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Viele Handynutzer haben kürzlich seltsame Nachrichten bekommen - teilweise von toten Personen

Einige sind entsetzt

„Ich bin verstört“ - Handynutzer erhalten mysteriöse Nachrichten von toten Verwandten

In den USA erhielten zahlreiche Handynutzer kürzlich verstörende Nachrichten. Sie stammten von teilweise bereits verstorbenen Personen. Nun ist die Ursache geklärt.

  • In den USA erhielten viele Handynutzer seltsame Nachrichten
  • Teilweise waren die Absender bereits tote Personen
  • Die Ursache wurde mittlerweile geklärt

Eine Nachricht von der besten Freundin oder der Tochter zu bekommen ist normalerweise eine schöne Sache. Allerdings nicht, wenn die Person bereits gestorben ist. In einem anderen Fall ist es auch gruselig geworden, weil selbst eine recht lebendige Person nicht der Absender von Nachrichten war. Doch genau diese Szenarien mussten in den USA nun zahlreiche Mobilfunknutzer erleben.

Nachricht von der toten Freundin: Handynutzerin reagiert „verstört“

„Ich habe gerade eine Nachricht von meiner besten Freundin bekommen. Das einzige Problem: Sie ist seit Februar tot“, schildert eine Nutzerin auf Twitter ihr Erlebnis. Weiter schreibt sie: „Neulich habe ich noch beim Fahren mit ihr gesprochen, sie um Rat gefragt, auch wenn ich weiß, dass sie nicht antworten kann. Und heute Morgen hatte ich zwei Nachrichten von ihr auf dem Handy.“ Eine wohl sehr erschreckende Entdeckung, denn das Handy der toten Freundin war seit Februar nicht mehr in Gebrauch erzählt die Userin weiter. 

Auch eine andere Twitter-Nutzerin berichtet, dass ihre Mutter morgens zwei Nachrichten von ihr auf dem Handy hatte, von ihrer Nummer gesendet, doch nicht von ihr selbst verschickt. „Kann jemand bitte erklären, wie das passieren konnte. Ich bin verstört“, so die Frau. Die beiden sind nicht die einzigen Personen, die in den letzten Tagen von mysteriösen Nachrichten berichteten. Auf Twitter finden sich zahlreiche Geschichten, die von ähnlichen Szenarien schreiben. SMS vom toten Ehemann, Nachrichten, die keinen Kontext haben oder nicht selbst verschickt wurden.

Wilde Spekulationen der User: Was steckt hinter den Nachrichten aus dem Jenseits?

Wilde Spekulationen machten nach diesem Vorfall die Runde. Es gab die verschiedensten Vermutungen, berichtet bild.de. Ein Riss im Raum-Zeit-Spektrum? Botschaften aus einem Nachbar-Universum? Doch die tatsächliche Antwort auf die Fragen ist wesentlich unspektakulärer. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg von dem Technologieunternehmen Syniverse erfahren hat, handelt es sich um einenTechnik-Fehler. 

Das Unternehmen versorgt Kommunikationsunternehmen wie T-Online oder Verizon Communications mit Dienstleistungen und Technologien. Und dabei gab es Probleme. „Während interner Wartungsarbeiten in der letzten Nacht wurden 168.149 zuvor ungesendete Nachrichten versehentlich an zahlreiche Handynutzer versandt“, erklärte Syniverse gegenüber Bloomberg. So erhielten die Handynutzer Nachrichten, die eigentlich Monate zuvor verschickt worden waren. 

Nachrichten aus dem Jenseits: Enthüllung der Ursache löst einige Probleme

Das Problem betraf also nicht T-Mobile oder Verizon. Es waren Komplikationen des Drittanbieters. So waren Nutzer verschiedener Handytypen und auch verschiedener Mobilfunkverträge betroffen. Mittlerweile wurden die Probleme jedoch behoben und der Konzern entschuldigte sich bei den Betroffenen. William Hurley, der Produktchef des Unternehmens erklärte, sie arbeiteten an ihren internen Prozessen, sodass eine solche Situation nie wieder auftreten würde.

Die Empfänger und Sender der Nachrichten dürften beruhigt sein, denn in vielen Fällen führten die seltsamen Nachrichten nicht nur zu Verwirrung, sondern auch zu anderen Unannehmlichkeiten. So berichtet Bloomberg über einen Mann, dessen Chef um vier Uhr morgens eine Nachricht von ihm erhielt. Wie nicht anders zu erwarten war der keineswegs erfreut über die frühe Störung. Die Folge war eine ordentliche Standpauke - für eine Nachricht die offensichtlich nicht von ihm kam.

Seltsame Nachrichten aus dem Jenseits auch in Deutschland?

Deutsche Handynutzer müssen sich dabei keine Sorgen machen demnächst mit seltsamen Textnachrichten auf dem Handy aufzuwachen. Denn in Deutschland bleiben die Nachrichten lediglich 48 Stunden auf den Servern gespeichert, berichtet bild.de. Können sie nicht zugestellt werden, bekommt der Sender eine entsprechende Nachricht. Der Inhalt wird dann nach 2 Tagen gelöscht und kann somit nicht zu ähnlichen Vorfällen führen, wie in den USA. Allerdings gab es auch in Deutschland schon Berichte über seltsame SMS. So erhielt eine Frau nach Jahren ein Antwort von ihrem totem Mann und eine Enkelin von ihrer toten Oma.

Bei seltsamen SMS ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Denn immer wieder versuchen Trickbetrüger so an Kontodaten zu gelangen, wie im Februar bei Netflix.

cd

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