News-Ticker für Europa

Trotz Corona-Pandemie in Europa: Mehr als 100 Menschen verbarrikadieren sich in britischem Pub - und werfen mit Bier

Wegen der Corona-Pandemie gelten in vielen Ländern noch massive Einschränkungen. In Liverpool wurde nun ein geschlossener Pub besetzt. Alle Infos im News-Ticker.

  • Die Grenzkontrollen zu Deutschlands Nachbarländer sind am Montag (Update vom 15. Juni; 9 Uhr) gefallen. 
  • In Österreich haben sich 19 Menschen in einem Pflegeheim infiziert. Sechs Heimbewohner sind gestorben (Update 16. Juni, 20.20 Uhr).
  • In Italien verbreitet sich das Coronavirus derzeit wieder schneller (siehe Update vom 17. Juni, 19.18 Uhr).
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Deutschland. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen.



+++Dieser Ticker ist beendet. Verfolgen Sie hier alle weiteren Infos zum Thema Corona in Europa+++ 

Update vom 23. Juni, 13.11 Uhr: Trotz Corona-Pandemie haben mehr als 100 Menschen im britischen Liverpool einen Pub besetzt und dort ihren Durst gelöscht. Aufmerksam wurde die Polizei darauf, als Anwohner sie wegen der Lärmbelästigung riefen. Die Pub-Besitzer verbarrikadierten sich jedoch als die Einsatzkräfte eintrafen, und schleuderten den Polizisten Bier entgegen

Sieben Männer und eine Frau im Alter zwischen 21 und 33 Jahren wurden bei dem Einsatz am Montag festgenommen. Ihnen werden auch Drogendelikte vorgeworfen. Die Polizei sprach von einem „erschreckenden Benehmen“. Wegen der Corona-Krise sind die beliebten englischen Pubs seit drei Monaten geschlossen, bald sollen sie aber unter Auflagen wieder öffnen dürfen. 

Corona in Europa: In den Niederlanden erstmals seit März kein neuer Corona-Toter gemeldet

Update vom 22. Juni, 18.02 Uhr: Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise in den Niederlanden Anfang März ist kein Todesfall durch Covid-19 gemeldet worden. Das teilte das für Infektionskrankheiten zuständige Institut für Volksgesundheit und Umwelt RIVM am Montag in Bilthoven bei Utrecht mit. Bisher wurden 6090 Todesopfer registriert.

Am 10. März war das erste Todesopfer in den Niederlanden gemeldet worden. Am 31. März wurde mit 175 die bisher höchste Zahl an einem Tag registriert. Insgesamt wurde das Virus bisher bei rund 50 000 Personen nachgewiesen.

Coronavirus in der Niederlande: Hier wurde eine Statue mit einer Maske versehen.

Corona in Europa: Spanien fällt große Notstand-Entscheidung

Update vom 20. Juni, 18.02 Uhr: Nach 14 langen Wochen beendet Spanien den offiziellen Corona-Notstand. In der Nacht auf den 21. Juni kehrt zumindest auf dem Papier wieder Normalität ein. „Das Virus kann zurückkehren und wir könnten von einer zweiten Infektionswelle erfasst werden“, mahnt Regierungschef Pedro Sánchez aber dennoch vorsichtig zu sein, „alle müssen deshalb die Hygiene-  und Gesundheitsregeln strikt einhalten.“ Die spanische Regierung hatte zeitweise eine sehr strenge Ausgangssperre verhängt. Die Aufbruchsstimmung im Land ist jetzt intensiv. Die Maskenpflicht in öffentlichen Räumen bleibt auch nach Ende des Notstands in Kraft.

In Europa war Spanien eines der Länder, das am meisten unter der Corona-Krise litt und leidet.

Über 28.000 Menschen starben

(Zahlen: Johns Hopkins), die Wirtschaft ist am Boden. Mittlerweile gibt es zum Glück nur noch

wenige Neu-Infektionen

. Jetzt geht es darum, die schwere Zeit zu verarbeiten. Auch die

heftigen wirtschaftlichen Folgen

gilt es zu meistern. 

Nach dem Massen-Ausbruch bei Tönnies gibt es nun den nächsten Hotspot: In einer Wiesenhof-Fabrik in Oldenburg ist das Coronavirus erneut ausgebrochen.*

Coronavirus in Europa: Fleisch-Misere nun auch im Ausland

Update vom 19. Juni, 19.53 Uhr: Der Corona-Skandal bei Tönnies scheint auch auf europäischer Ebene kein Einzelfall zu bleiben. Wie nun bekannt wurde, ist es auch in Großbritannien in mehreren Fleischbetrieben zu Corona-Ausbrüchen gekommen.

