Der Waltroper Spenglermeister Bernd Niehues steht vor seinem Meisterstück, einem Modell einer Zink-Stehfalz-Dacheindeckung.
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Der Waltroper Bernd Niehues hat gerade seinen zweiten Handwerksmeister als Spengler bestanden. Im Hintergrund: sein Meisterstück, das Modell einer Zink-Stehfalz-Dacheindeckung.

Dachdecker und Spengler

Bernd Niehues hat zwei Meistertitel in der Tasche - und einen großen Plan

  • Martin Behr
    vonMartin Behr
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Seinen Meister zu machen, das ist anstrengend genug. Bernd Niehues aus Waltrop ist 23 Jahre alt und hat gerade schon seinen zweiten Meister gemacht. Er ist jetzt Dachdecker- und Spenglermeister.

Mehr als 100.000 Handwerksunternehmen suchen in den nächsten fünf Jahren einen Nachfolger, erklärt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). „Wer sich rechtzeitig darüber Gedanken macht, hat genügend Zeit, den potenziellen Nachfolger auf seine Rolle vorzubereiten“, schreibt der ZDH und empfiehlt: „Spätestens mit 55 Jahren sollte man sich der Frage stellen, was mit der Firma passiert, wenn man in den Ruhestand geht.“ Klingt fast so, als ginge es hier um den Waltroper Betrieb Heinz-Dieter Niehues Bedachungen. Denn da läuft das gerade genau nach diesem Muster.

Waltroper Familienbetrieb Niehues

Bernd Niehues (23) nämlich, dessen Vater, Senior-Chef Heinz-Dieter Niehues, den Waltroper Familienbetrieb am 1. Januar 1990 gegründet hat, macht sich jetzt so gaaaaanz langsam daran, einmal die Firma zu übernehmen. Bis dahin dauert es freilich noch etwas: Sein Papa ist gerade mal 57 Jahre und denkt noch nicht ans Aufhören, geschweige denn an die Rente. Aber, das weiß nicht nur der ZDH, einen Betrieb mit 17 Mitarbeitern übergibt und übernimmt man nicht mal eben so.

Was macht eigentlich ein Spengler?

Erst einmal aber hat der Junior-Chef gerade seinen Meister gemacht. Seinen zweiten Meister, wohlgemerkt. Er ist nun nicht nur Dachdecker-Meister, sondern seit Kurzem auch Spenglermeister - man sagt auch Klempner, Blechner oder Flaschner dazu. Das sind die Handwerker, die Bleche bearbeiten, sich also beispielsweise mit Dachrinnen, Dächern oder Fallrohren befassen.

Wie Bernd Niehues möglichst viel Praxis-Erfahrung sammeln will, welche Rolle in seinem Job die Bürokratie spielt, was genau ein Spengler tut und wie das Verhältnis zu den erfahrenen Altgesellen ist, das lesen Sie ausführlich am Samstag (19.12.) in der gedruckten Ausgabe der Waltroper Zeitung und im E-Paper.

Um die Ausbildung im Handwerk an junge, ausbildungswillige Menschen zu bringen, hatte übrigens die Stadt Waltrop im Sommer erneut zu einem Ausbildungs-Abend geladen.

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