Diese Utensilien stellte die Polizei in der „Drogenküche“ sicher.
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Diese Utensilien stellte die Polizei in der „Drogenküche“ sicher.

Polizei-Aktion

SEK-Kräfte stürmen zwei Wohnungen und nehmen Drogenhändler fest - so lief der Einsatz ab

  • Erwin Kitscha
    vonErwin Kitscha
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Der Polizei ist ein Schlag gegen Drogenhändler gelungen. Auch Spezialeinsatzkräfte waren im Einsatz. In zwei Städten gab es Festnahmen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung teilen die Staatsanwaltschaft Dortmund und das Polizeipräsidium Recklinghausen die Hintergründe des Einsatzes mit.

Zugriffe in Castrop-Rauxel und Dortmund

Danach schlugen die Beamten am Dienstagmorgen (8. September) zu. Und zwar in zwei Wohnhäusern im Castrop-Rauxeler Stadtteil Ickern und in der Dortmunder Nordstadt. Zur Vorsicht waren auch Kräfte des Sondereinsatzkommandos (SEK) bei den Zugriffen dabei. Es gab Hinweise, dass die Verdächtigen im Besitz von Waffen seien. Das bestätigte sich: Direkt an der Eingangstür hingen zwei Baseballschläger. In der Wohnung stellten die Beamten zudem weitere Waffen sicher. Außerdem fanden sie Drogen.

Zwei Baseballschläger hängen hinter der Wohnungstür.

Bei zwei Männern (41 und 42 Jahre alt) und zwei Frauen (20 und 39) klickten in der Castrop-Rauxeler Wohnung die Handschellen. Eine weitere Frau (20) nahm die Polizei in Dortmund fest. Gegen die beiden Männer sowie die 39-Jährige lagen bereits Haftbefehle des Amtsgerichts Dortmund wegen Drogenhandels vor. Die beiden 20-Jährigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft entlassen. Die drei anderen blieben in Haft. Der Gruppe wird vorgeworfen, „Liquids“ für E-Zigaretten mit synthetischen Cannabinoiden versetzt und vertrieben zu haben. Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei warnt vor illegalen Liquids

Die Polizei warnt vor dem Konsum illegaler Liquids von E-Zigaretten. Mit synthetischen Cannabinoiden oder K.O.-Tropfen versetzte Liquids können lebensbedrohliche Zustände auslösen. Eine exakte chemische Zusammensetzung der Drogen ist für den Konsumenten nicht zu erkennen und die Wirkung auf den Organismus nicht einschätzbar.

Die Verpackungen der illegalen Liquids lassen meist keine Rückschlüsse auf die Gefährlichkeit der Inhaltsstoffe zu. Häufig sind die Produkte sogar mit dem Hinweis versehen: „NOT FOR HUMAN CONSUMPTION“ (übersetzt: nicht für den menschlichen Konsum bestimmt). Die Wirkungen der künstlich hergestellten „Cannabinoide“ ähneln denen von „THC (Tetrahydrocannabinol), dem berauschenden Wirkstoff von Cannabis. Sie haben jedoch häufig eine wesentlich höhere Wirkstärke. Weitere Informationen rund um das Thema Drogen, Sucht und die oben beschriebenen E-Zigaretten-Liquids gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Präventionstipps für Konsumenten von E-Zigaretten gibt es hier.

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