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Ein 26-Jähriger wurde in Münster festgenommen. Er soll mehrere Kinder missbraucht haben. (Symbolbild)

26-Jähriger unter Verdacht

Jugendbetreuer soll Kinder missbraucht haben: Festgenommener schweigt zu Vorwürfen

Er soll sie missbraucht und zum Austausch von Nacktfotos sowie -videos animiert haben: Ein Lehramtsstudent, der jahrelang bei der DLRG gearbeitet hat, sitzt seit Mittwoch in Haft. Bei der Festnahme fanden die Beamten neue Beweise.

  • Festnahme in Münster
  • Lehramtstudent soll Kinder missbraucht haben 
  • Verdächtiger schweigt

Update: 23. Juli. Vergangene Woche wurde ein 26-Jähriger in Münster festgenommen. Er soll mehrere Kinder sexuell missbraucht haben. Zu den Tatvorwürfen äußert er sich bislang nicht.

"Der Beschuldigte ist anwaltlich vertreten, aber zu den Tatvorwürfen hat er sich bisher nicht eingelassen - weder selbst, noch über seinen Verteidiger", heißt es seitens der Staatsanwaltschaft Lüneburg. Die Ermittlungen dauern weiter an. Der Jugendbetreuer des DLRG soll sich an fünf Jungen im Alter von elf und mehr Jahre vergangen haben.

Münster: Jugendbetreuer soll Kinder missbraucht haben

Erstmeldung: 18. Juli. Münster/Lüneburg – Erneut gibt es in der Domstadt einen schrecklichen Verdacht: Ein Lehramtstudent (26) soll seine Position als Jugendbetreuer bei der DLRG in Lüneburg ausgenutzt und sich an mehreren Kindern vergangen haben. Am Mittwoch (17. Juli) wurde der Mann in Münster verhaftet. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft soeben bekannt geben, wie msl24.de* berichtet.

Mann zieht nach ersten Hinweise auf Verbrechen nach Münster

"Der Mann ist dringend tatverdächtig als Übungsleiter bei Jugendfreizeiten sexuelle Handlungen mit und an mehreren Jungen (Kinder und Jugendliche) vorgenommen zu haben", heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem soll er seit 2015 Nacktfotos und -videos mit den Jungen "ausgetauscht beziehungsweise diese dazu animiert" haben. Der Kontakt ging über einen Instant-Messaging-Dienst. 

Bereits im April 2019 soll der Vorstand der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sich bei der Polizei in Lüneburg gemeldet haben. Es folgten umfangreiche Ermittlungen sowie die Vernehmung von Zeugen und Opfern. So konnten die Beamten belastendes Material auf Datenträgern sichern. Bereits damals trat der Verdächtige von seinen Ämtern zurück und zog nach Münster. 

Neue Beweise bei Festnahme in Münster gefunden

Dort wurde er am Mittwoch von den Beamten, die einen Haftbefehl veranlasst hatten, in seiner Wohnung in Münster festgenommen. "Dabei stellten sie auch weitere Datenträger und Unterlagen sicher", berichtet die Polizei. 

Nach dem jetzigen Kenntnisstand soll der 26-Jährige aus Lüneburg, der aktuell in Münster lebt, fünf Jungen im Alter ab 11 Jahren bedrängt haben. Dabei halten die Ermittler es nicht für unwahrscheinlich halten, dass es noch weitere Missbrauchsfälle gab. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Münster: Täter in weiteren Vereinen aktiv

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (DPA) hat ein Polizeisprecher mittlerweile bestätigt, dass der Lehramtsstudent neben Münster noch in einem weiteren Sportverein aktiv war. Es sei bereits Kontakt aufgenommen worden. Hinweise auf Straftaten gab es dort aber bislang nicht. 

Erst vor wenigen Tagen sorgte ein Priester in Deutschland für Unmut, als er mit einer Rede in Münster über Kindesmissbrauch seine Zuhörer schockiert. Er meinte, so ein Vergehen sei "vielleicht nicht so tragisch" für die Schutzbefohlenen. Für Schlagzeilen sorgte auch ein 70-Jähriger, der sich in Ahlen an seiner Enkeltochter verging – im eigenen Ehebett. 

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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