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Campingplätze sind beliebte Ziele in Corona-Zeiten. 

Freizeitvergnügen

Wenn der Sommerurlaub platzt: Das ist die Alternative für viele Freiluft-Fans

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Die Deutschen sind Camping-Fans. Das zeigt sich auch in Waltrop, wo es gleich mehrere Dauercamping-Plätze gibt. Aber wie sieht's da momentan aus, in Corona-Zeiten?

  • Camping boomt ohnehin, und in Corona-Zeiten erst recht
  • Auf den Waltroper Anlagen schränken allerdings die Corona-Regelungen den Freizeitspaß ein wenig ein 
  • Prinzipiell geöffnet blieben die Anlagen aber auch in den Corona-Hoch-Zeiten 

35,8 Millionen Übernachtungen gab es auf deutschen Campingplätzen im vergangenen Jahr - zehn Millionen mehr als noch vor zehn Jahren. Camping boomt, ohne Zweifel. Und auch in Corona-Zeiten ist die Nachfrage groß. Das jedenfalls hat Jürgen Bitter vom „Erholungszentrum Königsmoor“ festgestellt. Sicherlich zehn, zwölf Parzellen habe er in letzter Zeit neu vergeben, berichtet er. In Zeiten, wo der Urlaub in fernen Gefilden nicht möglich ist, richtet sich offenbar der Blick aufs Naheliegende. 

Schwimmbad und Sportanlage sind geschlossen

Dabei ist auf der Campinganlage Königsmoor längst nicht alles wie sonst - coronabedingt. Das Schwimmbecken, der Sportplatz, die Gaststätte – geschlossen. Die traurigen Kinderaugen kann Jürgen Bitter, der mit seinen Brüdern den Campingplatz an der Stadtgrenze zwischen Datteln und Waltrop betreibt, nicht gut haben. „Für die ist das eine harte Strafe.“ Aber es gehe halt nicht anders. Immerhin: Seit Anfang Mai ist der Spielplatz wieder offen

Gerhard und Chrystyna Hirscher haben ihr Domizil im „Erholungszentrum Königsmoor“ in Waltrop: Seit 48 Jahren sind sie Dauercamper am Markfelder Weg 79.

Der Campingplatz selbst war während der akuten Corona-Zeit nie geschlossen; es ist ein reiner Dauer-Campingplatz, und die durften geöffnet bleiben. Für die Camper im Königsmoor gilt auch jetzt noch: Besuch von außerhalb dürfen sie nicht empfangen. Auch wenn mancher Gast mit den Beschränkungen hadert: Jürgen Bitter findet sie sinnvoll. Nichts wäre schlimmer, als wenn auf „seinem“ Platz eine Infektionskette ausbräche. 

Sanitäranlagen nur eingeschränkt nutzbar

Am anderen Ende Waltrops, auf dem Campingplatz Eickenscheidt, ist Ute Dietel Platzwartin. Auch diese Anlage war in der Corona-Hoch-Phase geöffnet, auch hier mussten Maßnahmen umgesetzt werden. Am Montag hätten sie die zeitweilig geschlossenen Sanitäranlagen wieder geöffnet, erklärt Ute Dietel. Aber es dürfen immer nur zwei Leute gleichzeitig hinein; der übrige Bereich ist abgesperrt. „Es waren in den letzten Wochen aber nicht viele Leute da“, sagt die Platzwartin. Familien mit Kindern habe sicher abgeschreckt, dass die Kinder auf der eigenen Parzelle hätten bleiben müssen, und ältere Leute gehörten zur Risikogruppe.

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