News-Ticker

Corona-Infektionsrate in den USA auf Rekordhoch - Fast 53.000 weitere Ansteckungen binnen 24 Stunden

Nach einem Bericht des „Guardian“ sollen sich die USA die weltweiten Bestände des möglichen Corona-Medikaments „Remdesivir“ beinahe vollständig gesichert haben.

  • Das Coronavirus* grassiert weiter in den USA.
  • Das Weiße Haus bereitet sich auf eine zweite Corona-Welle vor – Immunologe Anthony Fauci ist besorgt
  • Vor allem im Süden der USA verbreitet sich das Coronavirus

Update, 13:40 Uhr: Alle neuen Informationen zur Lage in den Vereinigten Staaten von Amerika finden Sie in unserem Live-Ticker zur Corona-Krise in den USA.

Update vom Donnerstag, 2.7.2020, 8.00 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA ist auf eine neue Rekordhöhe gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 52.898 neue Ansteckungsfälle verzeichnet, wie die Johns-Hopkins-Universität im Bundesstaat Maryland am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Ausbreitung des neuartigen Virus in die Vereinigten Staaten.

Die USA sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie heimgesuchte Land der Welt. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle liegt nach Angaben der Universität inzwischen bei 2,682 Millionen. Die Zahl der verzeichneten Todesopfer stieg zuletzt binnen 24 Stunden um weitere 706 und lag damit bei insgesamt 128.028.

Die Rate der Infektionen hatte in den USA in den vergangenen Wochen wieder deutlich zugenommen. Kritiker bezeichneten deswegen die Lockerungen der Restriktionen des öffentlichen Lebens als voreilig. Diese Lockerungen wurden inzwischen in mehreren Regionen des Landes teilweise wieder rückgängig gemacht.

Trump und die Aufklärung zu Corona

Update, 11.15 Uhr: Unter den Beratern von US-Präsident Donald Trump* ist ein Streit darüber ausgebrochen, wie und ob das Weiße Haus die Öffentlichkeit über neue Entwicklungen in der Corona-Pandemie informieren soll. Mittendrin: Tumps Berater und Schwiegersohn, Jared Kushner*.

Corona in den USA: Jared Kushner und Mike Pence geraten aneinander

Kushner gehört zur der Gruppe, die so wenig wie möglich Information an die Öffentlichkeit weitergeben wollen. Seiner Meinung sind laut eines Bericht des US-Magazins „Politico“ auch Hope Hicks, die ehemalige UN-Borschafterin der USA und Donald Trumps Pressesprecherin Kayleigh McEnany. Die Bevölkerung solle nicht zu sehr verängstigt werden, das würde die wirtschaftliche Erholung des Landes nur unnötig gefährden.

Auf der anderen Seite stehen US-Vizepräsident Mike Pence und sein Team. Sie halten es angesichts der immer schneller steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus und der ebenfalls steigenden Zahl an Covid-19 Todesopfern für unerlässlich, die Bevölkerung über alle Details der Corona-Krise in den USA zu informieren.

Corona-Krise in den USA: Trump-Regierung soll Medikament gebunkert haben

Update vom 1.7.2020, 6.30 Uhr: Das Medikament Remdesvir ist gemäß einer Studie bei Covid-19-Patienten einsetzbar. Es soll die Zeit bis zur Genesung um bis zu vier Tage verkürzen. Wie aktuell der britische „Guardian“ berichtet, soll sich die US-Regierung beinahe mit dem kompletten Bestand des Medikaments eingedeckt haben. Demnach habe die Trump-Regierung 500.000 Dosen des Mittels gekauft. Das sei die Produktionskapazität des Herstellers Gilead für den Monat Juli und 90 Prozent für die Monate August und September, erläutert der „Spiegel“ weiter. Für den Rest der Welt stehe demnach so gut wie kein „Remdesvir“ bis Ende September zur Verfügung.

Update, 21:06 Uhr: Nachdem US-Virologe Anthony Fauci bei einer Anhörung vor dem US-Senat vor bis zu „100.000 Corona-Fällen am Tag" gewanrt hatte, muss sich der Berater von Präsident Donald Trump herbe Kritik anhören. Vor allem von republikanischer Seite.

Corona in den USA: Senator Rand Paul attackiert Anthony Fauci

Rand Paul, Senator des Bundesstaates Kentucky ging den Virologen scharf an. Es sei „eine fatale Einbildung, zu glauben, dass eine Person oder eine kleine Gruppe von Leuten das Wissen besitzt“, den Kurs der Wirtschaft in der Corona-Krise festzulegen oder „das Verhalten der Leute zu bestimmen“. An Fauci direkt gewandt fuhr Paul fort: „Dr. Fauci, alles was ich von Ihnen höre, ist ‚Wir können dies nicht machen, wir können das nicht machen, wir können kein Baseball spielen.‘“

Fauci, sichtlich bewegt von dem Angriff, erbat sich mehr Zeit, auf die Anschuldigungen des Republikaners Paul zu antworten. Dabei blieb der renommierte Virologe, der während der Corona-Pandemie die höchsten Zustimmungswerte in er amerikanischen Bevölkerung hat, gewohnt sachlich. Eine Spitze gegen den Trump-Vertrauten konnte er sich aber nicht verkneifen: „Senator Paul, ich stimme Ihnen bei so viel zu. Vor allem, wenn Sie sagen, dass momentan viele Leute ihre Meinungen äußern ohne irgendwelche Daten, die zugrunde liegen.“

Paul gilt wie viele in bei den Republikanern als ein Verfechter der schnellen Wiedereröffnung des Landes - trotz steigender Corona-Infektionen und mehr als 125.000 Toten in den USA.

