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Die Betriebsanlagen der Zeche Waltrop im Jahr 1976 aus der Vogelperspektive: Links im Bild liegt die Sydowstraße; die Gleisanlagen sind heute längst verschwunden.

Fest auf dem Zechengelände am 28.6.

Das 40-Jährige des Bergbau-Endes wird groß gefeiert

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Waltrop - Eigentlich ist exakt der 29. Juni der Stichtag, an dem im Jahre 1979 der Bergbau in Waltrop sein Ende fand. Das 40-Jährige wird allerdings am 28. Juni gefeiert, denn am 29. findet die Extraschicht statt, und da würde man sich ja nur Konkurrenz machen. Und so wird am 28. Juni einiges geboten sein auf dem Zechengelände - vom Steigerlied über Schachtzeichen bis zum Revierkrimi.

„Kumpel bleiben Über Tage“ ist das Motto, das sich die Organisatoren der Stadtverwaltung überlegt haben. Von 13 bis 23 Uhr ist der Zeitrahmen, wobei die Programmpunkte mit eingearbeitet werden, die die Firma Hase Bikes sich überlegt hat. Der Spezialrad-Hersteller hat seinen Sitz am Zechengelände und feiert seinerseits 25-Jähriges. Um 13 Uhr öffnet das Unternehmen seine Türen – „selbst diejenigen, die sonst dem Publikum verschlossen bleiben“, kündigt Hase Bikes an. Konstruktions- und Entwicklungsabteilung sind zu besichtigen und man kann die Räder probefahren.

Heimatverein kommt mit Bergbau-Objekten

Ab etwa 15 Uhr, teilt Stadtsprecherin Patricia Neuhaus mit, komme das städtisch organisierte Programm dazu: Wolfgang Schubert und Rolf Arno Specht stellen unter der Überschrift „Poesie, Licht und Stahl“ in der ehemaligen Fördermaschinenhalle aus. Derweil zeigt der Heimatverein im Manufactum-Verwaltungsgebäude historische Geräte und Werkzeuge aus dem Bergbau.

Gelbe Schachtzeichen-Ballons

Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes wird der „Schachtzeichen“ genannte gelbe Ballon sein, der an diesem Tag mehrfach über dem Veranstaltungsgelände in die Höhe steigen soll. Diese Riesen-Ballons stammen noch aus dem Kulturhauptstadt-Jahr Ruhr.2010. Ein Exemplar wird beim Zechenfest in Waltrop noch einmal seinen Auftritt haben.

Lesung aus dem Krimi "Zechenbrand"

Eine Lesung ist auch vorgesehen (17 Uhr): Margit Kruse, ein echtes Kind des Ruhrgebiets, liest dann aus ihrem Revier-Krimi „Zechenbrand“, bevor um 18 Uhr die offizielle Eröffnung des Festaktes mit Bürgermeisterin Nicole Moenikes über die Bühne gehen soll. Dazu singt, organisiert vom Theodor-Heuss-Gymnasium, ein Chor das Steigerlied („Glück auf“). Dann ist Zeit für eine Gesprächsrunde unter dem Motto „Bergbau gestern, heute, morgen“. Auf dem Podium: Willi Herden, der letzte aktive Maschinenführer, Bernhard Tinkloh, ehemaliger Manufactum-Prokurist, und Kirsten Hase, deren Unternehmen für die jetzige und zukünftige Nutzung des Zechen-Geländes steht.

Musik mit "Mr. B"

Stadtarchivar Reinhard Jäkel plaudert ab 19 Uhr aus dem Zechen-Geschichten-Nähkästchen, bevor die Bühne frei gemacht wird für Musik: Ab 19.30 Uhr wird der in Waltrop weithin bekannte Künstler „Mr. B“ auftreten, und dann sind ab 20.30 Uhr „Big Wheel“ an der Reihe.

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