In einer Geflügelfabrik des Lebensmittelkonzerns 2 Sisters in Llangefni in Wales wurden 58 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. In einer Fabrik des US-Wurstfabrikanten Oscar Mayer im walisischen Wrexham gibt es nach Angaben des Unternehmens zudem 38 Infizierte und in West Yorkshire in England musste eine Fleischfabrik der Supermarktkette Asda schließen. Das Unternehmen machte zunächst keine Angaben zur Zahl der Infizierten, will nach eigener Aussage aber die gesamte Belegschaft testen lassen.

Corona/Europa: Überraschende Analyse - in einem EU-Land ist die Lage schlimmer als in Schweden 

Update vom 19. Juni, 17.44 Uhr: Schweden ist in der Corona-Krise einen Sonderweg gegangen - der angesichts steigender Infektionszahlen im Land mittlerweile stark in der Kritik steht. Eine aktuelle Analyse kommt allerdings zu dem überraschenden Ergebnis, dass ein Land offenbar noch schlechter auf die Krise reagiert hat als Schweden: Belgien.

Der Benelux-Staat verzeichnet mit Mit 835 Toten auf eine Million Einwohner mehr Fälle als Schweden (500). Zum Vergleich: Die Bundesrepublik kommt auf 106. Das ergab eine Analyse der britischen Economist Intelligence Unit (EIU), über die das US-Börsenportal „CNBC“ berichtete.

Laut der Johns-Hopkins-Universität verzeichnet Belgien bei 11,5 Millionen Einwohner derzeit 9.695 Tote. Deutschland kommt bei der mehr als siebenfachen Bevölkerung und mehr als dreimal sovielen Infizierten (60.478 zu 190.274) auf 8.848 Corona-Tote. Die Situation in Belgien bleibt angespannt. 

Schwedens Chef-Virologe hat nun auch Fehler im Sonderweg seines Landes eingeräumt. 

Update vom 18. Juni, 21.31: Erhebliche Fortschritte gibt es bei der Suche nach einem Coronavirus-Medikament in Deutschland. Marburger Forscher erzielen bei der Behandlung einer Covid-19-Patientin einen „bemerkenswerten“ Erfolg.

Coronavirus in Europa: Gewalt an Kindern - Kinderschutzorganiation reagiert

Update vom 18. Juni, 11.15 Uhr: Dass viele Kinder während des fast europaweiten Lockdowns wohl Gewalt und Missbrauch ausgesetzt waren, ist bekannt - erst jetzt wird allerdings bekannt, dass sich die französische Kinderschutzorganisation „Enfant Bleu“ eine ganz besondere Schutzmaßnahme ausgedacht hatte. Über 1200 Kinder haben das Angebot auch genutzt. 

Jeden Tag waren Mitarbeiter von Enfant Bleu online in einem Videospiel ansprechbar - getarnt als blaue Figur. Bekannt gemacht wurde dieses Angebot über bei Kindern bekannten Influencern und die sozialen Medien - bewusst nicht über etablierte Medien, sodass Kinder ohne Wissen der Eltern diesen Kanal nutzen konnten. 

Von den 1200 Kontaktaufnahmen hätten sich etwa zwei Drittel aus Neugierde, ein Drittel mit persönlichen Problemen an die Organisation gewandt. Manche seien in „extremer Not“ gewesen. Erst jetzt wird diese Maßnahme öffentlich kommuniziert - im Herbst wollen Vetreter von Polizei und Justiz mit Kinderschutzverbänden diskutieren, ob das Modell erweitert wird.

Coronavirus in Europa: Erneut schnellere Ausbreitung des Virus in Italien

Update vom 17. Juni, 19.18 Uhr: In Italien verbreitet sich das Coronavirus derzeit wieder schneller aus. Laut La Republica gab es am Mittwoch (17. Juni) 329 neu registrierte Fälle sowie 43 Todesfälle. Die Zunahme der Infektionen könnte auch an der höheren Anzahl durchgeführter Tests liegen, schreibt das Blatt. Noch am Vortag hatte das Blatt von einer der Tendenz nach sinkenden Zahl bei Neuinfektionen berichtet.

Die Region Lombardei ist weiterhin am stärksten vom Coronavirus betroffen: 242 der neuen Fälle entfallen auf die Region im Norden. Insgesamt haben sich bislang 237.828 Menschen in Italien mit dem Coronavirus nachweislich infiziert. 34.448 Todesopfer musste das Land durch die Pandemie bisher verzeichnen.

