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An dieser Haltestelle hält schon lange kein Bus mehr. Stattdessen könnte doch ein Schulbus eingesetzt werden, finden Oberwieser Eltern.

Schulweg

Warum Oberwieser Eltern sich auf dem Schulweg ihrer Kinder schwarz ärgern

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Die Brücken-Baustelle am Hebewerk in Waltrop ist ein Ärgernis für alle Verkehrsteilnehmer, speziell aber für Schulkinder. Das wollen die Eltern nicht hinnehmen.

Die Eltern schulpflichtiger Kinder, die auf der anderen Seite der gesperrten Hebewerk-Brücke wohnen, wünschen sich einen Schulbus. Sie wollen ihre Kinder im Grundschulalter nicht länger mit dem Auto zur Schule fahren. Ina Fischer, eine betroffene Mutter, weiß von zwölf Grundschulkindern, die zurzeit von ihren Eltern per Auto kutschiert werden - den Felling entlang, der ohnehin ja schon unter der Last der großen Zahl von Fahrzeugen ächzt. „Wir verpesten die Umwelt und ärgern uns schwarz“, bringt es Ina Fischer auf den Punkt. 

Geld für die Hundewiese - aber nicht für den Bus?

Es sei doch auch Geld für eine Hundewiese da – warum nicht für einen Schulbus? Kämmerer Wolfgang Brautmeier verweist, was den Schulbus angeht, auf Waltrops Status als Stärkungspakt-Kommune, der es nicht ohne Weiteres erlaubt sei, freiwillige Leistungen zu erbringen – eine solche wäre der gewünschte Extra-Bus nämlich. Es müsse die wirtschaftlichste Lösung gewählt werden, so schreibt es die Schülerfahrkostenverordnung vor

Den Eltern werden die Fahrtkosten erstattet

Das heißt in diesem Falle, dass Eltern von Kindern im Grundschulalter Pkw-Fahrtkosten für die Strecke zur Haltestelle Franzstraße – sie befindet sich auf der Recklinghäuser Straße in Höhe der Einmündung Franzstraße – von der Stadt erstattet bekommen können. Ab Franzstraße könnten die Kinder mit dem Bus weiterfahren, und auch hierfür trägt die Stadt die Kosten. Älteren Schülern sei es indes zuzumuten, die „große Runde“ zu drehen, sprich zur Lukaskreuzung zu laufen und dort in den Bus zu steigen, der über die Umleitung nach Waltrop fährt. 

Oberwieser Eltern wollen nicht aufgeben

Die Oberwieser Eltern indes wollen so schnell nicht aufgeben. Sie drängen darauf, dass die Stadt ausrechnet, ab welcher Zahl von Schülern es für die Stadt günstiger ist, einen Schulbus einzusetzen als die Fahrt- bzw. Buskosten zu ersetzen. Die Eltern wären, so Ina Fischer, sogar bereit, einen Differenzbetrag zu bezahlen. 

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