Den Anblick dieser Maschine hat Dr. Arnulf Siebeneicker, Leiter des Hebewerk-Museums in Waltrop, nicht mehr lange. Sie wird abgebaut, weil sie nicht original in der Maschinenhalle stand. 
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Den Anblick dieser Maschine hat Dr. Arnulf Siebeneicker, Leiter des Hebewerk-Museums in Waltrop, nicht mehr lange. Sie wird abgebaut, weil sie nicht original in der Maschinenhalle stand. 

Schiffshebewerk-Museum

Warum diese Riesen-Maschine bald nicht mehr in Waltrop zu sehen ist

  • Anna Lisa Oehlmann
    vonAnna Lisa Oehlmann
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Im Schiffshebewerk-Museum Waltrop bleibt bald kein Stein mehr auf dem anderen - im übertragenen Sinn. Die Dauerausstellung wird komplett umgebaut. Kosten: 950.000 Euro.

Sie stammt von 1992, hat mithin schon fast drei Jahrzehnte auf dem Buckel, die Dauerausstellung im Schiffshebewerk-Museum. Zeit für einen "frischen Anstrich". Der wird allerdings eher zu einem teilweisen "Abriss" - und eine knappe Million kosten. Aber von vorn! 

Weniger Vitrinen und mehr interaktive Angebote, audio-visuelle Medien und Touchscreens geben, dazu zwei riesige, fahrbare Bildschirme - das sind die Eckdaten der neuen Ausstellung, an der Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker und seine Mitarbeiter gerade werkeln. 

Maschinen kommen von Waltrop nach Dortmund

Aus der Maschinenhalle werden alle Exponate verschwinden. Jedenfalls alle, die dort, als sie noch in Funktion waren, nicht gestanden haben. Denn: „Die Maschinen bieten zwar ein schönes Ambiente, gehören da aber nicht rein“, sagt Dr. Arnulf Siebeneicker. Die Maschinen wegzubekommen - sie sollen in Dortmund eingelagert werden - wird allerdings gar nicht so einfach: Man müsse aufwendig das Betonfundament wegsprengen, die Maschinen auseinanderbauen, damit sie durch die Türen passen, und wieder originale Fliesen für die Lücken im Boden finden. 

Edelstahl-Linien zeigen die ehemaligen Standorte

An den freien Stellen werden mittels Edelstahl-Linien auf dem Boden die Umrisse der ehemaligen Maschinen angebracht. Auf einem Bildschirm können Besucher dann Umriss und Gestalt der Maschine und auch den Kraftfluss sehen: Wo lief der Dampf entlang? Wie hat er Kolben und Zylinder und am Ende das Schwungrad zur Stromerzeugung in Gang gesetzt? All das soll die neue Darstellungs-Technik veranschaulichen. 

Eintrittspreis des Museums wird reduziert

Ab 1. April sollen Kessel- und Maschinenhaus geschlossen werden. Die Idee sei, dass beides zu den Osterferien Ende März 2021 wieder eröffnet werde. In dieser Zeit reduziert sich der Museumseintritt für Erwachsene von fünf auf 3,50 Euro. Das Oberwasser ist vom Umbau nicht betroffen.

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