Corona/Europa: 19 Personen in Pflegeheim in Österreich infiziert - Sechs Heimbewohner tot

Update vom 17. Juni, 10.09 Uhr: In Russland steigt die Zahl der Corona-Infektionen nach Behördenangaben um 7843 auf 553.301. Das ist der geringste Anstieg seit dem 30. April. Die Zahl der Todesfälle nimmt in den vergangenen 24 Stunden um 194 auf 7478 zu.

Corona/Europa: 19 Personen in Pflegeheim in Österreich infiziert - Sechs Heimbewohner tot

Update vom 16. Juni, 20.20 Uhr: In Österreich sind innerhalb der letzten 14 Tage sechs Bewohner eines Pflegewohnheims mit dem Coronavirus gestorben. Alle sechs Menschen seien „hochbetagt“ gewesen, zitierte der Nachrichtensender n-tv einen Sprecher der Einrichtung. In dem Pflegewohnheim seien insgesamt 19 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, neun von ihnen sollen zur medizinischen Versorgung in eine Klinik gebracht worden sein. Insgesamt 270 Personen wohnen aktuell in dem Heim.  

Corona in Europa: Lage in der Türkei wieder prekärer

Update vom 15. Juni, 22.23 Uhr: In der Türkei hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb von zwei Wochen verdoppelt. Binnen 24 Stunden seien 1592 Neuinfektionen und 18 Todesfälle gemeldet worden, erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Montag auf Twitter. Am 2. Juni dagegen hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch bei 786 Fällen gelegen. Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie im April verzeichnete die Türkei allerdings mehr als 5000 Neuinfektionen täglich.

Insgesamt haben sich damit fast 180.000 Menschen in der Türkei mit Corona infiziert, wie Koca mitteilte. Mehr als 4800 Menschen starben an den Folgen der Infektion. Der Minister warnte die Bürger vor „Nachlässigkeit“ und rief dazu auf, Masken zu tragen und Abstandsregeln einzuhalten.

Die Türkei hat zahlreiche Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bereits wieder aufgehoben. Restaurants dürfen wieder öffnen, in Moscheen darf wieder gebetet werden. Ab dem 1. Juli sollen auch Theater und Kinos wieder öffnen.

Das Auswärtige Amt hat für die Türkei nach wie vor eine Reisewarnung ausgesprochen - zunächst befristet bis Ende August. Die stark vom Tourismus abhängige Türkei ist darüber erbost. Nun hat sich auch Heiko Maas zur momentanen Lage im 80-Millionen-Einwohner Land geäußert.

Coronavirus in Europa: Positive Nachrichten aus Italien - der Trend scheint zu stimmen

Update vom 15. Juni, 19.44 Uhr: Italien hat in der Corona-Pandemie die niedrigste Totenzahl seit mehr als drei Monaten gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Toten um 26 auf 34.371 gestiegen, teilte der Zivilschutz am Montag in Rom mit.

Zuletzt waren am 2. März 18 Tote an einem Tag registriert worden. Insgesamt wurden in Italien bisher 237.290 Infektionen gemeldet, die meisten davon in der Lombardei.

Coronavirus in Europa: Finnland beendet Ausnahmezustand

Update vom 15. Juni, 16.47 Uhr: Nach drei Monaten Ausnahmezustand macht die Regierung in Finnland einen ersten Schritt zurück in die Normalität. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass die Behörden die Corona-Pandemie auch ohne zusätzliche Befugnisse handhaben könnte, so Ministerpräsidentin Sanna Marin. Das dem Schritt zugrunde liegende Gesetz werde deshalb aufgehoben, womit Finnland ab Dienstag in den Normalzustand zurückkehre. Dies bedeute jedoch nicht, dass die vom Coronavirus ausgehende Gefahr gebannt sei. Justizministerin Anna-Maja Henriksson erklärte dennoch: „Das hier ist ein Tag der Freude.“

Der am 16. März eingeführte Ausnahmezustand hatte Marins Regierung mit Sonderrechten ausgestattet, um beispielsweise den Verkehr in und aus der Region rund um Helsinki, der bevölkerungsreichsten finnischen Landschaft Uusimaa, zu beschränken. Ähnlich wie in Deutschland wurden auch Schulen und Kitas vorrübergehend geschlossen. Da die Corona-Situation sich in Finnland wieder deutlich verbessert hat, konnten viele Maßnahmen bereits gelockert werden. Bis Montag wurden in dem nordischen EU-Land mit seinen etwa 5,5 Millionen Einwohnern rund 7100 Infektionen gemeldet, 326 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind bisher gestorben.

Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin hat den Ausnahmezustand in ihrem Land aufgehoben. 

