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Die Volksbank in Waltrop

Volksbank

Wie das Waltroper Geldinstitut lokalen Unternehmen helfen will

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Wer dieser Tage zur Volksbank geht, der kommt häufig mit einem Anliegen, das aus der Not geboren ist: Es geht um die Aussetzung von Darlehens-Tilgungen

  • Aussetzung der Tilgung - darum geht es derzeit in vielen Gesprächen zwischen Kunden und Bank
  • Die Volksbank bemüht sich um gute Lösungen
  • Aber sie kann und darf nur eigentlich gesunden Unternehmen helfen

Hintergrund ist natürlich die Corona-Krise, die viele Geschäftsleute in Nöte bringt. Volksbank-Vorstand Ludger Suttmeyer verdeutlicht die Dimensionen: Seit die massiven Kontakt-Einschränkungen erlassen wurden, habe es im alten Geschäftsgebiet der Volksbank (Waltrop, Datteln, Oer-Erkenschwick, Ickern, Lünen-Brambauer) rund drei- bis viermal mehr Gespräche im Firmenkunden-Bereich gegeben als normal. 
Die Volksbank Waltrop ist übrigens Teil eines großen Ganzen: Mittlerweile gab es eine Fusion mit der Volksbank Dortmund.

Arbeit weit über das normale Maß hinaus

Wegen der vielen Gespräche arbeiteten die zuständigen Volksbank-Mitarbeiter derzeit auch weit über das Normalmaß hinaus. Und in den meisten Fällen ging es um die Aussetzung der Tilgung, um in dieser Krisenzeit die Liquidität der Kunden zu sichern. 150 solcher Aussetzungen wurden bereits vereinbart, und zwar für einen größeren Zeitraum, damit die Entlastung nachhaltig ist. „Standardfall ist zurzeit eine Aussetzung für ein halbes Jahr“, sagt Suttmeyer. Weitere Themen sind die Liquiditätskredite bei der Förderbank kfw, die über die Bank vor Ort beantragt werden können, und ein eigenes Darlehensprogramm der Volksbank. „Wir machen in diesen Zeiten auch unkonventionelle Dinge“, sagt Suttmeyer.

 Bestandskunden haben Vorrang

​Die Volksbank kümmert sich bevorzugt um ihre Bestandskunden, denen sie sich jetzt besonders verpflichtet fühlt und mit deren Unterstützungsbedarf sie zurzeit auch mehr als genug zu tun hat.

Grundsätzlich verschlossen ist der Weg auch für Neukunden nicht, man schaut sich den Einzelfall an. Eines aber macht Suttmeyer auch klar: Die Bank könne und dürfe auch in diesen Zeiten nicht Unternehmen retten, die schon vor der Corona-Krise wirtschaftlich nicht gesund waren, denn damit brächte sie sich nur selbst in Gefahr. Mit dieser Maxime sei man auch in Einklang mit dem Willen der Politik. 

Die Digitalisierung beschleunigt

Auch dies stellt Suttmeyer schon fest: Die Corona-Krise hat die Digitalisierung der Bank enorm beschleunigt. Wo man bisher noch überlegt hatte, ob man dieses oder jenes Digital-Angebot wirklich zur Verfügung stellen muss, lässt die Krise nun kaum noch eine Wahl. Vereinbarungen zwischen Kunde und Bank werden dieser Tage häufig per Videokonferenz unterschriftsreif vorbereitet, der direkte Kontakt aufs Nötigste minimiert. Als Segen erweist sich laut Suttmeyer nun auch die Fusion mit den Dortmunder Kollegen, über die Ende vergangenen Jahres abgestimmt wurde. „Da können wir zum Beispiel Info-Plakate oder Rundschreiben, die in Dortmund entstehen, für unsere Zwecke leicht anpassen und dann schnell veröffentlichen.“ 

Personalreserven wären vorhanden

Wichtiger noch: Auf Dortmunder Seite sind zurzeit 28 Volksbank-Geschäftsstellen geschlossen, mit durchschnittlich je sieben Mitarbeitern. So hätte man eine Personalreserve, wenn es zu krankheitsbedingten Ausfällen käme. In alten Geschäftsbereich der Volksbank Waltrop haben jeweils die Hauptstellen weiter geöffnet.

Die Abstandsregelungen bei den Banken sind in Corona-Zeitenunbedingt einzuhalten.

Bargeld in Nullzins-Zeiten im Schließfach aufbewahren? Das sagt die Volksbank dazu.

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