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Die gesamte Familie packt mit an: (v.li.) Victoria Maltaner, Thomas, Malwine und Harald Kästner. Alle vier tragen eigens angefertigte „Zechenhaus“-T-Shirts mit Bergbau-Symbol

Zechenhaus

Instagram statt Fotoalbum - So dokumentieren zwei Waltroper den Umbau eines Zechenhauses

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Einst war es ein Zechenhaus von 67 Quadratmetern. Daraus will ein Pärchen mit Hilfe der Familie ein schmuckes Eigenheim mit 140 m2 machen. Tipps gibts im sozialen Netzwerk.

Wer mit der Zeit gehen will, greift nicht mehr zum Fotoalbum, sondern zum Smartphone: Und dokumentiert wichtige Ereignisse, wie etwa den Hausbau, mittels Bildern in sozialen Netzwerken wie Instagram. Das tun auch Victoria Maltaner (32) und Thomas Kästner (32). Sie sind unter dem Namen "zechenhaus" zu finden.  

Die ganze Familie packt mit an

Aus einem Zechenhaus aus den 50er-Jahren in der Klöcknersiedlung soll ein schmuckes, modernes Eigenheim werden. Und zwar fast komplett in Eigenleistung. Instagram baut keine Häuser. Gut, dass die ganze Familie anpackt. Vater Harald Kästner war einst Bergmann, half dann bei seinem Bruder in dessen Dattelner Baufirma und weiß einiges übers Mauern, Dämmen und Sanieren. Auch Mutter Malwine Kästner packt an, wo sie kann. 

Umbau am Wochenende und in den Abendstunden

Zurzeit kann Thomas Kästner, der auf der Zeche Industriemechaniker lernte und heute in ganz Deutschland Sicherheitstechnik in Chemie-Anlagen checkt, nur am Wochenende am Umbau werkeln. Er ist unter der Woche auf Montage. Eigentlich ist er leidenschaftlicher Motorradfahrer – aber das hat er in diesem Jahr erst ein einziges Mal ausgefahren. Bauen geht vor, findet er, und seine Freundin, die als Sporttherapeutin arbeitet, zieht mit. „Sie renkt uns alle wieder ein“, erzählt Papa Harald grinsend.

Ziel: Im Sommer fertig sein

67 Quadratmeter hat das Zechenhaus in der Klöcknersiedlung, 140 sollen es mitsamt dem (dann) ausgebauten Dachgeschoss und dem Anbau, den sie gerade hochziehen, mal werden. Das Haus gehörte, bevor Thomas Kästner einzog, zuletzt seinem Großonkel. Im Dezember 2018 erledigte „Team Kästner/Mataner“ erste Arbeiten, und nachdem nach einigem Hin und Her endlich die Baugenehmigung da war, starteten sie im Juni 2019 durch. Nächstes Jahr im Sommer wollen sie drin sein. 

Ein anderes Haus soll ein traurigeres Schicksal erleiden: Die Direktorenvilla im Zechenwald soll abgerissen werden

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