Coronavirus in Europa: Grenzen zu Österreich offen - neue Corona-Regeln  

Update vom 15. Juni, 9.13 Uhr: Die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern, wie Österreich sind wieder geöffnet. In Österreich fällt ab Montag die Maskenpflicht, jedenfalls in Geschäften und auch in der Gastronomie. Nur noch das Personal muss weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Sperrstunde wird in Österreich von 23 Uhr auf 1 Uhr verlängert.

Im öffentlichen Verkehrsmitteln, im Gesundheitsbereich sowie Apotheken und wenn der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann, gilt eine Maskenpflicht.

Coronavirus in Österreich: Die Reisewarnung für Österreich wurde am 15. Juni aufgehoben, die grenzen sind wieder offen und es gibt neue Corona-Regeln (Symbolfoto).  

Coronavirus in Europa: Grenzkontrollen fallen

Update vom 15. Juni, 9 Uhr: Am 16. März hatte Deutschland Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark eingeführt. Nach drei Monaten sind die gemeinsamen Grenzen wieder offen. Seit Montag hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für 27 europäische Länder aufgehoben.

Vier Länder der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums müssen auf die Aufhebung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisewarnung noch warten. Darunter ist das beliebteste Ferienziel der Deutschen: Spanien. Dort besteht genauso wie in Finnland und Norwegen noch eine Einreisesperre.

Für das EU-Land Schweden wird die Reisewarnung wegen der Zahl der Neuinfektionen aufrecht erhalten. 

 

Update vom 13. Juni, 20.40: Emmanuel Macron spricht am Sonntag zu den Franzosen. Der französische Präsident will in einer Fernsehansprache (20 Uhr) das weitere Vorgehen in der Corona-Krise erklären.

Nach Angaben aus seinem Umfeld möchte der Regierungschef unter anderem auf die geplante Lockerung der Coronavirus-Beschränkungen in Frankreich zu sprechen kommen. So soll etwa das Versammlungsverbot von mehr als zehn Menschen Ende Juni fallen.

Corona-Krise in Europa: Deutschland mit Impfallianz

Update vom 13. Juni, 16.35 Uhr: Vier europäische Länder haben eine Impfallianz gegen das Coronavirus ins Leben gerufen: Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande.

Der Zusammenschluss der vier EU-Partner hat laut Bundesgesundheitsministerium einen ersten Vertrag mit dem Pharmakonzern AstraZeneca geschlossen, wonach dieser 300 Millionen Dosen liefern soll, sobald der Corona-Impfstoff entwickelt sei.

Aus Regierungskreisen hieß es laut AFP, das dies bis Ende des Jahres gelingen könnte. Die Dosen „sollen relativ zur Bevölkerungsgröße an alle Mitgliedstaaten, die dabei sein wollen, aufgeteilt werden“, erklärte das Ministerium weiter.

Corona-Krise in Europa: Russland will einen Impfstoff entwickelt haben

Update vom 13. Juni, 15.55 Uhr: In vielen Ländern arbeiten Wissenschaftler aktuell auf Hochtouren, um einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 zu entwickeln. Nun will Russland genau das bereits geschafft haben: Wie die Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Samstag der Staatsagentur Tass zufolge mitteilte, will das Land bereits im September mit der Massenproduktion eines Impfstoffes beginnen. 

Das Verteidigiungsministerium hatte mitgeteilt, dass aktuell noch klinische Teste mit 50 freiwilligen Soldaten durchgeführt werden, die jedoch Ende Juli abgeschlossen sein sollen. Eine Zulassung des Impfstoffes sei für August geplant. Im Monat darauf könne das Medikament dann bereits in größeren Massen produziert werden. In Russland befassen sich offiziellen Angaben zufolge insgesamt sieben Forschungseinrichtungen unabhängig voneinander mit der Entwicklung eines Impfstoffes. Davon seien drei Projekte erfolgsversprechend, sagte die Vize-Regierungschefin.

Bereits im Mai war bei dem staatlichen Gamalaja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau die Rede von einem Impfstoff. Dieser habe eine Immunität gegen Corona erzeugt und wurde an Wissenschaftlern sowie an Tieren getestet - ohne negative Nebenwirkungen, laut dem Institutsdirektor Alexander Ginsburg. Eine Studie zu dem anscheinend in Rekordzeit entwickelten Impfstoff haben die Forscher bisher nicht vorgelegt. Es gibt deshalb keine unabhängige Bewertung der Aussagen von Regierung und Wissenschaftlern.