Corona in den USA: Trump-Berater Fauci warnt vor „Rezept für eine Katastrophe“

Update vom Dienstag, 30.06.2020, 11.50 Uhr: Der Virologe Anthony Fauci, der in der Corona-Krise den US-Präsidenten Donald Trump berät, warnt gegenüber CNN vor einer „Alles oder Nichts“-Herangehensweise vieler US-Bürger. Einige Menschen würden entweder alles – damit meint er einen Lockdown zu Hause – oder nichts gegen die Corona-Krise unternehmen.

Sie würden weder Masken tragen noch auf das Schütteln von Händen verzichten oder große Menschenmengen vermeiden, so Fauci in einem CNN-Interview. „Es gibt Menschenansammlungen. Sie halten keinen Abstand und sie tragen keine Masken. Das ist das Rezept für eine Katastrophe“, so Fauci wörtlich. In den USA steigen die Corona-Zahlen weiter, bisher gibt es keine landesweite Maskenpflicht.

Corona-Krise in den USA: Fitnesszentren und Kinos in Arizona müssen wieder schließen

Update vom Dienstag, 30.06.2020, 6.50 Uhr: Bars, Fitnesszentren und Kinos in Arizona müssen wieder schließen: Angesichts einer rasanten Zunahme der Neuinfektionen hat der südwestliche US-Bundesstaat eine Lockerung seiner Corona-Auflagen wieder rückgängig gemacht. Gouverneur Douglas Doucey erklärte am Montag (Ortszeit), auch Veranstaltungen mit über 50 Teilnehmern seien nun wieder verboten - und das nur eine Woche nach einem großen Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Arizona. Douceys Anordnung gilt zunächst bis Ende Juli.

In dem Bundesstaat mit gut sieben Millionen Einwohnern gibt es bislang rund 75 000 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen schnell angestiegen - genauso wie in den südlichen Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Florida.

Corona-Krise in den USA: Keine Broadway-Vorstellungen wegen Corona

Update vom Montag, 29.06.2020, 19.00 Uhr: Im berühmtesten Theaterviertel der Welt bleiben wegen des Coronavirus in diesem Jahr die Lichter aus: Am New Yorker Broadway wurden am Montag alle Vorstellungen für den Rest des Jahres abgesagt. Bereits gekaufte Tickets bis zum 2. Januar würden erstattet oder umgetauscht, teilte der Branchenverband „The Broadway League“ mit. Wegen der Pandemie waren von 12. März an alle Vorstellungen abgesagt worden. Der Broadway mit seinen rund 40 Theaterstücken und Musicals zählt zu den wichtigsten Touristenmagneten der Millionenmetropole. Im Jahr 2019 wurden 14,7 Millionen Tickets für insgesamt knapp 1,8 Milliarden Dollar verkauft. Das entspricht in etwa dem Anderthalbfachen des Tickets-Umsatzes in allen deutschen Kinos. Zuvor hatte auch bereits das berühmte Konzerthaus Carnegie Hall angekündigt, dass es bis Anfang Januar 2021 keine Auftritte gebe.

Corona in den USA: 2,5 Millionen infiziert - Bars in L.A. schließen

Update vom Montag, 29.06.2020, 12.00 Uhr: Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Infektionsfälle hat Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom erneut die Schließung der Bars in Los Angeles und sechs weiteren Bezirken des US-Westküstenstaats angeordnet. Neben Los Angeles müssen die Bars in Fresno, Imperial, Kern, Kings, San Joaquin und Tulare schließen, wie Newsom am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. In den sieben betroffenen Bezirken leben etwa 13,5 Millionen Menschen, was etwa einem Drittel der Bevölkerung Kaliforniens entspricht. 

Die Bars in Los Angeles - der zweitgrößten Stadt der USA - waren erst am 19. Juni wieder geöffnet worden. Auch in anderen Teilen der USA wurden wegen der weiterhin starken Ausbreitung des Virus erneut Beschränkungen verhängt. So untersagten die Behörden in Texas und Florida den Ausschank von Alkohol in Bars.

+++ Update vom 28.06.2020, 6:00 Uhr: Die USA haben in der Corona-Pandemie erneut einen traurigen Meilenstein erreicht. Mehr als 2,5 Millionen Menschen haben sich in den Vereinigten Staaten mit dem Coronavirus infiziert. Auch die täglichen Neu-Infektionen waren am Samstag mit 44.726 höher als jemals zuvor.

Corona in den USA: Johns-Hopkins-Universität meldet Zahlen

Das meldet die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Mehr als 125.000 hat eine Erkrankung mit Covid-19 das Leben gekostet. Nahezu jeder vierte Mensch, der weltweit an einer Corona-Erkrankung gestorben ist, kam aus den USA.

