60 neue Moenikes-Wahlplakate hat die CDU im Stadtgebiet aufgehängt.
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60 neue Moenikes-Wahlplakate hat die CDU im Stadtgebiet aufgehängt.

Plakate, Plakate, Plakate

Absprache gebrochen oder clever ausgelegt? CDU hängt 60 neue Moenikes-Plakate auf

  • Martin Behr
    vonMartin Behr
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Und plötzlich grüßt die Bürgermeisterin von jeder Ecke: Die CDU hat im großen Stil nachplakatiert. Die SPD sieht die Absprache bis ans Limit ausgereizt.

Seit Donnerstag hängen 60 neue Wahlplakate mit dem Gesicht von Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) im Stadtgebiet. Stellt sich die Frage, ob die CDU damit die Vereinbarung unterläuft, die alle Waltroper Parteien vor der Wahl gemeinsam getroffen haben. Es ging um eine freiwillige Beschränkung der Anzahl der Wahlplakate.

Waltroper CDU-Chef verweist auf „Störer" auf den SPD-Plakaten

Der Vereinbarung zufolge darf es in jedem der 18 Wahlbezirke pro Partei nur einen Standort für ein normalformatiges Bürgermeister-Kandidaten-Plakat geben. Die CDU hat diese Grenze überschritten und 60 solcher Plakate in den 18 Bezirken neu aufgehängt, sieht das Abkommen aber trotzdem eingehalten. Die Begründung lautet wie folgt: Da man im Vorfeld gar keine dieser Plakate aufgehängt habe - auch keine für die eigenen Ratskandidaten - könne man nun diese bisher nicht in Anspruch genommenen Kapazitäten nutzen. So erklärt es CDU-Parteichef Ludger Finke sinngemäß. Zudem verweist Finke darauf, dass die SPD ihrerseits Plakate der Ratskandidaten mit sogenannten Störern beklebt, die ebenfalls für die Stichwahl am 27. September und den SPD-Kandidaten werben würden.

Mittelbach sieht wichtigere Probleme

In der Tat hätte die CDU laut Vereinbarung noch weitere zwei Standorte pro Wahlbezirk für Plakate der einzelnen Ratskandidaten nutzen können. Das tat die Partei nicht, weil sie die Ratskandidaten stattdessen mit auf die großformatigen Wesselmänner abdruckte.

SPD-Parteivorsitzender und Bürgermeister-Kandidat Marcel Mittelbach sagt, dass die CDU mit ihrer Bürgermeisterin die getroffene Vereinbarung damit „sehr zu ihren Gunsten auslegt“. Zu viel Raum will er dem Thema aber nicht geben. „Das sind genau die Diskussionen, die wir in Waltrop jetzt nicht brauchen“, findet Mittelbach.

Mehr zum Thema lesen Sie am Samstag (19.9.) im e-Paper und in der gedruckten Tageszeitung in Waltrop.

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