US-Studie untersucht Auswirkungen von Schutzmasken auf Infektionszahlen in Italien

Update vom 13. Juni, 14 Uhr: Das Tragen von Schutzmasken hat einer Studie zufolge in Italien Zehntausende Coronavirus-Infektionen verhindert. 

In Italien habe die Maßnahme zwischen dem 6. April und dem 9. Mai mehr als 78 000 Ansteckungen verhindert, berechnen Forscher von Universitäten in Texas und Kalifornien in Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ („PNAS“). Demnach ist die Übertragung des Erregers Sars-CoV-2 durch die Luft der dominante Infektionsweg.

Die Wissenschaftler untersuchten Daten und Statistiken aus dem chinesischen Wuhan, wo das Virus anfangs ausgebrochen war, sowie aus Italien und der Millionenmetropole New York. Das Tragen von Masken wurde in Italien und New York zeitlich nach anderen Empfehlungen, wie Händewaschen oder Abstand halten, angeordnet - im besonders stark betroffenen Norden Italiens am 6. April, in New York am 17. April. In Wuhan dagegen wurden alle diese Regeln gleichzeitig angeordnet. Die Forscher verglichen nun die Daten vor und nach der Masken-Regel in New York und Italien mit denen in Wuhan.

Corona: Zwei EU-Land öffnen Grenzen

Update vom 13. Juni, 11.17 Uhr: Tschechien und Polen öffnen ihre Grenzen: Ab Montag dürfen fast alle EU-Bürger sowie aus der Schweiz und Lichtenstein wieder nach Tschechien einreisen. Dafür muss auch kein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Die Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich wurden bereits vor einer Woche aufgehoben. 

Weiterhin gilt noch ein Reiseverbot für Belgien, Portugal, Großbritannien, Schweden und für die polnische Region Woiwodschaft Schlesien.

Auch Polen öffnete die Grenzen nach Litauen, Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Die polnischen Grenzen im Osten nach Weißrussland, der Ukraine und Kaliningrad bleiben weiterhin geschlossen. Die generellen Regeln für das Einreisen von Nicht-EU-Bürgern wird ebenso gelockert. 

Corona in Europa: Nordmazedonien hebt Ausnahme-Zustand auf

Update vom 12. Juni, 19.02 Uhr: Der nordmazedonische Präsident Stevo Pendarovski wird den wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht mehr verlängern. Dieser wird infolgedessen am Sonntag 00.00 Uhr auslaufen, teilte der Politiker am Freitag in der Hauptstadt Skopje mit. Das kleine Balkanland hatte die Maßnahme nach Ausbruch der Corona-Pandemie Mitte März eingeführt und dann um jeweils zwei beziehungsweise vier Wochen verlängert.

Nordmazedonien ist mit seinen zwei Millionen Einwohnern von der Pandemie nicht besonders hart betroffen. Bis zum Freitag waren dort 3701 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infizert. Die Zahl der akuten Fälle wurde mit 1836 angegeben, die der Toten mit 171.

Coronavirus in Europa: First Lady der Ukraine positiv auf Covid-19 getestet

Update vom 12. Juni, 16.44 Uhr: Die First Lady der Ukraine, Olena Selenska, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Frau von Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am Freitag auf Facebook bekannt, dass sie positiv getestet worden sei. Am Donnerstag hatte die Ukraine eine Rekordzahl an Neuansteckungen gemeldet. Zuvor hatte das Land seine Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Virus gelockert.

Selenskas Ehemann und ihre zwei Kinder seien aber negativ getestet worden. Es gehe ihr gut und sie habe sich zu Hause in Selbstisolation begeben, schrieb die 42-Jährige. Ihre Landsleute rief sie auf, vorsichtig zu sein und Masken zum Schutz gegen eine Corona-Ansteckung zu tragen.

Staatschef Selenskyj trägt allerdings häufig selbst keine Schutzmaske bei öffentlichen Auftritten und wird deshalb kritisiert. Die Ukraine hatte am Donnerstag eine Rekordzahl von 689 Neuinfektionen gemeldet, das Gesundheitsministerium stufte das als „sehr alarmierend“ ein. Insgesamt gibt es den Behörden zufolge 29.753 Corona-Infektionen im Land, 870 Menschen starben bereits daran.

Olena Selenska (2.v.l.) im Beisein ihres Mannes Wolodymyr Selenskyjj (2.v.r.) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) sowie seiner Frau Elke Büdenbender. Der Präsident der Ukraine trägt sich im Schloss Bellevue 2019 ins Gästebuch ein.

