Hier ist der Waltroper Christoph Korte im Nyhavn, einem zentralen Hafen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.
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Hier ist der Waltroper Christoph Korte im Nyhavn, einem zentralen Hafen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

„Was macht eigentlich...?“

Waltroper Ruder-Goldmedaillengewinner von 1990: Christoph Korte lebt heute auf Fehmarn

  • Christine Horn
    vonChristine Horn
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Der Waltroper Christoph Korte (54), Ruder-Goldmedaillengewinner von 1990, lebt mittlerweile auf der Ostsee-Insel Fehmarn und arbeitet an der Uni von Kopenhagen.

Es war der 4. November 1990, als Christoph Korte und seine Teamkollegen aus dem renommierten Deutschland-Achter plötzlich im Fokus der weltweiten Sport-Öffentlichkeit standen. „Das Medien-Interesse damals war riesengroß“, erinnert sich der heute 54-Jährige nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Ruder-Weltmeisterschaften auf Tasmanien.

Zwei Jahre zuvor, bei Olympia in Seoul, war der Waltroper, der lange für den RV Waltrop startete, dann aber zum RC Hansa Dortmund wechselte, Ersatzmann für den Achter. Im Vierer mit Steuermann belegte er 1988 den siebten Platz. Zwei Jahre später folgte die Nominierung für den Achter.

Ruderer aus Waltrop: Ungeschlagen auf den Weg nach Tasmanien

Und speziell die Saison 1990 lief hervorragend für das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes, ungeschlagen machten sie sich auf den Weg nach Tasmanien, welches ein vom Festland getrennter Bundesstaat Australiens ist. Auf das kanadische Boot, das ebenfalls zuvor von keinem Konkurrenten besiegt worden war, traf der Deutschland-Achter erst im WM-Finale. Bundestrainer Ralf Holtmeyer gab eine nie zuvor umgesetzte Renntaktik vor. Und diese ging voll auf: So gewann das Boot Deutschland West vor Kanada und dem Boot Deutschland Ost.

Pendeln mit dem Schiff

1992 hörte Christoph Korte, der in Waltrop geboren wurde, mit dem Leistungssport auf. Er beendete sein Geologie-Studium und promovierte 1999 in Bochum. Seit 2009 hat Christoph Korte eine Professur an der Universität von Kopenhagen. Der 54-Jährige lebt auf der Ostsee-Insel Fehmarn und pendelt mit dem Schiff und dem Zug zwischen der dänischen Hauptstadt und seinem Zuhause. Der einstige Hochleistungssportler hat sich derweil als Yoga-Lehrer ausbilden lassen.

Yoga für die Olympia-Mannschaft

Im Juni dieses Jahres bot sich Christoph Korte beim Deutschen Ruderverband als Yoga-Lehrer an. Hier speziell, um den aktuellen Deutschland-Achter zu betreuen. Sollte Olympia 2021 in Tokio stattfinden und der aktuelle Deutschland-Achter dort starten, könnte Christoph Korte per Internet für die Crew des Achters von überall auf der Welt aus die Yoga-Übungen anleiten. Dann würde er von Fehmarn aus die Daumen drücken. Damit hoffentlich wieder solch ein herausragendes Ergebnis herausspringt wie damals, am 4. November 1990 auf Tasmanien…

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