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Warb mit dem Wort „Zukunftssicherung“ ebenfalls für die Fusion mit Dortmund: Aufsichtsrats-Vorsitzender Harald Lamprecht.

Ein neuer Banken-Riese

Fusion der Volksbanken Waltrop und Dortmund ist besiegelt - so geht es jetzt weiter 

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Jetzt ist amtlich, was alle erwartet haben: Auch die Vertreterversammlung der Volksbank Dortmund hat der Fusion mit der Volksbank Waltrop zugestimmt. 

  • 235 Mitgliedervertreter haben am Donnerstag (21.11.) bei der Außerordentlichen Vertreterversammlung der Volksbank Waltrop in der Stadthalle Waltrop für die Fusion gestimmt, es gab drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung
  • Zum Geschäftsgebiet der Volksbank Waltrop gehören auch die Städte Datteln, Oer-Erkenschwick, Lünen-Brambauer und Henrichenburg
  • Nun hat auch die Versammlung der Dortmunder Volksbank nachgezogen

Update, 29.11., 11.24 Uhr:

Die Verschmelzung der Volksbanken Waltrop und Dortmund zum 1. Januar 2020 ist nun amtlich. Die Vertreterversammlung der Volksbank Dortmund hat mit einem 100-Prozent-Votum für die Fusion gestimmt. Die neue Großbank steigt damit zur drittgrößten Volksbank in Deutschland auf mit einer Bilanzsumme von rund 7,8 Milliarden Euro. Rechtlich wirksam wird die Fusion allerdings erst, wenn die Eintragung ins Genossenschaftsregister geschehen ist. Das wird vermutlich im Juli nächsten Jahres sein.

Keine Entlassungen und fünfjähriger Kündigungsschutz

Fusionsbedingte Entlassungen gibt es nicht. Ein Kündigungsschutz ist im Verschmelzungsvertrag über fünf Jahre festgeschrieben. Allerdings werden in den kommenden Jahren rund 50 frei werdende Arbeitsplätze nicht neu besetzt, weil man „Fusionseffekte“ nutzen will. Die bisherigen Dortmunder Filialen in Ickern und Brambauer gibt es nicht mehr, sie werden in die dortigen Filialen der Volksbank Waltrop integriert. 

Technische Herausforderungen

Die technische Verschmelzung wird unterdessen noch einige Herausforderungen mit sich bringen. Ludger Suttmeyer geht davon aus, dass es zum Beispiel bei Kontonummern Dopplungen geben wird. Bevor es hier Änderungen gibt, werden noch einige Monate vergehen.

Was wir zunächst berichteten (21.11.)

Alle 351 Mitglieder-Vertreter hatte die Waltroper Volksbank eingeladen, rund 260 Zusagen hat es im Vorfeld gegeben. 242 Vertreter sind schließlich tatsächlich der Einladung gefolgt und in die Waltroper Stadthalle gekommen. 235 gaben ihre Stimme für die Fusion ab, drei stimmten mit "Nein", eine Enthaltung kam dazu, und drei Vertreter hatten bereits vor der Abstimmung den Saal verlassen. 

Vonseiten der Volksbank Waltrop spricht nun also nichts mehr dagegen, dass die Verschmelzung mit der wesentlich größeren Volksbank Dortmund vorangetrieben werden kann. Eine Dreiviertelmehrheit hatte es mindestens gebraucht. 

Ein Blick in den Saal: An insgesamt 351 Vertreter sind die Einladungen zur Fusions-Versammlung verschickt worden.

Die beiden Volksbank-Vorstände Ludger Suttmeyer und Gregor Mersmann hatten zuvor in einem knapp eineinviertelstündigen Vortrag noch einmal alle Hintergründe und Vertragsdetails dargelegt. Eine kurze Diskussion schloss sich an, jedoch blieb es bei nur einer kritischen Stimme. Suttmeyer und Mersmann hatten im Vorfeld auf breiter Ebene dafür geworben, der Fusion zuzustimmen.

Waltroper Volksbank-Vorstände warben um Zustimmung

Was die Volksbank Waltrop angeht, deren Verbreitungsgebiet Waltrop, Datteln, Oer-Erkenschwick, Lünen-Brambauer und Henrichenburg umfasst, geht es um nicht weniger als die Zukunft von 175 Mitarbeitern und rund 34.500 Kunden. Nun muss die Dortmunder Mitgliederversammlung am kommenden Montag (25.11.) über die Fusion mit Waltrop abstimmen. 

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