Coronavirus in Europa: Giuseppe Conte von italienischer Justiz vernommen

Update vom 12. Juni, 14.10 Uhr Die Staatsanwaltschaft Bergamo vernimmt am Freitag, 12. Juni, Ministerpräsident Guiseppe Conte an dessen Regierungssitz in Rom. Es geht um diejuristische Aufarbeitung des dramatischen Verlaufs derCoronavirus-Pandemie - speziell im Norden des Landes. Auch Luciana Lamorgese, die Innenministerin, soll als Zeugin aussagen. 

Coronavirus - Italien: Regierungschef Giuseppe Conte muss am Freitag Fragen der Staatsanwaltschaft beantworten.

In Italien ist noch immer ungeklärt, warum die Gemeinden Alzano Lombardo und Nembro nicht zu Sperrzonen erklärt wurden. Sie entwickelten sich zu absoluten Hochburgen der Pandemie. Bis jetzt starben rund34.000 Menschen in Italien am Coronavirus. Aus dem Norden stammen die Bilder von Militär-Trucks, die Särge abtransportieren. Mittlerweile haben Angehörige der Todesopfer insgesamt 50 Anzeigen gegen Unbekannt gestellt. Sie vermuten Missmanagement seitens der Behörden. 

Die Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft soll auch klären, warum sich die Krankheit ausgerechnet im wirtschaftlich starken Norden so beschleunigt hat. Kurz vor der Vernehmung sagte der parteilose Jurist Conte der „Corriere della Sera“, er halte sein Vorgehen weiter für richtig: „Weil ich mein Handeln an Wissenschaft und Gewissen orientiert habe, weil ich mich sofort eingeschaltet habe, bin ich absolut gelassen.“ 

Derweil unterstellen Verschwörungstheorien Bill Gates, dass er mit seinem Corona-Impfstoff die Welt knechten will. Nun äußert er sich mit einer Warnung.

Weniger Zustimmung für Schwedens Regierung in der Corona-Krise

Update vom 12. Juni, 12.20 Uhr Die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie in Schweden lässt den Rückhalt in der Bevölkerung für Ministerpräsident Stefan Löfven sinken. Gestern meldete die Gesundheitsbehörde Schweden 1.474 Neuinfektionen

Die Schweden selbst sind von der Entwicklung nicht begeistert. „Das Vertrauen in die Regierung und die Gesundheitsbehörde ist eingebrochen. Der Anteil derer mit großem oder relativ großem Vertrauen in die Corona-Maßnahmen ist um rund 20 Prozent gesunken. Gründe dafür könnten die hohe Zahl von Toten vor allem unter Älteren sein sowie mangelnde Information über den Verbreitungsgrad von Corona“, vermeldet SVT, der öffentliche Sender Schwedens. 

Corona-Krise: Schweden meldet neuen Infektions-Höchstwert

Update vom 11. Juni, 20.45 Uhr: In Schweden wurden am Donnerstag 1474 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das ist der höchste Wert in dem skandinavischen Land seit Beginn der Pandemie. Die schwedische Gesundheitsbehörde gibt jedoch an, dass dieser Anstieg in direkter Verbindung mit einer erhöhten Testkapazität stehe. So würden auch Corona-Infizierte mit milden oder keinen Symptomen als solche registriert werden. 

Schweden hatte in der Corona-Krise einen Sonderweg eingeschlagen und auf einen Shutdown, sowie auf starke Einschränkungen weitestgehend verzichtet. Die Bundesregierung wird deswegen wohl auch die Reisewarnung für Schweden nicht am 15. Juni aufheben. Das Land erfülle nicht die Pandemiekriterien, das Schweden mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen aufweist.

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven bei einer Pressekonferenz zum Thema Corona.

Coronavirus in Europa: Bulgarien bereits in der zweiten Welle? 

Update vom 11. Juni, 18.10 Uhr: Im zunächst kaum von der Corona-Pandemie betroffenen Bulgarien breitet sich nach offiziellen Angaben eine zweite Welle des neuartigen Coronavirus aus. Am Donnerstag verzeichnetet der Balkanstaat 104 Neuerkrankungen mit Covid-19 innerhalb von 24 Stunden - ein Rekordwert. Die „epidemische Ausnahmesituation“, die in Bulgarien bis zum 14. Juni verhängt wurde, soll bis Ende des Monats verlängert werden. 

Bulgarien befinde sich wohl in einer zweiten Welle der Krankheit, sagte der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew, am Donnerstag im privaten Fernsehsender bTV. Das Virus breite sich jetzt aber vor allem lokal in Netzwerken, sogenannten Clustern, aus. Die Situation könne unter Kontrolle gebracht werden, meinte er.

