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An der Hebewerk-Brücke wird diese Woche wieder gearbeitet. Das WSA hält am Fertigstellungstermin im September fest.

Neues von der Pannen-Brücke

Hebewerk-Brücke dient als abschreckendes Beispiel - was das WSA aus der Pleite lernen will

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Seit Monaten kämpfen die Waltroper verstärkt dafür, dass die Hebewerk-Brücke schnell fertig und geöffnet wird. Dass es nun Chefsache ist, hat offenbar einiges in Gang gebracht. 

Im September soll die Hebewerk-Brücke nun endlich fertig sein. Das beteuert das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) weiterhin. Seit Monaten schon sollte die Brücke wieder geöffnet sein, doch Pleiten, Pech und Pannen begleiteten die Bauarbeiten. Immerhin: Mittlerweile führt wenigstens eine Fußgängerbrücke über den Kanal. Der Protest der Anwohner in Oberwiese wird immer stärker. Es geht für sie zum Teil um Existenzen. Und auch die Politik erhöht nun endlich den Druck auf das WSA. 

Hebewerk-Brücke ist Chefsache

Die schnelle Eröffnung der Brücke ist zur Chefsache geworden. Einen Brief von Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, erhielten nun Frank Schwabe, hiesiger SPD-Bundestagsabgeordneter und Kirsten Lühmann (MdB), verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Schwabe schätzt, dass die Angst davor, in einschlägigen Fernsehsendungen zu landen, das WSA dazu bewogen haben könnte, die Wogen zu glätten.

Prof. Dr.-Ing. Witte äußert in dem Schreiben, dass das WSA die von Pannen begleitete Baustelle an der Hebewerk-Brücke aufarbeite. WSA und Generaldirektion wollten jetzt „Strategien entwickeln, um zukünftige vergleichbare Probleme entweder ganz auszuschließen oder frühzeitig erkennen und gegensteuern zu können“, schreibt Witte.

Gelerntes bei Löringhoff-Brücke anwenden

Das Gelernte soll schon bald zum Einsatz kommen, wenn die  Löringhoff-Brücke, die die Löringhofstraße (auf Dattelner Stadtgebiet: Im Löringhof), am Kraftwerk bzw. am Raiffeisenmarkt über den Dortmund-Ems-Kanal, erneuert wird. Auch dieses Bauwerk muss für die Arbeiten voll gesperrt werden. Darum soll das Projekt erst beginnen, wenn die Hebewerk-Brücke wieder für den Verkehr freigegeben ist. Im Gegensatz zur Situation bei der Hebewerk-Brücke, soll eine Umfahrung eingerichtet werden, versichert Prof. Witte.

Angespannte Personallage

Aufgrund der "angespannten Personallage", teilt Prof. Dr. Witte mit, verschiebe sich auch der Baubeginn der Lukas-Brücke von 2025 auf 2026. 

Zukunft der Hebewerk-Brücke

Um die Zukunft der Hebewerk-Brücke soll es voraussichtlich im Oktober gehen, wenn die verkehrspolitische Sprecherin Kirsten Lühmann ihren Besuch in Waltrop angekündigt hat. Über die Pannen-Brücke hatten sie Frank Schwabe, SPD-Fraktionsvorsitzender Detlev Dick und SPD-Stadtverbandsvorsitzender Marcel Mittelbach Anfang Juni bei einem Besuch in Berlin informiert. Beim Termin in Waltrop soll es um den gesamten Schleusenpark und die Frage nach einer Wieder-Inbetriebnahme des Neuen Schiffshebewerks gehen. 

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