14 Millionen unverzollte Zigaretten sollen die vier Angeklagten ins Ruhrgebiet geschmuggelt haben.
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In Großgaragen, unter anderem in Waltrop, hatten die Angeklagten ihre Zigaretten-Bestände gelagert.

Gericht

Zigaretten-Schmuggel: Jetzt ist auch der untergetauchte „dritte Mann“ angeklagt

  • Werner von Braunschweig
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Mit einem Geständnis hat am Dienstag (2.2.) am Landgericht Bochum ein zweiter Prozess um einen Zigaretten-Schwarzhandel im Ruhrgebiet begonnen.

Es geht um nicht weniger als um 35,7 Millionen Schmuggelzigaretten - das macht einen Zoll- und Steuerschaden von fast sechs Millionen Euro aus. Lagerstätte für die Schmuggler soll unter anderem auch eine Großgarage in Waltrop gewesen sein.

Männer aus Oer-Erkenschwick, Herten und Litauen angeklagt

Knapp acht Monate nach den Verurteilungen zweier Männer aus Oer-Erkenschwick und Herten ist nun auch der monatelang untergetauchte „dritte Mann“ des mutmaßlich hauptverantwortlichen Betrüger-Trios angeklagt. Der 45-jährige Litauer war im Herbst 2020 durch Zufall festgenommen worden, als er sich offenbar völlig unbedacht in Herne für eine Wohnung offiziell anmelden wollte.

Unversteuerte Zigaretten aus dem Baltikum

Das mutmaßliche Schmuggler-Trio soll von 2016 bis Oktober 2019 mit unverzollten und unversteuerten Zigaretten aus dem Baltikum einen Großhandel aufgezogen haben. Als Umschlagplätze für die in Kleintransportern aus Osteuropa eingeschmuggelten Zigaretten dienten laut Anklage neben einer Garage in Waltrop auch XXL-Großgaragen in Bottrop und Castrop-Rauxel. An diesen Lagerstätten sollen sich Zwischenhändler der Gruppierung immer wieder aufs Neue bedient haben und danach ausgeschwärmt sein, um ihre Stammkunden zu bedienen. Vor allem der Preis der Vollfälschungen der Zigarettenmarke L&M (eine „Schmuggelstange“ kostete nur knapp 18 Euro) machte zahlreiche Raucher regelrecht „heiß“: Im konkreten Fall sollen dem Staat bei 178.566 eingeschmuggelten und verkauften Stangen insgesamt 5,7 Millionen Euro Tabaksteuer entgangen sein.

45-Jähriger galt bislang als untergetaucht

Bereits im Juni 2020 waren die zwei mutmaßlichen Komplizen des 45-Jährigen in Bochum zu Haftstrafen von bis zu vier Jahren und elf Monaten verurteilt worden. Seinerzeit war im Prozess von dem nun Angeklagten zwar bereits die Rede, der 45-Jährige aber an einem unbekannten Ort untergetaucht. Für den Prozess sind vorerst noch Verhandlungstage bis zum 23. Februar 2021 anberaumt.

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