Die bisherigen Corona-Einschränkungen in Bulgarien wurden bereits weitgehend gelockert: Restaurants und Cafés haben wieder geöffnet. Auch Einkaufszentren, Fitnessstudios, Museen, Theater und Kinos dürfen unter hygienischen Auflagen wieder besucht werden.

Corona-Krise: Merkel und Macron wollen Pandemie-Masterplan - Conte muss vor die Staatsanwaltschaft

Update vom 11. Juni, 09.37 UhrItaliens Regierungschef Giuseppe Conte muss sich am Freitag (12.6.) Fragen der Staatsanwaltschaft zum Umgang mit der Corona-Krise stellen. Am Mittwoch hatten Hinterbliebene von Opfern in der schwer betroffenen Region Bergamo Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet - sie werfen den Behörden Inkompetenz und falsche Reaktionen auf die Ausbreitung des Coronavirus vor. Im Kern der Anhörung von Conte wird die Frage stehen, ob die Region Bergamo - bereits als Hotspot bekannt - zu spät abgeriegelt wurde.

Neben Conte sollen Gesundheitsminister Roberto Speranza und Innenministerin Luciana Lamorgese als Zeugen gehört werden.

Corona-Krise in Europa: Neuer Hotspot in Uni-Klinik in Spanien

Update vom 10. Juni, 22.52 Uhr: Im Basurto-Universitätskrankenhaus in Bilbao (Nordspanien) sind 25 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, ein infizierter Patient sei gestorben, sagte der Leiter der Einrichtung, Eduardo Maiz, auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Nun würden alle 4500 Mitarbeiter des öffentlichen Krankenhauses im Baskenland getestet. Die Besuche wurden eingeschränkt.

Kurz zuvor waren am Montag im Baskenland fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. In Spanien haben sich bisher nach offiziellen Angaben 242.280 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert, 27.136 Menschen starben an den Folgen der Infektion. Spanien ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas.

Corona in Europa: London öffnet Zoos und Geschäfte 

Update vom 10. Juni, 19.30 Uhr: Langsam werden auch in Großbritannien die Corona-Maßnahmen gelockert. Zoos, Safari-Parks und Läden dürfen in England ab Montag wieder öffnen. Auch Gotteshäuser sind für individuelle Gebete wieder betretbar. Zudem können sich künftig auch bestimmte Haushalte zusammenschließen. Abstandsregelungen wären jedoch weiterhin einzuhalten, so Boris Johnson am Mittwoch.

Dabei steht die Londoner Regierung im Umgang mit der Corona-Krise allerdings seit Monaten immer wieder in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen zu spät gehandelt zu haben. 

Der Wissenschaftler Neil Ferguson vom Imperial College sagte am Mittwoch in einem Parlamentsausschuss, dass die Hälfte der Todesfälle vermeidbar gewesen wäre, hätte die Regierung die Maßnahmen eine Woche früher verhängt.

Corona-Krise in Europa: Weitere Klagen in Italien - Hinterbliebene stellen Strafanzeige

Update vom 10. Juni, 17.45 Uhr: In Italien haben  Hinterbliebene von Coronavirus-Opfern bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Die Kläger kommen aus der besonders stark betroffenen Provinz Bergamo. Sie werfen den Behörden vor durch Fahrlässigkeit und Inkompetenz verantwortlich für zahlreiche Corona-Todesfälle zu sein. Die als Corona-Hotspots bekannten Orte Alzano und Nembro wurden laut ihrer Aussage nicht rechtzeitig isoliert. 

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits in mehreren Fällen wegen Missmanagements zum Beispiel in Altersheimen, wo es besonders viele Opfer gab. Die Region selbst weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die Regierung in Rom, die Entscheidungen zur Isolierung hätte treffen müssen.

Corona-Krise in Europa: Fake-News-Kampagnen befürchtet

Update vom 10. Juni, 16.16 Uhr: Die EU fürchtet anhaltende Fake-News-Kampagnen rund ums Coronavirus und will soziale Netzwerke deshalb stärker in die Pflicht nehmen. Nach einem am Mittwoch präsentierten Plan der EU-Kommission sollen Plattformen wie Facebook und Twitter künftig monatlich Berichte über ihren Kampf gegen Desinformationen vorlegen. Zudem werden die Unternehmen zu einer engeren Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern aufgefordert.

„Während der Coronavirus-Pandemie ist Europa von Desinformationskampagnen überschwemmt worden, die ihren Ursprung sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU hatten“, kommentierte EU-Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova. 

Um diese zu bekämpfen, müsse man „alle relevanten Akteure von Online-Plattformen bis hin zu Behörden mobilisieren und unabhängige Faktenprüfer und Medien unterstützen“.