Die wieder erstarkte Corona-Pandemie hat nun auch Einfluss auf den Wahlkampf der Regierung von US-Präsident Donald Trump, der sich bislang weder in Tulsa (Oklahoma) noch in Phoenix (Arizona) von Auftritten abhalten ließ. Sein Vizepräsident Mike Pence* wiederum hat nun Auftritte in Arizona und Florida abgesagt.

Der Times Square in New York während der Corona-Krise.

+++ 17.30 Uhr: Die Corona-Situation im Sonnenstaat Florida verschärft sich weiter. Wie das dortige Gesundheitsministerium mitteilte, wurden heute 9585 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Damit wurde am Samstag (27.06.2020) eine neue Höchstzahl von Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Zahl der Corona-Infektionen in Florida stieg laut Gesundheitsministerium auf 132.545.

Corona in den USA: Texas und Florida fürchten Überlastung der Krankenhäuser

+++ 12:35 Uhr: Texas und Florida haben aufgrund des starken Anstiegs von Infektionen im Zusammenhang mit dem Coronavirus die Öffnung des öffentlichen Lebens teilweise wieder rückgängig gemacht. Beide Bundesstaaten waren von Donald Trump in der Vergangenheit wegen ihrer raschen Wiedereröffnung gelobt worden.

In Texas sollen Bars und Restaurants bis auf ein Minimum wieder geschlossen werden. Öffentliche Versammlungen sind nur noch bis zu einer Anzahl von 100 Personen erlaubt. Der Bundesstaat, in dem das Coronavirus sich rasant verbreitet, fürchtet eine Überlastung der Krankenhäuser.

Ein Tresen in einem Gasthaus in Tampa Bay, Florida, wird desinfiziert.

In Florida orderte Ron deSantis eine sofortige Schließung aller Bars an als Konsequenz aus der „weit verbreiteten Nichteinhaltung der Abstandsregeln“, wie es aus dem Büro des Gouverneurs hieß. Florida galt bislang als der Bundesstaa, in dem während der Corona-Krise am wenigsten Einschränkungen herrschten. 

Corona in den USA: Dritter Rekordanstieg infolge

+++ Update vom Samstag, 27.06.2020, 5:51 Uhr: Auch am Freitag lag die Zahl der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus in den USA auf einem Höchststand. Mehr als 44.000 Menschen haben sich laut Angaben des Johns-Hopkins-Institut infiziert. Das ist der dritte Rekord bei den Neu-Infektionen in Folge. Am Donnerstag hatten sich 41.000 Menschen zusätzlich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Mindestens sechs Bundesstaaten vermeldeten den höchsten Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie: Florida, Idaho, Kansas, Oregon, South Carolina und Utah. Das geht aus einer Datenbank der US-Zeitung „New York Times“ hervor.

Corona in den USA: Mike Pence spricht von großartigen Erfolgen

+++ 21.48 Uhr: Der US-Bundesstaat Florida hat eine neue Höchstzahl von Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet. Nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums am Freitag (26.06.2020) wurden fast 9000 Neuinfektionen registriert. Als Konsequenz müssen in Florida Bars wieder schließen. Ähnliche Maßnahmen ergreift Texas angesichts der hohen Fallzahlen. 

Doch US-Vize-Präsident Mike Pence sprach am Freitag von Erfolgen im Kampf gegen das Coronavirus. „Wir haben wirklich bemerkenswerte Fortschritte gemacht“, sagte Pence beim ersten Briefing der Coronavirus-Taskforce des Weißen Hauses seit fast zwei Monaten. Zwar steige die Zahl der bestätigten Neuinfektionen besonders in südlichen Bundesstaaten. Die Zahl der Todesopfer sinke aber landesweit. Die Lage sei daher deutlich besser als vor zwei Monaten. „Wir haben die Ausbreitung verlangsamt, die Kurve abgeflacht und Leben gerettet“, so Pence.

Pence führte die steigende Zahl der bestätigten Neuinfektionen unter anderem auf die Ausweitung der Tests zurück - ähnlich argumentiert US-Präsident Donald Trump.

Immunologe Fauci erwägt Strategiewechsel bei Corona-Tests in den USA

+++ 15.08 Uhr: Die USA erwägen eine neue Strategie in der Corona-Testung: Gruppen-Tests. Der führende US-Immunologe Anthony Fauci sagte in der „Washington Post“ zur derzeitigen Teststrategie: „Irgendwas funktioniert nicht. Ich meine, man kann schematisieren wie man will, aber irgendwas funktioniert nicht.“ Immer wieder verstärken sich in den USA Corona-Hotspots und neue keimen auf. Um das in den Griff zu bekommen, erwägt die Regierung jetzt Gruppentests, damit in kürzerer Zeit und mit weniger Ressourcen mehr Menschen auf das Coronavirus getestet werden können. 

Für das sogenannte Pool-Testing in den USA werden Proben von beispielsweise 20 Menschen kombiniert und mit einem einzigen Corona-Test untersucht. Sollte das Resultat negativ sein, weiß das Labor, dass es in dieser Gruppe  keine Befürchtungen haben muss und kann sich mit der nächsten Testgruppe beschäftigen. 

Ist das Pool-Ergebnis Corona-positiv, soll jeder der Gruppe einzeln getestet werden - im Gegensatz zur jetzigen Strategie, nach der jeder Verdacht einzekn getestet wird. Fauci sagte der „Washington Post“, man müsse die Durchdringung von Infizierten in der Gesellschaft ermitteln und das gehe nur, indem man weitläufig testet.

