Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe war per Video ins Café Courage in der Realschule zugeschaltet.
+
Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe war per Video ins Café Courage in der Realschule zugeschaltet.

Digital ins Café Courage

Vom Edeka-Parkplatz aus debattiert Bundestagsabgeordneter mit Schülern über Menschenrechte

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
    schließen

Im Café Courage der Realschule werden heiße Themen angesprochen. Nun ging es mit dem Abgeordneten Frank Schwabe um Menschenrechtsverletzungen. Der schaltete sich vom Parkplatz aus zu.

Die Türkei ist ein Land, das etliche Schüler von ihren Herkunftsfamilien oder aus Urlauben kennen. Ein Land, in dem auch Menschen aus Deutschland aus politischen Gründen festgehalten werden. Ein Missstand, auf den die Schule in ihrem Jahresprojekt hinweisen will.

In Waltrop von verschiedenen Standorten zugeschaltet

Zu Coronazeiten fand auch das Café Courage unter anderen Umständen statt. Die Zehnerklassen saßen in ihren Räumen. Bürgermeister Marcel Mittelbach und Frank Schwabe waren per Videokonferenz zugeschaltet. Und da der Abgeordnete seit dem Morgen unterwegs war, hatte er sein Auto kurzerhand in Waltrop auf dem Edeka-Parkplatz am Moselbach abgestellt. Während im Hintergrund Leute ihre Einkaufswagen schoben und neugierige Blicke ins Auto des Abgeordneten warfen, war dieser jedoch in seinem Element. Schließlich ist Schwabe Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Menschenrechte.

„Ein guter Tag für die Menschenrechte“

„Heute ist ein guter Tag. Ich freue mich, weil der Bundestag einen Beschluss für ein Übereinkommen zum Schutz indigener Völker fasst“, erklärte Schwabe den Schülern gleich zu Beginn. „Damit treten wir dem Club bei, der diese Menschen, zum Beispiel in Brasilien, schützen will.“ Urteile über inhaftierte Demonstranten in Hongkong, Geflüchtete, die in unmenschlichen Lagern in Griechenland und Italien festsitzen, waren weitere Themen dieses Tages.

Mit zwölf Jahren Mutter, als kurdische Sängerin im türkischen Gefängnis

Bewegt hat die Realschüler die Geschichte von Hozan Canês. Die Kölnerin mit kurdischen Wurzeln saß zwei Jahre in der Türkei im Gefängnis, weil die dortige Regierung ihr vorwirft, eine Terroristin zu sein. „Das ist sie aber nicht. Sie ist Sängerin und wurde verhaftet, weil sie im Wahlkampf für die prokurdische Partei aufgetreten ist“, erklärte Schwabe den Schülern in Waltrop. Mit nur zwölf Jahren wurde Hozan Canês Mutter. Ihre mittlerweile 35-jährigeTochter Dilan Örs wird ebenfalls in der Türkei festgehalten, seitdem sie ihre Mutter im Gefängnis besucht hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

An der Oberlipper Straße schlagen vier Meter hohe Flammen in den Abendhimmel
An der Oberlipper Straße schlagen vier Meter hohe Flammen in den Abendhimmel
An der Oberlipper Straße schlagen vier Meter hohe Flammen in den Abendhimmel
WaKiDeLe: Coronalied bereitet den Kindern große Freude
WaKiDeLe: Coronalied bereitet den Kindern große Freude
WaKiDeLe: Coronalied bereitet den Kindern große Freude
Coronavirus in Waltrop:  Inzidenzwert steigt auf 150
Coronavirus in Waltrop: Inzidenzwert steigt auf 150
Coronavirus in Waltrop: Inzidenzwert steigt auf 150
Christiane Vedder schließt zum Jahresende
Christiane Vedder schließt zum Jahresende
Christiane Vedder schließt zum Jahresende
Telefonbetrüger erbeuten von einer Seniorin Bargeld und Schmuck
Telefonbetrüger erbeuten von einer Seniorin Bargeld und Schmuck
Telefonbetrüger erbeuten von einer Seniorin Bargeld und Schmuck

Kommentare