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Der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau meldet sich zum Dicken Dören zu Wort.

Streit um den Dicken Dören

Ringen um Langendorf - Will der Fahrzeugbauer nun nach Dortmund?

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Als "absurd" bezeichnet der Dortmunder OB Ullrich Sierau die Gerüchte aus Waltrop. Er hat eine ganz andere Sicht zur Groppenbruch-Ansiedlung des Fahrzeugbauers Langendorf.

Das Ringen um den Standort des Waltroper Fahrzeugbauers geht in eine neue Runde. In Waltrop kursieren allerhand Gerüchte, was die Stadt Dortmund mit ihrem Gegenwind bezwecken möchte. Seit längerem wehren sich die Anwohner. Aber auch die Dortmunder Politiker scheinen mit ihrem Handeln klare Interessen zu verfolgen. Andreas Brausen, der für die CDU im Waltroper Stadtrat sitzt, hatte zuletzt von einem Eigeninteresse der Stadt Dortmund an einer Ansiedlung Langendorfs auf ihrem Stadtgebiet gesprochen. 

Stadt Dortmund widerspricht Mutmaßungen

Wohl aufgrund dieser Äußerung äußerte sich die Dortmunder Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau zur Langendorf-Ansiedlung im Gewerbegebiet an der Straße "Dicker Dören" an der Grenze zum Dortmunder Stadtteil Groppenbruch. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Stadt Dortmund widerspricht Mutmaßungen in der Waltroper Kommunalpolitik, sie verfolge mit ihrer Haltung gegen die Pläne für ein Gewerbegebiet im ,Dicken Dören’ eigene Interessen, um einem Waltroper Fahrzeugbau-Unternehmen einen Standort in Dortmund schmackhaft zu machen.“  

Sierau: "Das ist völlig absurd"

Ullrich Sierau: „Das ist völlig absurd. Wir verfolgen kein Ansiedlungsinteresse. Es gibt auch kein Angebot an das Unternehmen. Die ablehnende Position Dortmunds bezüglich eines Gewerbegebiets im ,Dicken Dören’ ist allein durch den notwendigen Schutz des Freiraums und der Groppenbrucher Bevölkerung begründet.“ Schon in der Stellungnahme zum Planverfahren für ein Gewerbegebiet im „Dicken Dören“ hatte sich die Stadt Dortmund dagegen ausgesprochen, so heißt es. Die Verwaltung habe erhebliche Bedenken aus planungs- und naturschutzfachlicher Sicht angesprochen. 

Fahrzeugbauer Langendorf in der Region halten

Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) dagegen berichtet, dass aus dem bisher erfolgten Schriftverkehr durchaus deutlich werde, dass die Stadt Dortmund Interesse an einer Ansiedlung von Langendorf gehabt habe. Sie wertete es als positives Zeichen für Waltrop, dass Dortmund nun von diesem Plan Abstand zu nehmen scheint. Detlev Dick, Fraktionschef der SPD in Waltrop, beteuert aus erster Hand zu wissen, dass es Ullrich Sierau darum gehe, dass Langendorf in der Region – nicht in Dortmund – bleibe. Dies sei wichtig, um die Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten. Langendorf wolle gar nicht auf das Gelände des Kraftwerks Knepper, das zuletzt als mögliche Alternative für den Fahrzeugbauer genannt worden war.

Mehr zurDiskussion über die Langendorf-Umsiedlung lesen Sie hier.

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