Eine Frau und ein Mann am Tisch. In der Mitte ein Hund, der Leckerli bekommt.
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Bernadette Sümpelmann zeigt die Schützenkette vom Altenheim-Schützenfest. Hündin Fena, die regelmäßig mit Sümpelmanns Nachfolger Ingo Wieckhorst zur Arbeit kommt, findet Leckerlis wesentlich interessanter.

Bernadette Sümpelmann im Ruhestand

Wie sie fast drei Jahrzehnte das Altenheim St. Peter prägte

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Nach 29 Jahren im Altenheim St. Peter hat sich Leiterin Bernadette Sümpelmann in den Ruhestand verabschiedet. Ein bewegtes Berufsleben.

Bernadette Sümpelmann findet es wichtig, die Perspektive der Altenheim-Bewohner zu kennen – zu wissen, was sie gelassen sehen und was sie wirklich umtreibt oder gar belastet. Nicht immer liegt man richtig, wenn man nur vermutet. Da hilft es, wenn man, wie die gebürtige Waltroperin, eine pflegerische Ausbildung hat. Da machte sie ganz unterschiedliche Erfahrungen an ihren verschiedenen Arbeits-Stationen. Am Prosper-Krankenhaus in Recklinghausen, sagt sie, habe sie es mit einem jener „Halbgötter in Weiß“ als Arzt zu tun gehabt, mit deren ethischer Haltung sie nichts anfangen konnte, weil sie sich wenig um den Willen des Patienten scherte.

Sie leistete Pionierarbeit

Das war nicht ihre Herangehensweise – und so war sie froh, dass sie als Pflegedienstleiterin im Altenheim St. Peter anfangen durfte – in Zeiten, als die Geriatrie als medizinisches Fach in Deutschland noch neu war: Ein ausführliches Konzept dazu wurde erst 1991 von einer Expertenkommission erstellt. Bernadette Sümpelmann leistete also in Waltrop Pionierarbeit.

Kontakt zum Motorradclub

Stets war ihr auch wichtig, dass sich die Bewohner – fast alle Ur-Waltroper – am sozialen Leben in der Stadt teilnehmen können. Schlagzeilen machten die Fahrten der St.-Peter-Senioren im Motorrad-Beiwagen. Entstanden sei das, erzählt Bernadette Sümpelmann, weil man einen Ausflug zu Manufactum geplant und einen Ort fürs anschließende Kaffeetrinken gesucht habe. Eine Mitarbeiterin habe dann beim benachbarten Motorradclub an der Sydowstraße gefragt, ob man die Räume nutzen dürfe. Daraus entstand viel mehr: nicht nur eine regelmäßige gemeinsame Kaffeerunde, sondern auch die Beiwagen-Fahrten. Mancher Senior kam so wieder als Motorrad-Beifahrer zu dem Haus, in dem er vor dem Umzug ins Altenheim gelebt hat – da war bei den Nachbarn oft ein großes Hallo angesagt.
Auch die „Erfindung“ des Schützenfests im Altenheim fällt in ihre Zeit als Chefin.

Mehr über Bernadette Sümpelmann und darüber, wer ihr Nachfolger ist, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe der Waltroper Zeitung und im E-Paper.

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