Coronavirus: Schwarze Bevölkerung besonders betroffen

+++ 13.57 Uhr: Die Corona-Pandemie in den USA bringt einen weitere, erschreckende Erkenntnis zutage. Beinahe jeder dritte Afroamerikaner kennt jemanden, der durch die Krankheit Covid-19 gestorben ist. Eine Umfrage der „Washington Post“ ergab, dass 31 Prozent der schwarzen Erwachsenen in den USA jemanden aus dem näheren Bekanntenkreis kennen, der an den Folgen von Covid-19 gestorben ist. 

Die Umfrage zeigt starke Unterschiede zwischen weißen und schwarzen Amerikanern. Laut den US-Gesundheitsbehörden ergibt sich dieser Unterschied aus der US-nationalen, tief sitzenden sozio-ökonomischen Ungleichheit. „Diese Pandemie zeigt, dass diese Ungleichheit nicht akzeptiert und nicht toleriert werden sollte“, so Joseph Betancourt, Vizepräsident des Masachusetts General Hospital in Boston. 

Neuer Infektions-Rekord: US-Staaten verschieben Wiedereröffnung 

+++ 10.10 Uhr: Mehr als 41.000 neue Corona-Infektionen wurden in den USA am Donnerstag gemeldet. Die hohe Infektionsrate innerhalb eines Tages liegt offenbar in den höchsten Infektionsmeldungen der Staaten Alabama, Alaska, Montana und Utah begründet. 

Corona in den USA: Kalifornien wird zum neuen Hotspot

In Kalifornien hat die Zahl der Infizierten die Marke 200.000 überschritten. Das ist die zweithöchste Anzahl von Infizierten innerhalb eines Staates, wie die „New York Times“ berichtet. Nur New York verzeichnet eine höhere Anzahl von Infizierten. 

Florida zieht Konsequenzen – und verschiebt die Wiedereröffnung von Konzerthallen, Schwimmbädern und Tattoostudios. „Wir werden keine Bars oder Nachtclubs eröffnen“, so Carlos Giménez, Bürgermeister von Miami-Dade County. „Das schreit nur nach Ärger“. In anderen südlichen US-Staaten hat das Coronavirus die Krankenhäuser überfüllt. Floridas Gouverneur Ron DeSantis halte es deshalb für schwierig, in die nächste Phase der Wiedereröffnung zu treten. 

Der neue, traurige Rekord von Infizierten an einem Tag löst damit den bisherigen Rekord mit 36.738 Infizierten am 24. April 2020 ab.

Trump nimmt deutlichen Anstieg der Fallzahlen auf die leichte Schulter

Update vom Freitag, 26.06.2020, 07.20 Uhr: Donald Trump hat die wieder dramatisch ansteigende Zahl von Coronavirus-Infektionen in den USA heruntergespielt. „Wenn wir nicht testen würden, hätten wir keine Fälle“, sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News. Die USA hätten bislang rund 30 Millionen Menschen auf das Virus getestet, mehr als jedes andere Land der Welt. Trumps Einschätzung zufolge geht darauf die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA zurück. 

Die meisten renommierten Experten lehnen Trumps Erklärung ab, wonach die Zunahme der Infektionen vor allem auf eine Zunahme von Tests zurückzuführen sein soll. Sie machen in erster Linie die von Trump vorangetriebene Lockerung von Corona-Beschränkungen in den Bundesstaaten verantwortlich. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore haben die USA zuletzt rund 35.000 neue Infektionen pro Tag verzeichnet. 

US-Behörde: Deutlich mehr Amerikaner mit Corona infiziert als bekannt

Nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC haben sich allerdings wohl rund zehnmal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als bislang bekannt. „Für jeden Fall, den wir verzeichnet haben, gab es wahrscheinlich zehn weitere Infektionen“, sagte CDC-Direktor Robert Redfield bei einer telefonischen Pressekonferenz. Das sei vor allem auf asymptomatische Infektionen zurückzuführen und darauf, dass in den USA in den ersten Monaten des Ausbruchs deutlich weniger getestet worden sei als jetzt.

Trump wirbt dennoch für eine rasche Wiedereröffnung der Wirtschaft. Seiner Darstellung zufolge ist das Coronavirus dabei, nach und nach aus den USA zu verschwinden. Die Daten stützen das nicht. So sagte jetzt der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, dass die Schritte zur Wiedereröffnung des Bundesstaats wegen der dramatisch steigenden Fallzahlen ausgesetzt würden. 

Mehr als eine Million Tote erhielten US-Corona-Schecks

+++ 20.41 Uhr: Eigentlich sollten die 1.200-Dollar-Schecks der US-Regierung vielen Menschen in Zuge der Corona-Krise helfen. Wie sich jetzt herausgestellt hat, wurden diese aber auch irrtümlich an mehr als eine Million Tote verschickt. Am Donnerstag veröffentlichte der US-Rechnungshof einen Bericht, wonach bis Ende April fast 1,1 Millionen Zahlungen mit einem Gesamtwert von knapp 1,4 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) an Verstorbene gingen. 

