Im "Stellwerk Zukunft" stellen Waltroper Schüler die Weichen für den Weg in den Beruf

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
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Berufsinfobörsen, in denen Jugendliche an Ständen vor allem Gummibärchen und Kugelschreiber abgreifen, waren gestern. Die Gesamtschule Waltrop hat eine neue Richtung eingeschlagen.

  • 530 Jugendliche informieren sich
  • Spannende Workshops statt reiner Infostände
  • Training mit einer echten Schauspielerin

Der Projekttag „Stellwerk Zukunft“ ist ein Baustein der Studien- und Berufsorientierung (StuBo) an der Gesamtschule Waltrop. 530 Jugendliche aus den Sekundarstufen I und II nahmen an Workshops, Vorträgen und Tagespraktika teil. Betriebe, Bildungsträger, Behörden und (Fach-)Hochschulen – fast 50 Akteure beteiligen sich am „Stellwerk Zukunft“, das die frühere Ausbildungsmesse abgelöst hat.

Was ist ein Assessment-Center?

 „Es ist einfach nicht effizient, einen Infostand aufzustellen, an dem sich die Jugendlichen am Ende nur drei Kugelschreiber abholen“, sagt Chantal Tetzlacht. Die Mitarbeiterin des Jobcenters Kreis Recklinghausen zeigt Jugendlichen, was in einem Assessment-Center auf sie zukommen kann. Vor allem große Unternehmen und Behörden nutzen dieses langwierige Auswahlverfahren, um die unterschiedlichsten Fähigkeiten, Stärken aber auch Schwächen von Bewerbern festzustellen.

"Talentscouts" werben für Naturwissenschaften 

Florian Fritzsche von den „Talentscouts“ der Hochschule Bochum hat Smarthome-Modelle mitgebracht, an denen die Schüler mit Spaß tüfteln. Die „Talentscouts“ bezwecken aber noch mehr mit dem Projekt: „Wir möchten die Schüler für den MINT-Bereich interessieren. Denn gerade dort fehlen Studierende“, erklärt Florian Fritzsche. 

Ausbildungsstelle direkt im Betrieb finden

MINT steht für Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik – Fächer, die auch in vielen Handwerksberufen zum Tragen kommen. „Die Betriebe können ihre Ausbildungsplätze aber oft gar nicht besetzen“, weiß Achmet Akbulut, „StuBo“ für die Sekundarstufe I. Darum wurden auch einige „unversorgte“ Jugendliche, die in diesem Sommer nach der zehnten Klasse die Gesamtschule verlassen, nach entsprechender Vorbereitung in Tagespraktika vermittelt. 

Schauspielerin trainiert mit Schülern sicheres Auftreten

Ein weiterer Workshop des "Stellwerks Zukunft" findet am Samstag statt. Einen ganzen Tag lang trainiert Schauspielerin Maria Wolf mit einigen Schülern das selbstbewusste Auftreten und die Selbstdarstellung.

Die Gesamtschule Waltrop hat Chancen auf den deutschen Schulpreis.

Hufschmied oder Fleischerin - diese Waltroper lieben ihre Berufe.

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