Geflüchtete rennen während ein Feuer im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos brennt.
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Geflüchtete rennen, während ein Feuer im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos brennt.

Es geht um Familien

Waltrop will bis zu 20 Flüchtlinge von Lesbos aufnehmen

  • Jörn Tüffers
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Waltrop erklärt sich bereit, bis zu 20 Flüchtlinge von der griechischen Insel Lesbos aufzunehmen. Darauf hat sich Bürgermeisterin Moenikes mit ihren Kollegen im Verwaltungsvorstand geeingt.

  • Die Bürgermeisterin sagt, die Menschen bräuchten jetzt Hilfe.
  • Es gehe um Familien, die man aufnehmen wolle.
  • Dir Grünen erinnern an den Palermo-Appell.

Die Stadt ist bereit, bis zu 20 Flüchtlinge von der griechischen Insel Lesbos aufzunehmen. Darauf hat sich Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) mit dem Verwaltungsvorstand im Rathaus verständigt. Dies hat sie eigenem Bekunden nach in Unkenntnis eines Appells der Grünen beschlossen, sagte sie unserer Zeitung. Es gehe um Familien, die jetzt Hilfe brauchten.

Platz ist vorhanden

Nach Angaben der Fraktionsvorsitzenden Monya Buß leben in den städtischen Unterkünften nur 70 Flüchtlinge. In Spitzenzeiten seien es in den Sammelunterkünften bis zu 300 Menschen gewesen. Aktuell wohne zum Beispiel niemand in der Unterkunft Lehnemannshof in Waltrop, diese sei renoviert worden und werde für Neuankömmlinge vorgehalten: „Also lasst uns den Platz auch nutzen!“

Für eine „Koalition der Willigen“

Daher sollte Moenikes sich einem Appell an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) anschließen, um die Bereitschaft Waltrops zur Aufnahme von Geflüchteten aus Moria zu signalisieren. Nur mit einer Koalition der „Willigen“ werde eine solidarische, menschenwürdige europäische Lösung zur Aufnahme von Geflüchteten gefunden. Moenikes und der Verwaltungsvorstand hatten sich nach eigenen Angaben schon darauf verständigt, ihre Bereitschaft zu erklären, bevor sie den Appell der Grünen zur Kenntnis genommen hatten.

Forerung nach „fairem Verteilmechanismus“

Buß erinnert daran, dass sich Waltrop 2019 dem Palermo-Appell angeschlossen hatte, der unter anderem einen fairen Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge fordert. Darin hat sich die Stadt auch verpflichtet, mehr Geflüchtete aufzunehmen, als ihr zugewiesen werden.

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