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Ob der Markt in die Fußgängerzone rückt, ist noch nicht entschieden.

Diskussion im Ausschuss

Die CDU will den Marktplatz frei für Autos machen, die Grünen raufen sich da die Haare

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Die CDU will den Wochenmarkt in die Fußgängerzone holen, auch um mehr Autos die Chance auf (freies) Parken auf dem Marktplatz zu geben. Für die Idee gibt’s Gegenwind.

Grünen-Chefin Monya Buß konnte herzlich wenig mit dem Teil des CDU-Antrages anfangen, der darauf abzielt, es Autofahrern auf dem Marktplatz komfortabler zu machen. Vielmehr müsse doch „eine Beruhigung der Fußgängerzone in den Fokus rücken“, sagte Buß in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Dorothee Schomberg (Waltroper Aufbruch) blies ins gleiche Horn: „Das Konzept der CDU ist aus den 70er-Jahren.“ 

Auch die Fahrradständer sind Thema

Es ist eine Gretchenfrage: Soll der Markt in die Fußgängerzone rücken, damit a) mehr Autos auf dem Marktplatz parken können und b) die Fußgängerzone dadurch gleichzeitig attraktiver wird? Die CDU-Fraktion befürwortet das, weshalb sie einen entsprechenden Antrag formuliert hat. So weit die Ausgangslage, die freilich noch um einen nicht unwichtigen Punkt zu ergänzen ist. 

Alle Jahre wieder: Freies Parken 

Denn nach Rechnung der CDU könnte es durchaus sein, dass die Mehreinnahmen durch die neuen Park-Möglichkeiten auf dem Marktplatz dazu führen, dass eine etwas ausgedehntere „Brötchentaste“ wieder eingeführt werden kann. Ganz konkret denkt die CDU an 30 Minuten frei Parken, wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Brausen formuliert. Alle Kommunalwahl-Jahre wieder, könnte der geneigte Bürger sagen. Auch Monya Buß erinnerte prompt daran, das Thema kostenloses Parken noch gut von vor der Kommunalwahl 2014 im Gedächtnis zu haben. Das Ende ist bekannt. Die Grünen-Vorsitzende wies derweil auf die jüngste Umfrage von Stadtmarketing-Chef Mirko Ruschmeyer hin, seines Zeichens CDU-Mitglied. 

Umfrage-Ergebnisse: Alles eine Interpretationsfrage 

Die Umfrage habe doch klar ergeben, dass eine Beruhigung der Fußgängerzone einen Effekt auf das Wohlfühlfaktor und damit die Belebung haben könnte. „Jetzt dafür zu sorgen, dass noch mehr Autos in die Fußgängerzone kommen, ist kontraproduktiv“, unterstrich auch noch einmal Dorothee Schomberg. Dass Autos in der Fußgängerzone nicht wünschenswert seien, dem stimmte auch die CDU zu. Ihre Interpretation der Ruschmeyer-Umfrage: Es gehe um Autos, die unmittelbar durch die Fußgängerzone fahren, nicht um solche, die auf dem Marktplatz parken, sagt Andreas Brausen.

Es wird jetzt alles geprüft

Am Ende einer langen Diskussion stand der Auftrag an die Stadtverwaltung, alle Optionen zu prüfen: Was ist gestalterisch nötig, damit der Markt in die Fußgängerzone rückt? Und was ist nötig, um eine Beruhigung der Fußgängerzone zu erreichen? Hier kam der Vorschlag auf, versenkbare Poller zu installieren. Die seien aber sehr kostspielig, wenngleich auch Bürgermeisterin Moenikes schon bemerkte, dass die aktuelle Situation mit den Autos in der Fußgängerzone nicht gut sei.

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