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Treu und zuverlässig zeigt die Ampel an der Waltroper Hebewerk-Brücke rotes und grünes Licht. Doch den Verkehr zu regeln, ist hier eigentlich gar nicht nötig.  

Recklinghäuser Straße

Die Straße an der Hebewerk-Brücke ist seit Jahren gesperrt - warum leuchtet die Ampel noch?

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Seit August 2017 ist die Recklinghäuser Straße an der Hebewerk-Brücke in Oberwiese gesperrt. Doch die Ampel am Cafe Kortmann leuchtet und leuchtet. Warum?

  • Über die Straße fährt längst niemand mehr, doch die Ampel an WSA-Ausstellungshalle und Café Kortmann leuchtet noch 
  • Straßen.NRW ist zuständig und hatte keinen "Abschalt-Auftrag" 
  • Die Kosten für die sinnlos leuchtende Ampel: 1000 Euro pro Jahr

Dicke rot-weiße Zäune versperren die Recklinghäuser Straße auf der westlichen Seite der Hebewerk-Brücke. Hier kommt kein Auto durch, das ist klar. Dennoch: Die Ampel an der Ausstellungshalle des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Duisburg-Meiderich und nahe der Einfahrt zum Parkplatz des Café Kortmann zeigt unbeeindruckt weiter Rot und Grün. Wie kommt das? Müsste die Ampel nicht längst abgeschaltet sein? 

Zuständig für die Waltroper Ampel ist der Landesbetrieb Straßen.NRW

Zuständig für die Ampel ist der Landesbetrieb Straßen.NRW. Ja, die Ampel hätte man längst abschalten können, gibt Straßen.NRW-Sprecher Frank Hoffmann unumwunden zu. Doch als vor nunmehr fast 33 Monaten die Bauarbeiten an der Brücke begannen, da ging man von acht, neun Wochen Bauzeit aus. In der Anordnung für die Baustelle habe seinerzeit nichts von der Abschaltung der Lichtsignalanlage, wie Ampeln im Behördendeutsch heißen, gestanden, sagt Hoffmann. Extra einen Techniker rauszuschicken, der die Anlage komplett abschaltet, seit wohl damals (kosten-)aufwendiger gewesen, als die Ampel für geplant zwei Monate einfach angeschaltet zu lassen. 

Immer wieder verzögerte sich die Freigabe der Hebewerk-Brücke

Der Rest ist bekannt: Immer wieder verzögerte sich die Brückenbaustelle in Waltrop – und zwar immer „häppchenweise“. Aktueller Stand ist, dass das Bauwerk Ende Mai wieder für den Verkehr freigegeben wird. Hätte es irgendwann geheißen, das Ganze dauert noch ein Jahr, dann hätte man sicher jemanden zur Ampelabschaltung rausgeschickt, so Frank Hoffmann. Doch so sei man immer davon ausgegangen, dass die Straße in absehbarer Zeit wieder freigegeben wird. Und was kostet das Ganze? Etwa 1000 Euro pro Jahr müsse man für Strom, Wartung und Instandhaltung einer solchen Lichtsignalanlage rechnen, sagt Frank Hoffmann.


 

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