Coronavirus in Europa: Österreich erlaubt Reisen ab 16. Juni - in fast alle EU-Länder

Update vom 10. Juni, 13.28 Uhr: Freude bei allen Österreicher, die in diesem Sommer einen Urlaub außerhalb der Landesgrenzen geplant hatten. Denn: Österreich wird vom16. Juni an das Reisen in die meisten Länder Europas wieder erlauben. Dazu gehöre auch das besonders von der Corona-Pandemie betroffene Nachbarland Italien, sagte Außenminister Alexander Schallenberg am Mittwoch in Wien. 

Die Zahlen der Corona-Infektionen in den insgesamt 31 Ländern, in die wieder ohne Einschränkung gereist werden darf, seien niedrig genug. Ausgenommen seien allerdings Schweden, Großbritannien, Portugal und zunächst auch Spanien.

Für die besonders betroffene norditalienische Region Lombardei gelte weiterhin eine teilweise Reisewarnung, so Schallenberg. „Wenn sie die Koffer packen, vergessen sie den Hausverstand nicht“, mahnte der Minister die Einhaltung der Hygieneregeln auch im Ausland an. Er warb erneut für einen Urlaub in Österreich.

Österreich selbst verzeichnet weiterhin sehr niedrige Infektionszahlen. Der Zuwachs binnen eines Tages habe zuletzt rund 0,2 Prozent betragen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. „Wir sind noch nicht über den Berg“, warnte Anschober zugleich vor einem Nachlassen der Wachsamkeit.

Coronavirus in Europa: Macron und Merkel fordern eine Art Masterplan gegen zukünftige Pandemien

Erstmeldung vom 10. Juni, 11.14 Uhr: Berlin/Paris - Die Regierungschefs von insgesamt sechs Mitgliedern der Europäischen Union haben die EU-Kommission aufgefordert, sich besser auf Pandemien vorzubereiten. Vorne mit dabei: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Merkel und Macron bringen derzeit wieder häufiger gemeinsam Ideen in der Corona-Pandemie vor.

Die chaotische Reaktion der EU auf die Corona-Pandemie habe Fragen zur Vorbereitung der EU auf Pandemien aufgeworfen und die Notwendigkeit eines europaweiten Ansatzes aufgezeigt - auch mit Blick auf eine mögliche zweite Corona-Welle, heißt es am Dienstag in einem Appell an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Coronavirus in Europa: Merkel und Macron unterzeichnen Appell an Europäische Union

Neben Merkel und Macron haben der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki, der spanische Regierungschef Pedro Sánchez, die belgische Regierungschefin Sophie Wilmes und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen unterzeichnet. Sie hoffen demnach darauf, dass ihr Strategiepapier als „Inspiration für fruchtbare weitere Debatten auf europäischer Ebene" über die Vorbereitung auf künftige Pandemien dient.

Der Brief legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Mangel an medizinischer Ausrüstung. Es sei unerlässlich, diesen Mangel zu analysieren, stellen die Staats- und Regierungschefs fest. Sie fordern eine ausreichende Versorgung mit Schutzausrüstung, medizinischen Geräten, Medikamenten und Impfstoffen.

Coronavirus in Europa: EU soll für künftige Pandemien künftig besser Vorräte anlegen

Wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus* waren zu Beginn der Pandemie vielerorts in Europa Masken und andere Schutzausrüstung für medizinisches Personal knapp geworden. Viele Länder ergriffen daraufhin nationale Maßnahmen. Dass Länder wie Deutschland die Ausfuhr von Schutzbekleidung und Atemmasken zeitweise beschränkten, sorgte für Kritik.

DieEU-Staats- und Regierungschefs wollen bei einemGipfel am 19. Juni, der wegen der Corona-Pandemie nur als Video-Konferenz stattfindet, über die Folgen der Corona-Krise beraten.

Video: Die EU-Staaten nehmen in der Corona-Krise weitere Lockerungen vor

Die EU-Länder befinden sich auf Schlingerkurs zwischen Schutzmaßnahmen und Lockerungen wegen der Corona-Pandemie*. So muss man in Spanien auf unabsehbare Zeit überall Masken tragen, auch draußen, wenn die 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen Personen nicht möglich sind, während erste deutsche Touristen schon wieder nach Mallorca dürfen*, und wieder anderswo strenge Einreisebeschränkungen* gelten. Rumänien verlängert den Alarmzustand wegen Corona.

Alle bisherigen Entwicklungen zum Coronavirus in Europa lesen Sie hier

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Friso Gentsch

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