Doch wie konnte es dazu kommen? Im Bericht heißt es dazu, die Steuerbehörde und das Finanzministerium hätten vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen. Demnach habe es rechtliche Unsicherheiten gegeben. 

Corona in USA: Rettungs-Schecks landen bei Verstorbenen

Erst vor der vierten Auszahlungsrunde und nach einer rechtlichen Klarstellung wurde der Datenabgleich eingeführt. Schon Anfang Mai hatte die Steuerbehörde auf ihrer Website einen Hinweis veröffentlicht, dass irrtümlich an Tote getätigte Zahlungen zurückerstattet werden müssten. Dem Rechnungshof zufolge plante die Behörde eine direkte Rückzahlungsaufforderung an die tatsächlichen Empfänger jedoch nicht. 

Damit ist noch unklar, wie viele Schecks zurückgeschickt oder in welchem Umfang Überweisungen der 1.200 Dollar auf das Konto von Verstorbenen von den Banken zurückgewiesen wurden. 

Die Hilfe-Schecks waren aufgrund der Corona-Krise Ende März im Zuge des größten Rettungspakets der US-Geschichte beschlossen worden.

USA steuert auf Corona-Höchststand zu - US-Jobmarkt am Boden

+++ 15.00 Uhr: Die Corona-Pandemie setzt dem US-Jobmarkt weiter zu. In der Woche bis einschließlich 20. Juni stellten 1,48 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Zwar gingen damit rund 60.000 weniger Erstanträge ein als in der Vorwoche, von einem deutlichen Rückgang kann aber nicht die Rede sein. 

Mehr als 40 Millionen Menschen verloren infolge der weitgehenden Stilllegung der Wirtschaft zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus Mitte März mindestens zeitweise ihre Jobs. Die Zahl der Erstanträge schnellte daraufhin in schwindelerregende Höhe. Zeitweise wurden innerhalb einer Woche mehr als sechs Millionen Erstanträge verzeichnet. Viele Geschäfte, Fabriken und Restaurants dürfen mittlerweile unter Auflagen wieder öffnen.

+++ 11.10 Uhr: Die USA steuern wieder auf einen Höchststand der Infizierten und Toten in der Corona-Pandemie zu, aber Präsident Trump bleibt dessen ungeachtet bester guter Dinge. Wie „CNN“ berichtet, hat Donald Trump bei einem Besuch des polnischen Präsidenten Andrzej Duda im Oval Office Corona erneut für beendet erklärt.

Donald Trump glaubt beim Coronavirus an das „Wunder“

Trump, der zuvor immer wieder betont hatte, dass ein „Wunder“ eintreten und das Virus bei wärmerem Wetter einfach verschwinden würde, erklärte am Mittwoch, dass die Gefahr vorüber sei. Sichtlich bemüht, ein Bild der Normalität zu vermitteln, begrüßte Donald Trump den polnischen Präsidenten Andrzej Duda im Oval Office. „Dies ist der erste Besuch nach Covid, nach dem Beginn der Pest, wie ich es nenne", sagte Trump zu seinem Besucher, „es ist das das Ende des Coronavirus.“

Gute Freunde: Donald Trump Trump und der polnische Präsidenten Andrzej Duda.

Situation in vielen Bundesstaaten verschärft sich dramatisch

Update vom Donnerstag, 25.06.2020, 06.00 Uhr: Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu: Nach einer Phase der Entspannung breitet sich das Coronavirus in den USA wieder in alarmierendem Maße aus. Dabei stehen die einzelnen Bundesstaaten ganz unterschiedlich da: So vermeldeten Florida (rund 5500), Texas (rund 5500), Arizona (rund 3600) und Kalifornien (rund 7100) neue Tageshöchststände. 

Auch in South Carolina, Oklahoma oder Nevada liegt das Niveau der Neuinfektionen deutlich höher als zu früheren Zeitpunkten in der Pandemie. Der führende US-Immunologe Anthony Fauci bezeichnete die Entwicklung mit Blick auf Florida, Texas und Arizona als „beunruhigend“.

Corona in den USA: Krankenhäuser in Houston zu 97 Prozent gefüllt

Greg Abbott, Gouverneur von Texas, sprach im Lokalsender KFDA-TV von einem „massiven Ausbruch“ in seinem Bundesstaat. Die Intensivbetten der Krankenhäuser in der texanischen Metropole Houston seien inzwischen zu 97 Prozent gefüllt, sagte Bürgermeister Sylvester Turner laut „New York Times“. Rund ein Viertel dieser Patienten sei mit dem Coronavirus infiziert. „Ich habe das starke Gefühl, dass wir uns in die falsche Richtung bewegen - und wir bewegen uns schnell.“

Die Belegung der Krankenhäuser in Kalifornien habe im Vergleich zu vor zwei Wochen um fast 30 Prozent zugenommen, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch. Er rief die knapp 40 Millionen Einwohner auf, wenn möglich Zuhause zu bleiben, Abstand zu halten und Masken zu tragen.

New York Marathon fällt wegen der Corona-Krise aus

In einigen anderen Bundesstaaten blieb das Infektionsgeschehen dagegen auf etwa dem gleichen Stand, in anderen nahm es sogar ab. Im früheren Epizentrum New York starben nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag 17 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus, noch vor einigen Wochen waren es bis zu 800 pro Tag gewesen.

