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Helmut Witte (li.) und Detlef Kipar in ihrem Ladenlokal an der Hochstraße.

Nach Wegzug-Ankündigung

Schaden Kodi, Tedi und Co. einer Innenstadt? Elektro-Experte hat dazu eine klare Meinung

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Die schlechten Nachrichten aus der Waltroper Innenstadt reißen nicht ab. Nun verlässt einer der letzten inhabergeführten Fachhändler Waltrop, um in einer Nachbarstadt neu anzufangen.

  • Elektro-Fachhändler Witte & Kipar verlässt Waltrop
  • Neustart in Datteln an der Castroper Straße
  • Waltroper Füßgängerzone "ist tot"

Update, 6.2., 12.22 Uhr:

Helmut Witte hat in puncte Fußgängerzone noch etwas festgestellt: „Seitdem Edeka am Markt weg ist, hat sich der Lauf verändert.“ Viele Leute, die zum Einkaufen kommen, würden nicht mehr auf dem Marktplatz, sondern auf dem Parkplatz hinter dem Edeka parken. Was auf der einen Seite verständlich sei, weil man dort mit Parkscheibe kostenlos stehen kann, habe einen Nachteil. „Niemand geht mehr hoch in die Fußgängerzone, die Wege sind zu weit.“

Schaden Discount-Ketten den Innenstädten?

Detlef Kipar zitiert aus Branchen-Fachzeitschriften, die sich intensiv mit der Entwicklung der Innenstädte beschäftigt haben. Daraus gehe zum Beispiel hervor, dass große Discount-Ketten wie Action, Kodi und Co. den Innenstädten schaden würden. „Für Hausbesitzer ist das auf der anderen Seite natürlich gut, weil sie sichere Einnahmen haben.“

In Waltrop gibt es diese Entwicklung

Auch in Waltrop gibt es diese Entwicklung nachweislich. Von der Hand zu weisen ist nicht, dass diverse inhabergeführte Geschäfte die Segel gestrichen haben, seitdem Kodi, Tedi, 1-Euro-Shop oder Action da sind. Erinnert sei an den Creativ-Laden (Ende 2018), an das Deko-Geschäft von Christiane Vedder (2017), auch an Haushaltswaren Breddemann (Ende 2014).

Elektro-Fachhändler Witte & Kipar verlässt die Waltroper Innenstadt.

Was wir zunächst berichteten (4.2.):

Einer der letzten inhabergeführten Fachhändler verlässt Waltrop: Elektro-Spezialist Witte & Kipar schließt sein Geschäft an der Hochstraße 98, um in Datteln auf der Castroper Straße 42 neu durchzustarten.

Onlinehandel ist schlimmer als Medi-Markt und Saturn

Die Entwicklung der Waltroper Innenstadt, der boomende Onlinehandel („Media-Markt und Saturn sind nicht das Problem“) und eine Miet-Verdopplung nach einem Eigentümer-Wechsel ihres Geschäftslokals zwingen Helmut Witte und Mitgesellschafter Detlef Kipar zum Handeln.

Elektro-Fachhändler Witte & Kipar verlässt die Waltroper Innenstadt.

Waltrops "Fußgängerzone ist tot"

Die beiden Unternehmer werfen derweil einen durchaus kritischer Blick auf die Innenstadt. „Unsere Fußgängerzone ist leider tot“, sagen sie. Dass eine Überplanung durch Fachbüros da helfen kann, das hält Helmut Witte für ziemlich ausgeschlossen. „Hier müsste was ganz anderes passieren“, sagt er...

Was in Wittes Augen passieren müsste und wie sich die Ansiedlung von Discount-Märkten wie Tedi, Kodi und Co. auf Innenstädte auswirkt, lesen Sie neben einem Kommentar von Martin Behr am Dienstag (4.2.) in der WZ und im e-Paper.

Lesen Sie hier: Rückblick auf Waltroper Innenstadt-Geschäfte, die es nicht mehr gibt:

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