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Taxi-Unternehmerin Ulrike Barth fragt: „Wo dürfen wir noch halten?“

"Wo soll ich noch halten?"

Ulrike Barth schildert die Nöte der Taxis: Es geht auch um Verständnis

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Verbote, Knöllchen und eine Grundsatz-Entwicklung. Taxi-Unternehmerin Ulrike Barth sagt: „Wir wollen doch nur unsere Arbeit machen.“ Das fällt ihr zunehmend schwerer.

  • Waltrops größtes Taxi-Unternehmen fragt: Wo sollen wir noch halten?
  • Es geht um Knöllchen und Fingerspitzengefühl
  • Auch das Ordnungsamt nimmt Stellung

Dass Waltrop älter wird, belegen nicht nur die einschlägigen Demografie-Studien. „Wir merken das jeden Tag an unseren Kunden“, sagt Taxi-Unternehmerin Ulrike Barth. Der Großteil ihrer Fahrten, die tagsüber anstehen, wird von Senioren gebucht. Senioren, die nicht immer gut zu Fuß sind. Um ihren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten, fahren Ulrike Barth und ihre Mitarbeiter mitunter bis zur Haustür, zum Arzt oder zum Supermarkt-Eingang vor. „Weil viele, die wir fahren, gehbehindert sind. Die können nun mal nicht mehr gut zu Fuß gehen.“

Waltroper Taxi-Chefin: "Mehr Fingerspitzengefühl" 

Was Ulrike Barth in diesem Zusammenhang zunehmend ärgert, ist der Umgang der Ordnungsbehörden mit ihr als Taxi-Unternehmerin. „Wenn wir dann mal auf der Straße oder auf dem Gehweg halten, gibt es gleich ein Knöllchen.“ Für Ulrike Barth ist das nicht zu verstehen: „Wo soll ich die Menschen denn noch einladen?“, fragt sie und fordert hier ein gewisses Fingerspitzengefühl ein.

Taxi-Unternehmerin Ulrike Barth fragt: „Wo dürfen wir noch halten?“

Voskort zeigt sich verwundert

Dass es regelmäßig Knöllchen oder zumindest „Androhungs-Ansagen“ gibt, auch davon berichtet die Taxi-Unternehmerin. Martin Voskort, bei der Stadtverwaltung unter anderem für die Bereiche Recht und Ordnung zuständig, zeigte sich auf Nachfrage zunächst etwas überrascht. Ihm sei nach interner Recherche nicht bekannt, dass es diesbezüglich besondere Probleme mit den Taxis gebe. „Ich könnte nicht mal sagen, ob wir in letzter Zeit überhaupt ein Taxi verwarnt haben.“ 

Ordnungsamt nimmt Nöte ernst

Voskort sagt unterdessen, er könne für Taxis die Straßenverkehrsordnung nicht außer Kraft setzen. Aber er betont auch, dass er die Nöte der Unternehmerin ernst nimmt – und das gilt auch für zugeparkte Taxi-Stellplätze. Themen, die es noch einmal zu besprechen gilt.

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