Ulrike Barth vom gleichnamigen Waltroper Taxi-Service sieht sich nach eigenem Bekunden immer öfter harschen Diskussionen ausgesetzt.
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Ulrike Barth vom gleichnamigen Waltroper Taxi-Service sieht sich nach eigenem Bekunden immer öfter harschen Diskussionen ausgesetzt.

Neue Regelung wegen Corona

Keine 24-Stunden-Betriebspflicht mehr: Was das für Kunden und Taxi-Unternehmen heißt

  • Martin Behr
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Die Einkaufstüten sind schwer, das Gläschen Wein so lecker - ein Taxi ist dann prima. Doch was, wenn Geschäfte und Gastro-Betriebe geschlossen sind? Harte Zeiten fürs Taxi-Gewerbe.

  • Das Waltroper Taxi-Unternehmen Barth fährt derzeit nur noch zwischen 6 und 20 Uhr 
  • Der Kreis hat die Betriebspflicht momentan ausgesetzt
  • Das gilt coronabedingt und zunächst bis zum 31. Juli

Wenn Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe geschlossen sind, wie zuletzt während der Corona-Krise, dann haben auch Taxi-Unternehmen - so wie das von Ulrike Barth in Waltrop - nicht mehr viel zu tun. Der Kreis Recklinghausen hat daraufhin die 24-Stunden-Betriebspflicht zunächst bis 31. Juli ausgesetzt. Bei all den Schließungen sei es unzumutbar für die Taxi-Unternehmen gewesen, die Betriebspflicht einhalten zu müssen, begründet Kreis-Sprecher Jochem Manz. So gilt bis Ende Juli eine Beförderungspflicht lediglich von 6 bis 20 Uhr.

Kurzarbeit beim Waltroper Taxi-Betrieb 

Dass die Betriebspflicht ausgesetzt wurde, wollen indes viele Kunden nicht verstehen, schildert Ulrike Barth. Die Taxi-Unternehmerin ist frustriert, denn immer häufiger habe sie es mit empörten Kunden zu tun, die nicht verstünden, warum sie nicht sofort ein Taxi bekämen. Doch: Ulrike Barth musste Kurzarbeit anmelden, sagt sie. "Von 14 sind wir nur noch sechs Fahrer. Unsere Krankenfahrten haben tagsüber dann auch noch Vorrang. Wie soll ich das also machen?“ 

Eine Frage der Wirtschaftlichkeit

Wie es nach dem 31. Juli weitergeht mit der Beförderungspflicht, steht noch nicht fest. Dass es auch vor der Pandemie immer wieder Probleme gab, in den späten Abendstunden und vor allem nachts in Waltrop ein Taxi zu bekommen, darüber hatte unsere Zeitung schon berichtet. Auch Ulrike Barth, die auch von anderen Umständen in Waltrop gebeutelt war, hatte zuletzt nur noch bei Vorbestellungen nächtliche Fahrten angenommen, nicht mehr auf Abruf. Die Waltroper Taxi-Unternehmerin sprach schon vor einigen Monaten davon, dass die Nachtfahrten für sie ein existenzbedrohendes Zuschussgeschäft seien. 

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