Raus aufs Rad und den Kopf frei bekommen, das geht auch in Zeiten von Corona.
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Raus aufs Rad und den Kopf frei bekommen, das geht auch in Zeiten von Corona.

Start in die Fahrradsaison

Auf unbekannten Wegen mit dem Fahrrad die Umgebung neu entdecken

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
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Sich "absichtlich" zu verfahren und dadurch in der Corona-Panik den Horizont zu erweitern. Das rät Vollblutradler Heinrich Eisenhauer an diesem ersten Frühlingswochenende.

  • Wenn alle Veranstaltungen ausfallen, bleibt Zeit für eine Fahrradtour.
  • Das erste richtige Frühlingswochenende lockt an die frische Luft.
  • E-Bikes und Pedelecs aus dem Winterschlaf holen.

Für Heinrich Eisenhauer, Leiter der Waltroper Fahrradgruppe, hat Fahrradfahren immer Saison. Dabei muss der Senior gestehen, dass im Winter die Zahl der Mitradler an den Händen abzuzählen war. „Wenn es wärmer wird, sind wir auch mal mit 30 Leuten unterwegs“, berichtet Eisenhauer. Das wird in den kommenden Wochen wegen Corona womöglich nicht der Fall sein, aber eine Radtour macht ja auch allein oder zu zweit Spaß.

Irgendwo kommt man schon raus

Heinrich Eichenhauer kennt jeden Weg abseits der viel befahrenen Straßen. Er ermutigt alle Anfänger, sich auch mal absichtlich zu verfahren. Dabei ist es natürlich ratsam, damit in der Umgebung zu beginnen: „Man kommt schon irgendwo raus, wo man sich wieder orientieren kann“, sagt er und grinst. Auf diese Art und Weise hat er selbst über Jahrzehnte sämtliche Pfade der näheren und weiteren Region erkundet.

Einfach den Schildern folgen 

Von Waltrop zum Kaffeetrinken bei „Mutter Wehner“ in Oer-Erkenschwick radeln? Kein Problem! „Am Datteln-Hamm-Kanal bis Flaesheim, dann über Schacht 6 in Sinsen und den Haard-Grenz-Weg zu Mutter Wehner. Auf dem Rückweg am Stimbergpark vorbei über Ahsen und die Redder Straße nach Datteln, bei Netto zum Kanal und zurück nach Waltrop.“ Das ist Ihnen zu vage? Heinrich Eisenhauer lacht und verspricht: „Ist ganz einfach, es stehen doch überall Schilder für Radfahrer.“ Wer zu Corona-Zeiten nicht für eine Pause einkehren möchte, packt sich Proviant für ein Picknick ein.

Aufs Pedelec umgestiegen 

Die längste Zeit seines Radlerlebens ist Eisenhauer mit vollem Körpereinsatz in die Pedale getreten. Mittlerweile setzt der Senior auf elektronische Unterstützung. Der Umstieg aufs Pedelec ist aber nicht günstig, betont Heinrich Eisenhauer: „Es sind ja nicht nur die Anschaffungskosten, das E-Bike muss auch gewartet werden.“

Vor der ersten Fahrt das Rad kontrollieren

„Beim Frühjahrscheck ist zuerst eine Sichtprüfung des gesamten Rades angesagt“, erklärt Gerold Weidlich, Geschäftsführer des Zweirad-Fachunternehmens „Big Wheel“ in Oer-Erkenschwick. Kontrolliert werden sollten darüber hinaus der feste Sitz des Lenkers sowie des Sattels und der Pedalen, die Beleuchtung des Fahrrades und die Bremsen sind nicht zu vergessen. Für die Reparatur ist die Fachwerkstatt zuständig, betont auch Heinrich Eisenhauer.

  • Eine ausführliche Beschreibung für eine schöne Rundtour von Waltrop über Datteln nach Oer-Erkenschwick und zurück finden Sie heute in unserer Printausgabe.
  • Im Waltroper Stadtgebiet müssen Radler aber besonders achtsam sein.
  • In Datteln sind Unfälle mit Radlern rückläufig.
  • In Oer-Erkenschwick soll der Radverkehr neu geordnet werden.

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