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Ein Heißluftballon war Mitte Juni auf der Brockenscheidter Straße gelandet.

Rückblick

Von schlimmen Einsätzen, Beschimpfungen und tollen Momenten: das Waltroper Feuerwehr-Jahr

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Ein überhitzter Gastank, massenhaft umknickende Bäume, ein Hund, der aus einem brennenden Haus gerettet werden musste – die Feuerwehr Waltrop hatte 2019 allerhand zu tun.

Nein, einen "absoluten Ausreißer" habe es nicht gegeben, sagt Feuerwehr-Sprecher Jochen Möcklinghoff beim Rückblichsgespräch mit unserer Redaktion. Aus Feuerwehr-Sicht wohlgemerkt. Dass auch „kleinere“ Einsätze für die jeweils Betroffenen persönlich eine größere Sache sind, sei unbestritten.

Explosive Einsätze

Explosiv waren in diesem Jahr gleich mehrere Einsätze. Im April etwa rief eine Explosion in einem Wohnhaus am Nordring die Einsatzkräfte auf den Plan. Heilfroh waren alle Beteiligten, dass nicht nur alle Bewohner aus dem Haus kamen, sondern in letzter Minute auch ein Hündchen gerettet werden konnte.

Respektlosigkeiten und Beschimpfungen

Im Juli war es ein überhitzter Gastank an der Borker Straße, bei dem glücklicherweise das Sicherheitsventil funktionierte. Oder der Einsatz Ende Mai an der Bahnhofstraße: Dort kappte ein Baggerfahrer eine Gasleitung. Bei letzterem Einsatz aber trat einmal mehr auch das zutage, womit Feuerwehr und andere Einsatzkräfte heute vielfach zu kämpfen haben: mit der Respektlosigkeit mancher Mitmenschen. Die Straße und auch der Edeka-Parkplatz mussten seinerzeit gesperrt werden. Das aber war für einige wohl schon zu viel; sie beschimpften die Einsatzkräfte. Beschwerden über laufende Motoren von Feuerwehr-Fahrzeugen oder zu laute Sirenen – die Mecker-Liste ist lang.

Umsichtige Ersthelfer

Es gebe aber auch viel Positives, sagt Jochen Möcklinghoff. Wie umsichtig beim schweren Verkehrsunfall an der Ickerner Straße im November die Ersthelfer agiert hätten, sei vorbildlich gewesen. Ein Verkehrsteilnehmer habe die Schiebetür seines Bullis geöffnet, so dass sich die Verletzten erst einmal hineinsetzen konnten.

Schnelle Hilfe für "Mr. Brown" 

Oder der Tag, an dem die Feuerwehr Berner-Sennenhund "Mr. Brown" und sein Herrchen aus dem Kanal rettete. Ein Radfahrer hatte sich gekümmert, bis die Wehr eintraf, und sagte später gegenüber den Einsatzkräften: „Ihr wart so schnell da! Als ich euer Martinshorn gehört habe – das war wie Musik in meinen Ohren.“ Einige Tage nach seiner Rettung haben wir "Mr. Brown" übrigens noch einmal getroffen.

Spektakuläre Ballon-Landung

Oder die spektakuläre Ballon-Notlandung auf der Brockenscheidter Straße, die glimpflich ausging: „Wenn man, wie in diesem Fall, sieht, es ist kein Mensch verletzt, fallen einem 80 Prozent der Steine schon mal direkt vom Herzen“, sagt Jochen Möcklinghoff.

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