New York, New Jersey und Connecticut verhängten nun eine zweiwöchige Quarantäne für all diejenigen, die aus Bundesstaaten mit stärkerem Infektionsgeschehen einreisen. Der für November geplante legendäre New York Marathon wurde unterdessen abgesagt.

Corona in den USA: Trump will weniger Tests – Weiterer Höchststand an Neuinfektionen

+++ 22.16 Uhr: US-Präsident Donald Trump würde die Corona-Pandemie am liebsten für beendet erklären. Doch nach einer leichten Entspannung droht die Situation in den USA zu kippen. Dort gibt es nämlich einen weiteren Höchststand an Neuinfektionen mit dem Coronavirus

Am Dienstag wurden rund 34.700 neue Infektionen nachgewiesen - der höchste Stand seit Ende April und der dritthöchste Tageswert seit Beginn der Pandemie, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. Im Vergleich: Am 1. Juni lag der Tageswert bei rund 17.400 Neuinfektionen. Die bisher höchste Zahl (36.400) wurde am 24. April verzeichnet.

Corona in den USA: Trump will weniger Tests – Experten nehmen „Logik“ des Präsidenten auseinander

+++ 16.44 Uhr: Bei seiner misslungenen Wahlkampf-Show in Tulsa hat US-Präsident Donald Trump -angeblich im Scherz - vorgeschlagen, weniger auf Corona testen zu lassen, damit so die Zahl der bekannten Infektionen abnimmt. Gesundheitsexperten reagieren auf diese Aussage nun mit harscher Kritik: Die USA könnten kaum weniger testen lassen, da die Bundesregierung seit Beginn der Krise jegliche Anstrengungen auf Covid-19-Infektionen zu testen unterlassen habe. Es gibt in dem Sinne also gar kein nationales Testprogramm, das Trump wie in Tulsa geäußert verlangsamen könnte. Die Bundesstaaten testen meist aus eigenem Antrieb.

Auch an Trumps „Logik“ lassen renommierte Gesundheitsexperten wie Craig Spencer kein gutes Haar: „Proportional gesehen haben mehr als ein Dutzend Länder mehr Tests durchgeführt als wir. Und unser durchschnittlicher Prozentsatz an positiven Testergebnissen ist höher als in fast allen von ihnen, was bedeutet, dass wir viele Fälle verpassen (d.h. nicht testen).“

Trotz Trump, nicht seinetwegen, werden inzwischen täglich etwa 500.000 Amerikaner getestet. Das ist eine große Verbesserung gegenüber dem Stand von vor zwei Monaten, aber immer noch weit entfernt von den fünf bis 20 Millionen Tests pro Tag, die Experten für notwendig halten, um infizierte Menschen aufzuspüren, zu verfolgen und zu isolieren und um neue Ausbrüche zu verhindern.

Corona-Krise in den USA: Fauci besorgt über steigende Fallzahlen

+++ 11.50 Uhr: Der führende US-Immunologe in der Corona-Krise, Anthony Fauci, zeigte sich besorgt über die deutlich zunehmenden Fallzahlen von Coronavirus-Infektionen in mehreren US-Bundesstaaten. Fauci sprach bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus von einem „beunruhigenden Anstieg von Infektionen“ in Florida, Texas, Arizona und anderen Bundesstaaten. Er zeige sich besonders besorgt darüber, dass die Amerikaner die Social-Distancing-Regeln nicht einhalten würden, wie die „New York Times“ berichtet.

Die nächsten Wochen seien entscheidend dafür, diesem Anstieg entgegenzuwirken, sagte er. Rund die Hälfte der US-Bundesstaaten verzeichnen eine Zunahme von Fällen. „Das Virus wird nicht einfach verschwinden“, so Fauci. Ein Impfstoff würde nicht vor Anfang 2021 zur Verfügung stehen. 

Donald Trump spielte den jüngsten Anstieg bekannter Coronavirus-Infektionen in den USA am Dienstag erneut herunter. „Wenn wir mehr testen, finden wir mehr Fälle“, sagte er. „Testen ist ein zweischneidiges Schwert.“ Die USA hätten 27,5 Millionen Tests durchgeführt, mehr als jedes andere Land. Der Präsident sagte am Dienstag, als er auf seine Aussage angesprochen wurde: „Ich scherze nicht.“ Fauci betonte am Dienstag, niemand aus der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses sei jemals angewiesen worden, Tests zu verlangsamen. „Das Gegenteil ist der Fall. Wer werden mehr testen, nicht weniger.“

Corona in den USA: Zahl der Infektionen steigt – Rassismus-Vorwürfe gegen Donald Trump

Update vom Mittwoch, 24.Juni 2020, 05.00 Uhr: Trotz Rassismus-Vorwürfen hält US-Präsident Donald Trump an seiner Bezeichnung „Kung Flu“ für das Coronavirus fest - während die Neuinfektionen in den USA bei Experten die Alarmglocken schrillen lassen. Trump sagte am Dienstag (Ortszeit) bei einem Auftritt vor Anhängern in Phoenix (Arizona), er kenne „19 oder 20 Namen“ für das Virus, das zunächst in China festgestellt worden war und sich dann über die Welt verbreitete. „Es gab noch nie etwas, wofür es so viele Namen gab“, sagte Trump.

