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In Waltrop wird seit 2006 ein Bürger des Jahres gewählt.

Bürger des Jahres

Vergabe-Kriterien auf dem Prüfstand: Unwürdiges Schauspiel soll sich nicht wiederholen 

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Zuletzt gab es zweimal unschöne Zwischentöne bei der Wahl zum „Bürger des Jahres“ in Waltrop. Das soll sich nicht wiederholen. Vier Parteien wagen einen gemeinsamen Vorstoß.

  • Nach Zwischenfällen in der Vergangenheit sollen verbindliche Vergabe-Regeln her.
  • Es geht um die Wahl zum Bürger des Jahres.
  • Jüngstes Vorgehen war kein Ruhmesblatt für die Politik.  

Seit 2006 wird in Waltrop die Auszeichnung zum „Bürger des Jahres“ verliehen. Eigentlich eine ehrenvolle Angelegenheit, doch in den vergangenen zwei Jahren entwickelte sich die Vergabe fast zu einem unwürdigen Schauspiel unter den Ratsvertretern.

Waltroper Ratsvertreter waren sich uneins

Man war sich in einigen Dingen uneins, auch deshalb, weil es keine verbindlichen Vergabe-Regeln gibt. Das soll sich nicht wiederholen. SPD, Grünen, Linken und Waltroper Aufbruch wollen mit einem Vorstoß dafür Sorge tragen. In einem gemeinschaftlichen Antrag heißt es: Die zurückliegenden Diskussionen seien Anlass, „das Verfahren und den Zeitpunkt der Vergabe zu prüfen“. 

Es gab mehrere Streitpunkte

Ein Streitpunkt in der jüngeren Vergangenheit: Wer darf überhaupt ausgezeichnet werden? Nur Einzelpersonen? Oder auch Gruppen, Vereine und Verbände? Die öffentlichen Diskussionen darüber gingen nicht nur zulasten der späteren Preisträger, sie beschädigten auch die Auszeichnung selbst. 

Eine grundsätzliche Leitlinie soll her

Nun soll grundsätzlich geklärt werden, „ob diese Ehrung auch zukünftig für Vereine geöffnet werden soll. Auch sollte dann eine Regelung getroffen werden, ob Einzelpersonen in Vertretung oder Gruppen, Initiativen oder auch Vereine, insgesamt geehrt werden.“ Neben dem Zeitpunkt der Vergabe sollen auch die Kriterien auf den Prüfstand kommen. 

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