Fünf Kinder und die Integrationshelferin Miriam Zaiak lernen im Rahmen der Notbetreuung im Computerraum der Gesamtschule in Waltrop. Mit im Bild ist Lehrerin Karen Kuhr, die Aufsicht hat.
+
Am Dienstag Vormittag hatte Karen Kuhr (l.) die Aufsicht über fünf Kinder in der Notbetreuung in der Gesamtschule. Zudem wurde Leonie (r.) von ihrer Integrationshelferin Miriam Zaiak begleitet.

Distanzunterricht an den Schulen

74 Familien nehmen das Angebot der Notbetreuung der Waltroper Schulen in Anspruch

  • Christine Horn
    vonChristine Horn
    schließen

UPDATE: Nicht alle Familien können ihre Kinder während des Distanzunterrichts zu Hause betreuen. Insgesamt 74 Familien nehmen daher das Angebot der Notbetreuung in Anspruch. Wir besuchten die fünf Kinder an der Gesamtschule.

Leonie, Lynn, Maik, Ben und Jalan (alle 11 Jahre alt) sind Schüler der fünften und sechsten Klasse an der Gesamtschule, die rund 1000 Kinder besuchen. In dem 100 Quadratmeter großen Computerraum bearbeiten sie ihre Aufgaben und nehmen an Video-Konferenzen teil. Da die Rechner im Computerraum jedoch keine Kamera haben, verfolgen sie den Distanzunterricht ihrer Lehrer mit den anderen Schulkameraden auf ihren Handys. Deren Benutzung ist längst erlaubt, in diesen Zeiten gar ausdrücklich erwünscht.

Kinder werden betreut, aber nicht „beschult“

In dieser Schulstunde hat Karen Kuhr, Lehrerin für Kunst und Sport, die Aufsicht. Sie hat die Aufgabe, die Kinder anzustupsen, falls die Gedanken mal abschweifen sollten. Oder es gibt auch mal einen freundlichen Hinweis, wenn sie sieht, dass etwas auf den Bildschirmen zu sehen ist, was nichts mit dem Unterricht zu tun hat. Eine allgemeine Frage würde sie bei Bedarf auch beantworten. Eins-zu-Eins-Unterricht wird jedoch nicht erteilt.

Ohne Angabe von Gründen

Hartmut Nürnberg, kommissarischer Schulleiter, hatte sich auf alle Eventualitäten eingestellt, wusste er schließlich nicht, wie viele Familien die Betreuung in Anspruch nehmen würden. Zumal: Diesmal mussten die Eltern keinen Grund angeben, warum sie ihre Kinder in die Schule schicken würden. Während des ersten Lockdowns war das noch anders, da mussten die Eltern einen sogenannten systemrelevanten Beruf ausüben.

Hier der Überblick über die Betreuungszahlen aller Waltroper Schulen:

Grundschulen: August-Hermann-Francke-Schule 8, Kardinal-von-Galen-Schule 23, Lindgren-Schule 9 (Haus 1) bzw. 22 (Haus 2)

Weiterführende Schulen: Theodor-Heuss-Gymnasium 1, Realschule 4, Gesamtschule 5

Förderschule: Schule Oberwiese 2

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch, 13. Januar, in der gedruckten Zeitung und im E-Paper der Waltroper Zeitung.

Das hatten wir ursprünglich berichtet: Am Montag Morgen ging es auch für die Waltroper Schülerinnen und Schüler in den Distanzunterricht. Die Anforderungen an die Familien - und die Lehrer und Lehrerinnen - sind hoch. Ein Beispiel dafür ist Familie Ruthen. Vater Jens und Mutter Verena sind beide berufstätig. Ihr Organisationstalent ist gefragt, denn es gilt, ihre siebenjährigen Erstklässler-Zwillinge Lena und Hanna zu betreuen.

Noch in der Nacht Arbeitsblätter ausgedruckt

Es ging schon gut los am Morgen: Als Schüler und Eltern die Lernplattformen öffneten, um mit dem Distanzunterricht zu starten, lief mancherorts wenig bis gar nichts. So auch bei Familie Ruthen: Als Mutter Verena die Lernplattform „Pedlet“ öffnete, gab es eine Fehlermeldung. Wie gut, dass sie am Sonntag noch eine Nachtschicht eingelegt hatte. „Ich habe so viele Arbeitsblätter wie möglich ausgedruckt. Dass unser Drucker zwischenzeitlich noch gezickt hat, dafür kann niemand was. Aber ich saß bis halb eins dran.“

Tagesstruktur beibehalten

Am Montag Morgen klingelte um 7 Uhr der Wecker. „Es ist wichtig, eine Tagesstruktur zu haben“, ist Vater Jens überzeugt. Der Finanzbeamte kann während der Corona-Pandemie von zu Hause arbeiten, Verena Ruthen arbeitet in einer Apotheke – jeweils von Mittwoch bis Freitag.

Der dringendste Wunsch: „Dass Corona weggeht“

Zum Start des Distanzunterrichts war sie für die Betreuung zuständig. Hanna und Lena waren unter anderem damit beschäftigt, Ballons mit Wünschen für das neue Jahr auszumalen. „Dass Corona weggeht“, war hierbei Hannas dringendster Wunsch.

Schüler müssen viel Geduld mitbringen

Auch Kinder und Jugendliche, die weiterführende Schulen in Waltrop besuchen, beklagten am Montag oftmals die Nichterreichbarkeit der Lern-Plattformen, über die sie ihre Aufgaben bekommen sollten. Manche von ihnen mussten beim Herunterladen der Infos viel Geduld mitbringen. Derweil meldete die Stadt am Montag 73 Kinder, die die Notbetreuung in den Schulen in Anspruch nahmen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der gedruckten Zeitung von Dienstag, 12. Januar, und im E-Paper.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Telefonbetrüger erbeuten von einer Seniorin Bargeld und Schmuck
Telefonbetrüger erbeuten von einer Seniorin Bargeld und Schmuck
Telefonbetrüger erbeuten von einer Seniorin Bargeld und Schmuck
Coronavirus in Waltrop: Vier weitere Todesfälle - der Inzidenzwert steigt auf 129,6
Coronavirus in Waltrop: Vier weitere Todesfälle - der Inzidenzwert steigt auf 129,6
Coronavirus in Waltrop: Vier weitere Todesfälle - der Inzidenzwert steigt auf 129,6
Drogeriemarkt zieht um - die Eröffnung ist für den Frühsommer geplant
Drogeriemarkt zieht um - die Eröffnung ist für den Frühsommer geplant
Drogeriemarkt zieht um - die Eröffnung ist für den Frühsommer geplant
Im Waltroper Osten geht eine Ära zu Ende - Brigitte Springer hört auf
Im Waltroper Osten geht eine Ära zu Ende - Brigitte Springer hört auf
Im Waltroper Osten geht eine Ära zu Ende - Brigitte Springer hört auf
Christiane Vedder schließt zum Jahresende
Christiane Vedder schließt zum Jahresende
Christiane Vedder schließt zum Jahresende

Kommentare