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Kipper, Innenlader, Tieflader und andere Spezialfahrzeuge baut Langendorf in Waltrop.

Regionalplan Ruhr

Waltrop, Langendorf und der Schildbürgerstreich der Planungsbehörde

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Über 5000 Einwendungen sind beim RVR zum Regionalplan eingegangen. Doch es fehlt an Personal, sie zu bearbeiten. Das bekommt auch Waltrop zu spüren, was den Dicken Dören betrifft.

Das Gerücht hielt sich schon länger, nun hat der Regionalverband Ruhr (RVR) die Katze offiziell aus dem Sack gelassen. Wegen akuter Überlastung beim Bearbeiten der über 5000 eingegangenen Einwendungen zum neuen Regionalplan Ruhr wird dieser nicht mehr vor der Kommunalwahl im September 2020 verabschiedet werden können. 

Auch der Waltroper Änderungsantrag liegt auf Eis

Das Problem: Gleichzeitig sind auch sämtliche Änderungsanträge des aktuell noch gültigen Regionalplanes auf Eis gelegt. Darunter ist auch der von der Stadt Waltrop. Denn sie will bekanntlich aus dem Areal Im Dicken Dören ein Industriegebiet machen. Dorthin soll der Waltroper Fahrzeugbauer Langendorf umsiedeln. 

Am jetzigen Standort an der Bahnhofstraße in Waltrops Stadtmitte hat der Traditions-Fahrzeugbauer Langendorf zu wenig Platz.

Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) ist geradezu schockiert angesichts der Entscheidung der Regionalplanungsbehörde - zumal der RVR selbst die Stadt ermutigt habe, ein Änderungsverfahren einzuleiten. Doch nun macht der RVR dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Nicole Moenikes fordert nun, dass die Planungsbehörde das Änderungsverfahren zum Dicken Dören umgehend weiter vorantreibt. „Für unsere Stadt ist das ganz, ganz wichtig“, betont die Bürgermeisterin. 

Langendorf hat am jetzigen Standort zu wenig Platz

Langendorf hat auf seinem jetzigen Betriebsgelände an der Bahnhofstraße viel zu wenig Platz und will sich dringend vergrößern. Das Unternehmen ist mit seinen 180 Arbeitsplätzen einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Ist ein Umzug zum Dicken Dören nicht möglich, drohen Dutzende Arbeitsplätze wegzufallen. Ein Teil der Standard-Produktion könnte dann nach Polen verlagert werden, wo der Mutterkonzern Wielton seinen Hauptsitz hat. Der polnische Fahrzeugbauer hält eine 80-Prozent-Mehrheit an dem Waltroper Traditionsbetrieb. 

Waltroper Bürgermeisterin schreibt ans Ministerium 

Weil sich die Entscheidung des RVR abgezeichnet hatte, hat Moenikes, die mit Langendorf und auch mit der Wielton-Geschäftsführung in Kontakt steht, bereits Anfang vergangener Woche ein Schreiben an den Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums aufgesetzt. Darin bittet sie, die Planungsbehörde kurzfristig mit mehr Personal auszustatten. 

Dortmunder Anwohnern spielt das in die Karten

Dass die Planungsbehörde den Dicken Dören jetzt auf Eis gelegt hat, spielt unterdessen den dortigen Grenz-Anwohnern aus Dortmund Groppenbruch sehr in die Karten. Diese wollen eine Ansiedlung unbedingt verhindern. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe (SPD, MdB) hat sich eingeschaltet

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