Heinrich Vedder betreibt die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes im Abdinghof in Waltrop.
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Heinrich Vedder betreibt die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes im Abdinghof in Waltrop.

Wetterstation im Abdinghof

Spinnweben statt Niederschlag im Regenmesser - Was das für Waltroper Landwirte bedeutet

  • Anna Lisa Oehlmann
    vonAnna Lisa Oehlmann
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Auf einige Bauernregeln ist Verlass, weiß Landwirt Heinrich Vedder. Als Betreiber der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes ahnt er, wie das Wetter in den nächsten Wochen wird.

Die Erfahrung hat Landwirt Heinrich Vedder gelehrt: Wie das Wetter am Siebenschläfer-Tag (27. Juni) ist, in etwa so hält es sich die nächsten sieben Wochen. Auch der Austausch mit den Nachbarn hat das bestätigt. 

Wetterstation in Waltrop

Mit dem Wetter kennt er sich aus. Auf dem Pferdehof betreibt er auf einem abgesperrten Areal die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes für Waltrop. Dort wird der Regen erfasst, genauso wie die Temperatur fünf Zentimeter über dem Boden und die in luftigen zwei Metern Höhe. Dieser Sensor erfasst auch die Luftfeuchtigkeit. Einen Windensor gibt es allerdings nicht. Dafür stehen zu viele Bäume im Umkreis. Diese könnten das Ergebnis verfälschen. 

Bauernregeln für Juni

Für unsere Bauernregel-Serie stand uns der 72-jährige Waltroper gern als Experte zur Verfügung. Denn sowohl als Hobbywetterforscher als auch als Bauer kennt er sich aus. 

Die Prognose des Siebenschläfers bedeutet: Es bleibt warm! Denn an diesem Tag hat die Station am Abdinghof zwischen 14,5 und 25,5 Grad Celsisus gemessen. Geregnet hat es auch nicht. Wobei sich das ja nach Samstag schon wieder erübrigt hat... 

Ernte durch Trockenheit beeinträchtigt

Die erste Heuernte Anfang Juni sei noch gut gegangen, so Vedder. Aber bereits Ende des Monats habe sie nur noch etwa 20 Prozent davon eingebracht. Für die Gerste sieht es gut aus. Bei der Bauernregel „Hat Antonius (13. Juni) starken Regen, geht’s mit der Gerste wohl daneben“, steht bei 0,2 Liter je Quadratmeter wohl eher nichts im Weg. 

Wie die bisherige Ernte aussieht, lesen Sie hier.

Gewitter im Juni

 „Gibt’s im Juni Donnerwetter, wird gewiss das Getreide fetter.“ Heinrich Vedder meint: „Das kann man sich so passend machen“ Ob das so hinkommt, muss in den kommenden Wochen beobachtet werden, denn Gewitter gab es im Juni so einige.

Eine weitere Wetterseite betreibt Rainer Görgen. 

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