Maskenpflicht in Deutschland

Corona-Krise: So können Sie sich einen Mundschutz nähen

Mit dieser Nähanleitung können Sie sich ihren Mundschutz einfach selbst nähen - und so der Maskenpflicht in der Corona-Krise nachkommen.

  • Das Coronavirus breitet sich weltweit aus, über zwei Millionen Menschen sind bereits infiziert
  • Die Stadt Essen hat eine Nähanleitung für einen Mundschutz veröffentlicht
  • Wie man einen Mundschutz als Vorsichtsmaßnahme gegen das Coronavirus selbst herstellen kann - so einfach geht es

Essen - Die Lage verschärft sich. Das Coronavirus* breitet sich weiter aus, in Bayern ist längst der Katastrophenfall ausgerufen. 5.864 Todesfälle, fast 160.000 bestätigte Infizierte (Stand 28.04.2020, 10.00 Uhr, Quelle: focus.de), auch vor Deutschland macht das Coronavirus nicht Halt. Doch was tun, um sich vor der Krankheit Covid-19 zu schützen? Helfen Schutzatemmasken vor dem Coronavirus*? Weil die Mundschutzmasken vielerorts ausverkauft sind, hat die Stadt Essen eine Nähanleitung für die Herstellung eines wiederverwendbaren Mundschutzes veröffentlicht. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) verrät, ob und wovor ein Mundschutz schützt.

Mundschutz gegen Coronavirus: Stadt Essen liefert Nähanleitung

Dieser Mundschutz soll pflegenden Angehörigen und Pflegepersonal helfen. Das Tragen eines Schutzes könne die Übertragungswege des Coronavirus reduzieren, heißt es in der Anleitung. So sei es insbesondere bei jeder Begegnung mit Risikogruppen sinnvoll, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, „um die Verteilung von Tröpfchen zu verhindern“. 

Doch was braucht es für die Herstellung eines Mundschutzes? Benötigt werden kochfeste Baumwolle und ein Draht zum Fixieren im Nasenbereich. Und klar: Auch eine Schere, Bügeleisen und eine Nähmaschine sind unabdingbar. Dazu liefert die Anleitung zahlreiche Bilder zur Veranschaulichung. Allerdings, wird in der Anleitung ebenfalls betont, ist „dieser Mundschutz weder geprüft noch zertifiziert“. Er diene lediglich als „sinnvolle Alternative“, wenn keine Mundschutzmasken mehr zu bekommen sind. 

Kampf gegen Coronavirus: Mundschutz selbst herstellen - das wird laut der Stadt Essen gebraucht

Nicht selten sieht man in der Bahn Menschen mit Mundschutz, weil dort die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus hoch ist*. Da die Mundschutzmasken derzeit ein rares Gut sind, insbesondere Pflegepersonal aber darauf angewiesen sind, soll die Anleitung der Stadt Essen helfen. Folgende Materialien werden laut der Anleitung benötigt: 

  • zwei 90 cm lange und 2 cm breite Stoffstreifen (kochfeste Baumwolle)
  • zwei 17 cm lange und 2 cm breite Stoffstreifen (kochfeste Baumwolle)
  • einen 15 cm langen dünnen und biegsamen Draht (z.B. Basteldraht, Pfeifenreiniger, Klemmdraht von Gefrierbeuteln)
  • 17 cm X 17 cm großes Stofftuch aus Atmung durchlässigem kochfesten Baumwollstoff (z.B. Stoffwindel, T-Shirtstoff, leichtes Baumwolltuch)
  • Um die Durchlässigkeit der Atmung zu überprüfen: Tuch doppelt nehmen, dicht um Mund und Nase schließen und ein- und ausatmen
  • Ist das Ein- und Ausatmen ohne größeren Atemwiderstand möglich, ist das Material als Mundschutz geeignet

Coronavirus: Mundschutz selbst herstellen - so einfach geht es

Hat man die nötigen Materialen für den Mundschutz zusammen, geht es ans Eingemachte. Laut der Anleitung sind folgende Schritte notwendig, um die Schutzmaske gegen das Coronavirus herzustellen: 

  • Das 17X17 cm große Stofftuch anzeichnen und ausschneiden
  • Das Stofftuch zur Hälfte falten und bügeln
  • In das Stofftuch drei gleichmäßig verteilte Falten bügeln (Faltentiefe 2,5 cm)
  • Zwei 90 cm lange und 2 cm breite Streifen (Kopfbänder) und zwei 17 cm lange und 2 cm breite Streifen (Kantenverstärkung) aus Baumwollstoff ausschneiden, evtl. versäubern
  • Alle vier Streifen im Anschluss zur Hälfte bügeln (Schrägstreifen)
  • Dann das Stofftuch oben und unten in die Kantenverstärkungen einlegen
  • Am Oberteil Draht in die Kantenverstärkung einlegen
  • Dann das Stofftuch einfassen, die Kantenverstärkungen feststecken und vernähen
  • Anschließend die eingebügelten Falten des Stofftuchs zusammenlegen und mittig auf beiden Seiten in die Kopfbänder einlegen
  • Kopfbänder feststecken und vernähen

Tipps, die beim Nähen einer Corona-Maske helfen, gibt eine Frankfurter Expertin.

Hier finden Sie die Nähanleitung für Mund-Nase-Schutz der Stadt Essen. Zudem verraten wir Ihnen, was bisher zu Symptomen, Inkubationszeit und Schutz gegen das Coronavirus* bekannt ist. Außerdem beantworten wir die Frage, wie lange man ansteckend ist, wenn man mit Corona infiziert ist*. Was jedoch nicht hilft gegen das Coronavirus: Das Trinken von Alkohol gegen Corona. In anderer Anwendung kann Alkohol jedoch sehr wohl hilfreich sein. Außerdem gibt es in Hessen eine Corona-Maskenpflicht.

Im Leitartikel geht es darum, ob in Zeiten von Corona eine Mundschutzpflicht notwendig ist. Außerdem zeigen wir, welche Lockerungen der Corona-Maßnahmen als erstes in Kraft treten.

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch / dpa

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