Als aus dem Publikum in Phoenix „Kung Flu“-Rufe ertönten, sagte der Präsident: „Kung Flu, ja, Kung Flu.“ Daraufhin bekam er tosenden Applaus. In den USA steigen die Zahlen der Neuinfektionen durch das Virus in zahlreichen US-Bundesstaaten an. Trump hat das Coronavirus entgegen der Einschätzung von Experten wiederholt mit einer Grippe verglichen - auf Englisch „Flu“.

Während die Lage in den USA wieder zu kippen droht, kommt jetzt heraus: Über eine Million Tote erhielten US-Corona-Schecks.

Trump hatte erstmals am Samstag bei einer Wahlkampf-Kundgebung in Tulsa (Oklahoma) gesagt, er kenne für das „chinesische Virus“ verschiedene Namen, darunter „Kung Flu“. Er sah sich daraufhin Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt, denen das Weiße Haus widersprach. Sprecherin Kayleigh McEnany sagte vor Trumps Auftritt in Arizona, Trump habe nur auf die Herkunft des Virus aufmerksam machen wollen.

Fauci besorgt über Anstieg – Trump hat eigene Erklärung 

+++ 20.22 Uhr: Anthony Fauci, einer der führenden Immunologen der USA in der Corona-Krise, hat sich sehr besorgt über die steigenden Fallzahlen im Land geäußert. In einer Anhörung im Repräsentantenhaus sprach er über einen „beunruhigenden Anstieg von Infektionen“ in vielen Bundesstaaten wie Texas, Arizona und Florida. Dabei seien die nächsten Wochen besonders entscheidend dafür, dem Anstieg entgegenzuwirken.

In fast der Hälfte aller US-Bundesstaaten ist derzeit ein Anstieg der Corona-Fallzahlen zu beobachten. Donald Trump hat seine eigene Erklärung parat. „Die Fallzahlen in den USA steigen an, weil wir viel mehr testen als jedes andere Land“, twitterte der US-Präsident. Fauci kündigte bei seiner Anhörung an, dass man in den USA die Tests aber noch ausbauen und nicht weniger auf das Coronavirus testen wolle.

Corona in USA: Kinderkrankenhaus reagiert auf Krise

+++ 17.52 Uhr: Im US-Bundesstaat Texas spitzt sich die Lage in der Corona-Krise weiter zu. In der Stadt Houston nimmt ein Kinderkrankenhaus jetzt auch Erwachsene an, denn die Corona-Fälle steigen und steigen, berichtet die Zeitung „The Hill“. Nach Angaben der Zeitung gab es allein am Montag (22.06.2020) 1.789 Neuinfektionen in Houston. Insgesamt verzeichnet die Stadt in Texas damit 14.322 Infizierte mit dem Coronavirus.

Mit der Aufnahme von Erwachsenen, die nicht an Covid-19 erkrankt sind, will das Krankenhaus dafür sorgen, dass andere Krankenhäuser mehr Kapazitäten für Covid-19-Patienten haben. Über 2,3 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus meldet die John-Hopkins-Universität für die USA. Mehr als 120.000 Menschen sind bereits in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Corona in den USA: Zahlreiche Infektionen nach Protesten in South Carolina

+++ 14.53 Uhr: In vielen Bundesstaaten der USA kam und kommt es nach dem Tod von George Floyd zu Protesten. Bereits zu Beginn der Proteste wurde immer wieder vor Corona-Ausbrüchen in Zusammenhang mit den Demonstrationen gewarnt. Jetzt wurden mehrere Demonstranten in Columbia, South Carolina, positiv auf das Coronavirus getestet. 

In South Carolina gab es nach Protesten mehrere Corona-Infektionen unter Demonstranten.

Anstieg von Corona-Infektionen in den USA: Trump-Regierung fürchtet zweite Welle

+++ 12.00 Uhr: Immer mehr US-Bürger schaffen neue Infektionsherde, indem sie sich wieder mehr in die Öffentlichkeit wagen. In Baton Rouge wurden mindestens 100 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, nachdem sie Bars im Vergnügungsviertel Tigerland besucht hatten, das bei Studenten der Louisiana State University sehr beliebt ist.

Corona im christlichen Sommercamp in Colorado Springs

In einem christlichen Sommercamp in der Nähe von Colorado Springs erkrankten kurz vor Saisonbeginn mindestens 11 Mitarbeiter an Covid-19, was dazu führte, dass das Camp zum ersten Mal seit 63 Jahren alle Übernachtungen absagen musste.

Und in Las Vegas wurden nur wenige Wochen nach Wiedereröffnung Mitarbeiter aus Casinos, Restaurants und Hotels positiv auf das Coronavirus getestet, wie die „New York Times“ berichtet. Verängstigte Mitarbeiter baten Gäste in einer Video-Pressekonferenz jetzt darum, doch bitte Masken zu tragen.

Positive Tests nach Kundgebung

Update vom Dienstag, 23.06.2020, 6.30 Uhr: Nach der Kundgebung von US-Präsident Donald Trump im US-Bundesstaat Oklahoma am Wochenende sind zwei weitere Mitarbeiter aus dessen Wahlkampfteam positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Die beiden hätten an der Wahlkampfveranstaltung in Tulsa am Samstag (Ortszeit) teilgenommen, aber die ganze Zeit über Atemschutzmasken getragen, erklärte der Kommunikationsdirektor Tim Murtaugh am Montag (Ortszeit) auf Anfrage.

