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Immer engagiert: das "Kommando 102".

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Tönnies-Aussage: Jetzt äußert sich auch das "Kommando 102" 

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Die Äußerungen von Schalke-Boss Clemens Tönnies schlagen weiter hohe Wellen auch in der Waltroper Fan-Szene.  Jetzt äußert sich das "Kommanda 102".

Der Fanclub  „Kommando 102“ habe stets gegen Rassismus und für Integration auf vielerlei Ebenen gestanden, sagte Vorsitzender Stephan Oberkönig und verwies unter anderem auf das Engagement des Fanclubs für den Natur- und Begegnungsbauernhof und die Lebenshilfe. Die Äußerungen von Tönnies verstießen eindeutig gegen das Leitbild des Vereins und seien zu verurteilen. Zugleich machte Oberkönig aber auch deutlich: „Tönnies wird sich in dem Moment, nachdem er das gesagt hat, vor Ärger über sich selbst in den Hintern gebissen haben.“ 

"Den Fehler eingestanden"

Wenn man einen Fehler gemacht habe, dann müsse man ihn eingestehen. Das habe Tönnies getan. Er wolle nicht darüber richten, welche konkreten Konsequenzen der Aufsichtsratsvorsitzende nun aus seinem Verhalten ziehen müsse. Diejenigen, die Tönnies nun hart angingen, sollten sich nach Meinung von Oberkönig fragen, wie sie selbst mit eigenen Fehlern umgingen. Bekanntlich lässt Tönnies sein Amt für drei Monate ruhen, es gab aber auch Forderungen nach einem Komplett-Rückzug.

Das "Kommando 102" hatte sich immer wieder zu Vereins-Belangen zu Wort gemeldet, unter anderem zum umstrittenen Tickethändler Viagogo. 

Das hatten wir zuvor berichtet:

Der Waltroper Schalke-Fanclub "GEsocks" meint, dass bei der Afrika-Äußerung von Clemens Tönnies alle Merkmale von Rassismus erfüllt sind. Das schreibt der Fanclub bei Facebook.

Der mächtige Club-Chef des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 hatte in einer Rede Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert und empfohlen, lieber 20 Kraftwerke in Afrika zu finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren." Das Thema beschäftigt das Umfeld des Vereins seither, Tönnies lässt sein Amt für drei Monate ruhen.

Schalke-Fanclub in Waltrop: "Heute widersprechen mehr Leute"

Der Waltroper Fanclub schreibt nunauf seiner Facebook-Seite, man sehe in dieser Äußerung alle Merkmale des Rassismus erfüllt. Er sagt aber auch ausdrücklich: Man stufe Tönnies selbst nicht als Rassisten ein. Seine Aussagen jedoch eben als rassistisch. Man lese im Netz viele Fan-Äußerungen nach dem Motto "Wenn das schon Rassismus ist" und man dürfe "ja nichts mehr sagen". 

Dazu der Fanclub deutlich: "Ihr liegt falsch. Solche Dinge waren schon immer rassistisch. Nur heute widersprechen viel mehr Leute. Nicht wir, die den Rassismus ansprechen, sind das Problem, sondern diejenigen, die ihn als normal ansehen.“ Auch Claudia Fischer vom Fanclub "Königsblaues Vest" kritisiert Tönnies' Aussage scharf. Austritte haben aber beide Fanclubs bisher nicht zu verzeichnen.

In Oer-Erkenschwick stärkt Schalke-Edelfan Burkhard Stankowski S04-Boss Tönnies den Rücken - aus einem überraschenden Grund.

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