Die Betroffenen müssten in Quarantäne, außerdem würden ihre Kontakte zurückverfolgt, hieß es. Am Samstag waren bereits sechs Mitarbeiter positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden. Sie hatten nicht an der Veranstaltung teilgenommen.

Einwanderungsstopp wegen Corona bis Jahresende verlängert

Update vom Montag, 22.06.2020, 22.43 Uhr: US-Präsident Trump verlängert den Einwanderungsstopp bis zum Ende des Jahres. Wie ein US-Regierungsvertreter am Montag (22.06.2020) sagte, sollen in diesem Jahr keine Green Cards mehr ausgegeben werden. Die Maßnahme wird zudem auf eine Reihe von Arbeitsvisa ausgeweitet, unter anderem auf das sogenannte H1-B-Visum, das viel im Technologie-Sektor verwendet wird. 

Grund für den Einwanderungsstopp, den Trump im April für zunächst zwei Monate veranlasst hatte, ist die hohe Arbeitslosigkeit in Folge der Corona-Krise in den USA. Damit sollten „amerikanische Arbeiter“ vor ausländischer Konkurrenz um Arbeitsplätze geschützt werden. US-Bürger sollten „die ersten in der Schlange für Jobs“ sein, wenn sich die US-Wirtschaft wieder erhole, sagte der Präsident vor zwei Monaten. 

Mit den Maßnahmen würden 525.000 Arbeitsplätze für US-Bürger gesichert, sagte der US-Regierungsvertreter am Montag. „Präsident Trump fokussiert sich darauf, Amerikanern so schnell wie möglich wieder zu Arbeit zu verhelfen.“  

USA in der Corona-Krise: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter

Erstmeldung vom Montag, 22.06.2020, 16.19 Uhr: Washington – Die USA sind weiterhin das am stärksten von der Corona-Krise getroffene Land weltweit. Mit mittlerweile der Johns-Hopkins-Universität zufolge fast 120.000 Toten und mehr als 2,2 Millionen Infizierten (Stand: 22.06.2020, 16.43 Uhr) führen die Vereinigten Staaten die traurige Statistik an. Und der Trend scheint nicht abzureißen, im Gegenteil: Flachten die Kurven im Frühjahr auch in den USA ab, so gibt es jetzt wieder täglich Höchstzahlen.

So berichtet die „New York Times“ beispielsweise von 4515 neuen Corona-Fällen im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien allein am Sonntag (21.06.2020). Auch die Bundesstaaten Missouri und Oklahoma haben demnach „Rekorde gebrochen“, was die Zahl neu registrierter Corona-Infektionen innerhalb eines Tages betrifft.

Corona in USA: Regierung um Donald Trump bereitet sich auf zweite Welle vor

Die Trump-Regierung rüstet sich zudem für eine zweite Corona-Welle im Herbst. Der Direktor für Handel und Industriepolitik im Weißen Haus, Peter Navarro, sagte dem TV-Sender CNN, die Regierung sei dabei, die Vorräte medizinischen Bedarfsmaterials aufzufüllen, um auf eine zweite Welle vorbereitet zu sein. Das hieße aber nicht zwangsläufig, dass die zweite Welle kommen werde, aber natürlich wolle man vorbereitet sein. „Wir tun alles, was wir können“, so Navarro. 

Informationen zum bisherigen Infektionsgeschehen finden sich im vorhergehenden News-Ticker zur Lage in den USA.

Er erinnerte Moderator Jake Tapper außerdem daran, dass die Regierung unter Präsident Trump jetzt besser vorbereitet sei als zu dem Zeitpunkt, als China den USA das Coronavirus „untergeschoben“ habe. Er betonte, China habe die Corona-Pandemie und das Virus erzeugt und hunderttausende chinesische Bürger geschickt, um es auf der Welt zu verbreiten – „ob das Absicht war, bleibt offen“, sagte Navarro. Der Wirtschaftswissenschaftler bezeichnete das Coronavirus als Produkt der Kommunistischen Partei Chinas.

Corona in USA: New York City läutet zweite Lockerungsphase ein

Im stark betroffenen Bundesstaat New York in den USA beginnt unterdessen in New York City die zweite Phase der Corona-Lockerungen: Friseure, Büros und Außenbereiche von Restaurants dürfen in der Millionenmetropole wieder öffnen, unter Einhaltung von Masken-, Abstands- und Hygieneregeln. In New York waren die Fallzahlen in den vergangenen Wochen deutlich nach unten gegangen.

Zwei weitere Phasen der Lockerung in New York stehen noch aus, jede der vier Phasen des Lockerungsprozesses ist auf zwei Wochen angesetzt. Der Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern ist von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen worden. Mehr als 390.000 Menschen haben sich bislang mit dem Virus infiziert, rund 30.000 sind nach einer Infektion gestorben. Die Fallzahlen sanken nach strengen Beschränkungen und Hygieneregeln in den vergangenen Wochen deutlich. (Von Ines Alberti)

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Eric Gay

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